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Auf Grund der bereits angedeuteten Vielfalt auf dem Keyboard-Markt ist es nicht leicht, an dieser Stelle eine Kaufhilfe geben zu wollen. Die Technik bietet kaum einen Anhaltspunkt. Während man dem Gitarristen noch raten kann, darauf zu achten, dass der Hals gerade ist, bleibt für den Keyboarder vielleicht der Hinweis, dass es schlecht fürs Instrument ist, wenn schon mal Bier hinein gekippt wurde. Aber im Ernst: Die Technik verrottet so leicht nicht und selbst uralte Tasteninstrumente sind oft noch in hervorragendem Zustand. Als Kaufkriterien können im Grunde nur zwei Punkte herhalten: - Wieviel darf das Tasteninstrument kosten?
- Was will ich damit machen?
Bei Punkt 1 muss die Entscheidung fallen, ob Neugerät oder Gebrauchtgerät. Da die Halbwertzeit am Elektronikmarkt immer kürzer wird, muss ein gebrauchtes Keyboard nicht alt sein. Wer in den einschlägigen Rubriken der Anzeigenblätter sucht bzw. in unserem Schwarzen Brett, wird oftmals schnell fündig. Will man allerdings ein exklusives Teil wie etwa den Minimoog erwerben, kann das durchaus teuer werden. In jedem Fall beim Gebrauchtkauf einen Sachkundigen mitnehmen und das Gerät vor Ort testen. Punkt 2 ist ebenso wichtig. Will man bei einem Klavierlehrer das klassische Klavierspiel erlernen, dann ist es Unsinn, sich ein E-Piano zu kaufen. Macht man Homerecording, so ist ein monophones Keyboard von gestern mit zwei Sounds unbrauchbar. Und tourt man viel mit einer Band, dann muss man nicht unbedingt die Erfahrung einer zentnerschweren Hammond plus Lesley machen, es sei denn man hat seine eigenen Keyboard-Roadies. Vielleicht sollte man zuerst mehrere Fachgeschäfte mit gut bestückter Keyboard-Abteilung ansteuern und reinhören in das Angebot. Denn Eines ist klar: Fragt man mal einen anderen Keyboarder, dann wird der einem immer wärmstens die eigene Ausrüstung empfehlen. Das muss aber nicht zwingend das sein, was man selbst benötigt.
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