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KORG MONOTRON

KORG MONOTRON

Analog Ribbon Synthesizer

  • Rein analoge Synthesizer-Power, das legendäre Filter vom MS-10 für jede Klangquelle
  • direkte Bedienung und leicht spielbares Ribbon-Keyboard
  • eingebauter Monitor & Batteriespeisung für den Spaß unterwegs
  • Abmaße: 120 x 72 x 28 mm
  • Gewicht: 95 g
  • 3 Jahre Thomann-Garantie
  • 30 Tage Money Back Garantie

thomann.de Verkaufsrang:
655
Verkaufsrang in Synthesizer:
3 Details
Erhältlich seit:
Juli 2010
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Kundenbewertungen:

Summe aller 57 Bewertungen:


Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

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So haben die einzelnen
Kunden bewertet:

Hier die hilfreichsten Bewertungen unserer Kunden: **

HAHA!!
  Bedienung
  Features
  Sound
  Verarbeitung
  Gesamtbewertung
Na, meine Herren, da hat uns Korg ja eine herrliche Tischquietsche untergejubelt! Nachdem ich zwei Tests in renommierten Fachblättern gelesen hatte, bin ich doch neugierig gewesen und hab das Teil mal bestellt. Und siehe da: Alles ist ganz anders als das geschriebene Wort.

Es handelt sich hierbei um einen Oszillator, der über eine Folientastatur gespielt werden kann. Zumindest, wenn man SEHR kleine Finger hat oder einen Stift zur Hilfe nimmt. Der Sägezahnton des Oszillators läuft durch ein Filter, welches als "MS 10" Filter hoch gelobt wird. Nun - ich habe den MS 10 schon vor 30 Jahren verkaufen müssen, hatte viel Spaß mit diesen Geräten und bin schon der Meinung, daß sie Musikgeschichte geschrieben haben. Allerdings waren die Filter alles andere als toll, vielmehr leicht quäkend und rotzig. Nicht zu vergleichen mit den Sahne-Yamahafiltern oder natürlich den amerikanischen Pendants. Aber charmant waren die MS-Gerätschaften allemal, und ihr halbmodularer Aufbau hat viele Synthi-Jünger mit nächtelanger Kurzweiligkeit beglücken können. Beim Monotron ist sicher ein ähnliches Filter verbaut, allerdings wirkt der Klang eher gequält und noch deutlich dreckiger als beim MS. Natürlich kann man es bis zur Selbstoszillation aufdrehen, was ein herrliches Pfeifen verursacht. Schön klingt das jedoch weder über den eingebauten "Lautsprecher" noch über eine hochwertige Verstärkeranlage. Tonhöhe und Cutoff Frequency lassen sich mit einem Niederfrequenzoszillator modulieren - ebenfalls mit einer Sägezahnwelle (Ramp absteigend). Die Modulationstiefe lässt sich einstellen. Der LFO lässt sich SEHR schnell einstellen, was eine Menge schräger Geräusche erlaubt. Die Tastatur ist ab Werk nicht zwingend oktavrein - das lässt sich allerdings mit einem rückwärtigen Justierpoti einstellen.

Mein Fazit: Ich habe sehr gelacht, schon beim Auspacken. Ich war hocherfreut, zwei Batterien im Karton zu finden, danke, Herr Thomann! Musikalisch ist das Gerät unter aller Kanone, für einen Briefbeschwerer ist es zu leicht und als Türstopper für meine Altbautüren zu flach und zu leicht. Mein Sohn hat jetzt seinen Spaß damit, Stockhausen hätte ihn auch. Mir ist völlig schleierhaft, warum das Teil weggeht wie geschnitten Brot. Es ist ein lustiges Mitbringsel auf Parties, ein heiteres musikalisches Gimmik - nicht mehr und nicht weniger. Fürs gleiche Geld bekommt man schon recht gute Effektgeräte, die einen ungleich weiter bringen...das sollte man vielleicht nicht vergessen.

Martin276 am 09.09.2010
Viel mehr als nur ein Spielzeug
  Bedienung
  Features
  Sound
  Verarbeitung
  Gesamtbewertung
Zugegeben, kurz nach Auspacken und erster Begutachtung macht der kleine Monotron schon einen verspielten Eindruck, man muß unfreiwillig grinsen. "Na, Kleiner, willste später auch mal'n Synthie werden?". Ein pitchbarer VCO, ein LFO mit Sägezahnwelle, ein Intensity-Regler für die Stärke der LFO-Modulation, ein Filter mit Cutoff- und Resonanz-Drehknöpfen, ein Wahlschalter für das Modulationsziel des LFO (Pitch oder Cutoff), eine Tonumfang-Schraube, Lautstärkeregler und je ein Audioein- und Ausgang, das ist die auf den ersten Blick sparsame Ausstattung. Eine Möglichkeit zum Anschluß eines Netzteils sucht man vergebens, der Monotron möchte mit zwei AAA-Batterien betrieben werden. Den mobilen Charakter unterstreicht auch der eingebaute Lautsprecher, der dem Minisynth durch seinen nasalen Klang zusätzlichen Charme verleiht.

Gespielt wird der Monotron über ein Ribbon, auf dem invertierte Tasten aufgedruckt sind. Da die Auflösung des Ribbons recht hoch ist (einstellbar durch die Tonumfang-Schraube), genügt eine Bewegung des Fingers um einen halben Millimeter, um eine Tonhöhenänderung zu bewirken. Dies macht das richtige Treffen einer Note etwas schwierig, ist aber spaßig. Je nach Spielweise sind an singende Sägen erinnernde Portamenti ebenso möglich wie stakkatoartige Anschläge, besonders unter Zuhilfenahme mehrerer Finger. Natürlich schränkt die Größe des Ribbons die künstlerischen Möglichkeiten ein, aber mit etwas Übung (und geschickter Nutzung des Pitch-Reglers) ist trotzdem einiges rauszuholen, vor allem wenn man sich auf die Eigenheiten des Ribbons einläßt und sie musikalisch nutzt.

Schließt man den Monotron über den Kopfhörerausgang an einen Verstärker an, geht so richtig die Post ab, da verwandelt sich das Spielzeug zur Bestie. Wie schon auf der Verpackung beworben wird, gab Korg dem kleinen Kistchen das Filter der MS-10/20-Serie mit, und wenn man vor allem im tieferen Tonbereich damit herumspielt, glaubt man das unbesehen - hier bläst das Ding Bässe raus, die so richtig schön in den Magen fahren. Meinen Sampler freuts und ich bin entzückt!

Nicht durch die spärliche Ausrüstung täuschen lassen - das top Filter mit (wenn gewünscht) heftiger Resonanz, gepaart mit einem bis in den Audiobereich regelbaren LFO, lassen in Tateinheit mit dem Ribbon und dem pitchbaren VCO Klänge resp. Geräusche entstehen, die von putzig bis trippig, von sanft-hüpfend bis kreischend-brutal reichen. Es macht unheimlich Spaß, so richtig herzhaft in die Regler zu greifen und dabei immer wieder neue Ansätze zu entdecken, die Sounds noch schräger oder schöner zu machen. Durch den extrem kompakten Aufbau des Geräts können verschiedene Modulationsarte manuell erzeugt werden, die nicht als Funktion/Regler vorhanden sind, wie z. B. Keyfollow oder sahnige Sweeps. Nutzt man die hohen Frequenzen des LFO und den Intensity-Regler mit Gefühl, ist eine Art zweite Stimme erzeugbar, die für wunderbar dreckige detuned Bässe oder Leads sorgt. Einen Hüllkurvengenerator hat der Monotron nicht, was aber angesichts des sehr niedrigen Preises wohl etwas zuviel verlangt wäre.

Wer jetzt denkt, daß das alles wäre, sollte mal ein Audiosignal über den entsprechenden Eingang auf der Rückseite des Monotrons in die Filterbank schicken. Ich habe das mit meinem filter- und effektlosen Akai S-20-Sampler gemacht und bin begeistert, hier bekommt man also gleich noch ein externes, hochwertiges Filter für Audio aller Art mitgeliefert. Starke Sache.

Wer noch mehr will, findet auf YouTube unzählige Videos findiger Bastler, die ihre Monotrons mit Netzteilen, CV-Ein- und Ausgängen, zusätzlichen Modulationszielen und sogar Midi ausgestattet haben (Achtung, dabei erlischt die Garantie!). Da Korg freundlicherweise sämtliche wichtigen Punkte auf der Platine des Geräts beschriftet hat, werden halbwegs geübte Lötkolbenschwinger mit diesen Modifikationen wenig Schwierigkeiten haben.

Ja, der Monotron ist eine Art Spielzeug, aber ein sehr kreatives, das neben wilden Krachorgien auch produktionstaugliche Sounds hervorzaubern kann. Das Gerät ist jetzt schon ein Klassiker und wird diesen Status in Zukunft mit Sicherheit noch ausbauen, es sollte in keinem gut sortierten Musikerhaushalt fehlen.

UPDATE 1. Februar 2012: Der Monotron ist mittlerweile fester Bestandteil meines Equipments, besonders das Routing von Audiosignalen über sein kräftiges Filter bietet schier unendliche Möglichkeiten, Drums und Percussion mit Filtersweeps, Pads mit Gate-Effekt, verhackstückte Effekte, Stimmen mit resonantem Wah, usw. Der Kopfhörerausgang ist zwar etwas verrauscht, aber mit einem Denoiser und/oder einem Noisegate im Signalweg stellt die Sache kein wirkliches Problem dar. Mittlerweile habe ich mein Gerät mit CV/Gate ins ausgestattet und werde demnächst noch weitere Patchpunkte für das Filter und den LFO hinzufügen. Durch solche Modifkationen wird der Nutzwert des Monotrons extrem gesteigert, denn neben allem Gequietsche und Geheule ist er durchaus auch für tolle Bässe und einfache weiche bis messerscharfe Leads nutzbar, nur möchte man ihn dafür halt auch live spielen können und nicht nur absamplen, wobei logischerweise die meiste Dynamik verlorengeht, da kommt man an CV-Steuerung kaum vorbei.

Findige Bastler haben ihre Monotrons mittels Arduino (ein Open Source Microcontroller-System) auch schon midifiziert, den technischen Möglichkeiten sind hier dank der Beschriftung der Platine und der Veröffentlichung des Schaltplans durch Korg als PDF-File keine Grenzen gesetzt.
Ich bin sehr gespannt, was sich in diesem Bereich in der nächsten Zeit noch so alles tun wird, die unlängst erschienenen (und von mir umgehend bestellten) neuen Monotron-Varianten Duo und Delay versprechen weitere ungebändigte analoge Schrauberlust, die ich mir natürlich nicht entgehen lasse.

Dieses tolle Beispiel von Korg, wieviel Power selbst in einfachen analogen Systemen mit guten Filtern steckt, die zur Abwechslung mal keine Unsummen kosten, darf sehr gerne bei der Konkurrenz Schule machen!

Lightman am 09.02.2011
Und er ist DOCH als Musikinstrument zu gebrauchen!
  Bedienung
  Features
  Sound
  Verarbeitung
  Gesamtbewertung
Der Ruf des Monotrons scheint mir stark unter dem Missverständnis zu leiden dass ein Synthesizer ein quantisiertes, digital-artig exaktes Instrument zu sein hat, auf dem man auch ohne es groß üben zu müssen Musik machen kann, zur Not einfach irgendwie was einprogrammieren kann. Dieser Synth ist genau das Gegenteil: voll-analog, voll-stufenlos, voll-unvorhersehbar.

Das heißt keineswegs dass er als Musikinstrument schlechter ist als die gängigen exakten Synthesizer mit richtigen Tastaturen. Ich persönlich sehe es genau anders herum: ein Instrument das die expressiven - wenn auch fehleranfälligen - Elemente dem Spieler vorenthält ist unmusikalisch. Der Monotron tut nichts dergleichen, er bietet eine sehr empfindlich ansprechende, aber gerade deshalb sehr expressive "Tastatur" in Form eines Bandcontrollers. Um damit zu spielen braucht man nicht, wie die meisten Leute meinen, besonders kleine Finger oder einen Stift, sondern nur die richtige Technik und ein gutes Intonationsgefühl, gutes Gehör. Das ist bei z.B. Streichinstrumenten auch nicht anders. Im Gegensatz zu quasi jedem anderen Instrument kann man den Monotron aber (mit Kopfhörern) so gut wie überall und jederzeit üben, ob zuhause, in der Bahn, im Hörsaal während einer langweiligen Vorlesung, zum Einschlafen im Bett...

Aufgrund der kleinen Ausmaße hat man die ultimativ-direkte Kontrolle über alle Klangvariationen - derer scheint der Monotron auf den ersten Blick nicht sehr viel zu bieten, aber es ist erstaunlich was man dann doch alles damit hinbekommt, wenn man manl ein bischen ungewöhnlichere Einstellungen ausprobiert.

LH-FL am 30.04.2011
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  Bedienung
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  Verarbeitung
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