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MFB MEGAZWERG

MFB MEGAZWERG

analoges Synthesizer Modul

  • halbmodulares System mit zehn Sektionen
  • analoger VCO mit analogem Ringmodulator
  • 12 dB Multimodefilter
  • Digital Delay
  • modulations-Sequenzer
  • AHDSR-Hüllkurve mit Loop-Funktion
  • Abmaße: 310 x 165 x 38/72 mm
  • inkl. Steckernetzteil
  • 3 Jahre Thomann-Garantie
  • 30 Tage Money Back Garantie

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Features
Sound
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niemand

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Eine Kundenbewertung zu diesem Produkt: **

Sehr sinnvolles Zusatzmodul zum Kraftzwerg
  Bedienung
  Features
  Sound
  Verarbeitung
  Gesamtbewertung
Dies ist mein persönliches Nutzerfazit - kein Review im eigentlichen Sinne.

Um es vorwegzunehmen: Man kann den Megazwerg auch stand-alone einsetzen und als Klangerzeuger direkt via MIDI ansteuern. Wer jedoch noch nicht den MFB Kraftzwerg hat und überlegt, welches der beiden Geräte er denn nun kaufen sollte, sollte eher zum Kraftzwerg greifen, da er aufgrund der vielfach umfangreicheren Oszillatorsektion (3 Oszillatoren + Rauschen mit umfangreicher Modulation) wesentlich flexibler zur Klangerzeugung einzusetzen ist.

Der Megazwerg ist m.E. in erster Linie zur Klang-*Modulation* gedacht und geeignet. D.h. man leitet ein Signal (z.B. vom Kraftzwerg) durch den Megazwerg und bearbeitet es noch weiter mit dem Filter, dem analogen Ringmodulator (der Ringmodulator im Kraftzwerg ist digital) oder der Delay-Sektion. Weiterhin bietet der Megazwerg diverse Module, die für eine "fortgeschrittenere" Modulation wichtig sind und sich (allein aus Platzgründen) nicht auf dem Kraftzwerg finden.

Für Einsteiger, die diese klassischen Analogmodule noch nicht kennen: Mit den Slew-Limitern kann man bspw. Tonhöhen-Änderungen von einer Note zur anderen sachte geschehen lassen (Stichwörter: Glissando, Portamento, Slide) oder aber man entfernt das "Knacksen" bei springenden Controllerwerten (z.B. Rechteck- oder Rausch-LFO) bzw. sorgt dafür, dass sich Controllerwerte nur langsam ändern und nicht abrupt springen. Der Inverter ist wiederum auch ein Brot-und-Butter-Modul, das z.B. einfach aus +5 eine -5 (V) macht. Damit kehrt man die Wirkung einer modulierenden Quelle um und erreicht z.B., dass das Filter mit der Hüllkurve auf- statt zumacht. Ebenso findet sich ein einfacher Mischer, um z.B. eine Hüllkurve und LFO zusammenzumischen, damit diese dann gemeinsam ein Filter beeinflussen.

Diese Module hören sich zunächst nicht sonderlich wertvoll an; wer allerdings stärker modulierte Sounds erzeugen möchte und nicht nur Bässe und Bleeps und Beeps, wird diese Module schmerzlich vermissen - so er nur einen Kraftzwerg hat und den Luxus digitaler Klangprogrammierung gewöhnt ist.

Ich persönlich war überrascht, wie viel Spaß mir der Mini-Modulationssequenzer macht (bis zu 4 Schritte mit einstellbarem Tempo). Das Modul stiftet an, lebendige Lines und Sounds zu machen; seien es blubbernde Basslines oder schräge FX, wo die Geschwindigkeit noch zusätzlich von einer anderen Quelle moduliert wird.

Den zusätzlichen Oszillator würde ich mit Blick auf den Kraftzwerg als "auxilary" betiteln und als nette Zugabe deuten (bzw. als Notwendigkeit, damit man mit dem Megazwerg auch direkt Sound machen kann).

Das Filter des Megazwergs erweitert das mögliche Klangspektrum des Kraftzwergs noch einmal deutlich. Einige Ideen aus der Praxis: Man kann mit diesem z.B. Obertöne zum Hauptsignal des Kraftzwergs hinzuaddieren (Hochpass oder Bandpass auf einen Teil der Oszillatorenmischung des Kraftzwergs und dieses mit schneller Hüllkurve z.B. als Attack im Klang nutzen). Das Resultat ist ein detaillierter, komplexerer Klang. Oder aber man nutzt es als 12 dB/Oct.-Alternative zum 24dB/Oct.-Filter und erzeugte z.B. eher warm-runde Bässe im Vergleich zu den kräftig-wuchtigen des Kraftzwergs.

Die Delay-Einheit ist mit 12bit-Wandlern schon hörbar lo-fi (starkes Rauschen) und weniger als "Haupteffekt" zu verstehen. Um einen Leadsound aufzudicken oder aber Controllerwerte "direkt vor Ort" mit Echo zu versehen ist es aber entsprechend geeignet.

Durch die dritte AHDSR-Hüllkurve kann man noch mehr modulieren und da diese "loopbar" ist, lässt sie sich als weiterer LFO mit flexibler Form einsetzen.

Mit dem analogen Ringmodulator fühlt man sich teilweise, als würde man ein altes Radio einstellen... Klasse!

Mein Fazit: Ich hatte ab Mitte der 90er bereits mit analogen Modulsystemen geliebäugelt, mich aber aufgrund der Einschränkungen (Stichwort: no Recall, monophon) nie durchringen können. Als ich auf Kraft- und Megazwerg aufmerksam wurde, entschied ich mich beide zu kaufen, da man so in Summe ein kleines, feines Setup für die 100% analoge Soundsynthese hat. Von meinem NORD Modular G2 war ich extrem verwöhnt hinsichtlich Klang und Flexibilität, freue mich jetzt aber sehr, eine rein analoge Synthese zu haben. Zum einen klingt es wirklich noch einmal anders als die digitale und zum anderen - und das sollte der Klangtüftler nicht unterschätzen - macht das Schrauben und Strippenziehen einfach Spaß. In Verbindung mit der SynthSwipe-Funktion des Emulator X-Samplers überkommt man dann auch noch die "no recall-monophon-Problematik": Fetten Bass geschraubt? 3 Minuten später hat man diesen als perfektes Sample abrufbereit. Wow.

Falls das Budget ausreicht und man bereits den Kraftzwerg kauft, um ambitioniert in die analoge Modulsynthese einzusteigen, sollte man den Megazwerg m.E. hinzunehmen, um das Spektrum der Möglichkeiten noch einmal sehr deutlich auszuweiten. Beide Geräte ergänzen sich perfekt!

Thomas497 am 28.06.2011
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  Bedienung
  Features
  Sound
  Verarbeitung
  Gesamtbewertung
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