Im analogen Zeitalter war Latenz noch ein Fremdwort - Dort war das alles beherrschende Thema das "Rauschen". Rauschen ist heute kein Thema mehr, aber eben die unvermeidbare Latenz.
Unter Latenz ist die Verzögerung zu verstehen, die durch den Rechenprozess im Computer erzeugt wird. Dies kann sich beispielsweise bei Aufnahmen störend auswirken, wenn sich der Sänger beim Monitoring über den Kopfhörer mit einer Verzögerung hört. Latenz entsteht erst durch die A/D-Wandlung [ca. 1ms] und wird durch die interne Berechnung des Computers erhöht [ca. 1,5 ms bis XXX ms] und schließlich durch die D/A-Wandlung [ca. 1 ms] komplettiert.
Als Faustregel gilt, dass mit fallender Latenz die verfügbare Rechenleistung im Computer sinkt. In der Praxis bedeutet das, das man die Recording-Sessions entweder über ein zusätzliches Mischpult mit Hardware-Effekten (für die nötige Atmosphäre, die z.B. der Sänger braucht) fährt, oder die Latenz so weit wie möglich nach unten setzt und möglichst ohne PlugIns zunächst die Aufnahme durchführt.
Über Mixer-Tricks lassen sich in Logic Pro heutzutage aber auch ohne zusätzliche Hardware Halleffekte dem aufnehmenden Sänger zuspielen. Das gleich gilt für Cubase mit dem integrierten Kopfhörermixer.
Die Control Room Sektion bringt alle Signale zusammen und verteilt Sie ganz nach Bedarf im gesamten Studio. Ebenso ist es möglich, einen oder mehrere unabhängige Monitor- oder Headphone-Mixe zu erstellen.