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Ich habe mir den Kaossilator Pro geholt, um ihn in Elektro-Jamsessions und ein DJ-Set zu integrieren und die Entwicklung vom Kaossilator Mini nachzuvollziehen, weil mir die Bedienung per Pad eine angenehme Abwechslung beim Einspielen ist - ein Konzeptfan. 1. Verarbeitung / Qualität Diesmal ein richtig stabiles Gehäuse! Das zentrale Touchpad ist auch freundlicher zu den Fingern. Nach gut zwei Jahren alles noch wie neu! Die Sounds sind erweitert, weiterhin zielstrebig und teils clever gemacht, wenn auch nicht brilliant im Klang. Die Anschlüsse reichen jetzt auch, um das Ding in ein ernsthaftes DJ-Set zu integrieren, Mic-Eingang (Vocoder an Bord), Chinch-Line-In/Out. 2. Rumspielen / Entwicklung Macht echt Spaß, die Beschreibung 'Gameboy für Erwachsene' passt super ;) Guter Sound, viele Kombinationsmöglichkeiten. Die Bedienung hat sehr viele Features hinzubekommen, eine jedoch verloren. Die vier Loop-Bänke sind der größte Fortschritt, jetzt lassen sich super Life-Konstruktionen bauen und steuern und Live-Übergänge basteln. Dickes Plus! Ein großer Fortschritt ist auch, dass man die Lautstärke des aktuel eingespielten Sounds separat regeln kann. Das hat vorher derbe gefehlt. Die Bedienung der wichtigen Dinge ist immer noch schnell und intuitiv, für all die neuen Features muss die Bedienungsanleitung allerdings deutlich länger studiert werden und dann muss man auch mal richtig üben. Ein seltsamer Rückschritt ist aber der Appreggiator. Der taktet nun nur noch Abstände/Geschwindigkeit, keine Rhythmen mehr - keine Ahnung warum das so beschnitten wurde. 3. Live-Elemente für DJ oder Jamsession Da hat er seine absolute Stärke + #1 darin, dass man jede/n dransetzen kann und sofort intuitiv losgelegt werden kann. + #2: Das Repertoire ist für den Anfang vielfältig - leider nicht aufstockbar. + #3: BPM, Tonart, Tonleiter können immer spontan/nachträglich angepasst werden. Vor allem die verschiedenen Tonleitern sind (zumal im Overdubbing) eine echte Bereicherung, die sonst wenige Synths mitbringen! + #4: Viele gute Sounds. Aber bei Weitem nicht alle. + #5: Durch die vier Bänke gute Steuerung, Einsätze einzelner Elemente, Live-Übergänge (wenn man dafür jeweils mindestens eine Bank frei hält). Aaaber: - #1: Töne sind nicht exakt treffbar. Dazu braucht man nach wie vor ein skaliertes Instrument, z.B. Midi-Keyboard. Damit geht aber eine Achse und der halbe Sinn des Kaossilators verloren. - #2: Wenn man beim Overdubbing einen Fehler macht, ist alles auf der Spur dahin. Und man macht Fehler. Ich nutze den Kaossilator mit einem KP3, deswegen kann ich die Bänke dort immer wieder zusammen führen und auf dem Kaossilator frei machen, bin also nicht zum Overdubbing gezwungen. - #3: Kein PFL zum Vorhören der aktuellen Einspielung, d.h. beim Ausprobieren kann man andere gehörig nerven - für mich völlig unverständlich. Wenn man nur einzelne Sounds ohne Overdubbing einspielen möchte, kann man aber den PFL vom Mischpult nutzen. Da nur ein Summen-Ausgangssignal gesendet wird, verliert man als rücksichtsvoller Mitspieler in einer Jamsession fast den kompletten Funktionsumfang der vier Loopbänke und des Overdubbing. Meine Empfehlung: Ein Mischer (vorzugsweise mit PFL) und eine Loopstation. Dann braucht man die vier Bänke des Kaossilator Pro zwar nur noch um dicke Sounds aufzustapeln, aber in der Kombination kann man wenigstens rumprobieren. - #4: Den Appregiator selbst steuern zu können ist ja ganz nett, aber ein paar Pattern wären hier schon nett, denn nur durch Tempoverschiebung sind nicht wirklich viele Rhythmen möglich und zudem kann man wenn man damit beschäftigt ist nur noch schwer das Touchpad sauber bedienen. Insgesamt inzwischen mehr als ein nettes Spielzeug, das auch seinem gestiegenen Preis gerecht wird, aber für Partys / Band / DJ nur in Verbindung mit zusätzlichem PFL nutzbar. Nach zwei Jahren gehe ich mit der Bewertung einen Stern runter, weil sich viele Sounds abnutzen und sich die Auswahl an wirklich brauchbaren nach der ersten Begeisterung sehr reduziert.
Vorweg: Bestellung, Versand und Informationen erstklassig! Großes Lob an alle Mitarbeiter von Thomann. Vielen Dank. Nun zum Kaoss: Lange überlegt und dann doch gekauft. Der Kaossilator ist da. Durch die vielen Videos bei youtube wusste ich etwa was ich erwarten konnte. Aber- das Gerät ist mechanisch erheblich stabiler als ich dachte. Anschließen - Einschalten: Das Display scrollt dabei wie wild kleine Meldungen ab und das Touchpad füllt sich mit grünem Licht. Sieht cool aus, erinnert mich an die Nostromo beim ersten Alien-Film. Das Booten dauert für den eher kleinen Funktionsumfang recht lange. Ich vermute einen 386ér im Inneren. Erste Bedienung: OK fertig alle Drehknöpfe auf Mitte und Touch - ja... macht Töne. Erstmal die Drumpattern testen... Dreh dreh dreh dreh .... dreh dreh dreh .... überlege, ob ich einen Adapter für den Akkuschrauber bauen sollte... dreh... dreh... OK Drums Klingt ganz nett... mal die erste Loop-Bank füttern... Erster Loop: Loop-Bank 1 - Tapp - und nix ... stärker drücken... Die Gummitasten haben einen Druckpunkt... was soll das denn? Ich fühle mich zurückversetzt zum ZX Spektrum. Nein doch nicht ganz - der Druckpunkt ist hier deutlich schlechter definiert. Ich schiebe dieses Manko auf den eher kleinen Preis und erkunde weiter. Das Touchpad: ... ist auch eher Old School. Resistiv - wie bei den ersten Touch-Telefonen. Also kein I-Phone-Feeling - dafür aber mit beliebigen Gegenständen zu bedienen. Ich habe den ersten Loop im Kasten ... Overdub: Dreh dreh dreh dreh.... mir wird klar, warum man die Sounds auf Schnellzugriff-Tasten speichern kann -Die Akkuschrauber-Adapter-Idee ist aber nicht verworfen. Ich füge meinem Drum-Loop eine Harmonie zu. Ups... klingt gar nicht harmonisch Wo ist die Undo-Taste? Hat Korg wohl vergessen... der Loop ist also versaut. OK inzwischen habe ich mit dem Kaossilator ein paar Tage rumgespielt und für mich ein erstes Fazit. Mir scheint eine neue Version mehr als überfällig. Das Teil vermittelt den Eindruck, als hätte man das Jahr 2000 noch nicht erreicht. Im Vergleich zu Software-Lösungen, die es für kleines Geld fürs I-Pad gibt, hinkt der Kaosilator altersschwach hinterher. Die Bedienelemente sind brauchbar, bis auf die Taster. Um einen Loop exakt zu starten muss man schon auf BPM-SYNC schalten. Die Taster sind aus meiner Sicht für das Gerät schlecht geeignet. Ein Sound-Editor wäre schön gewesen und noch wichtiger ein UNDO-Knopf für mindestens die letzte Eingabe. Insgesammt ein lustiges Spielzeug für Sound-Experimente Richtung Tech-House, Trance, Minimal oder Dubstep. Als Looprecorder in Verbindung mit anderen Instrumenten brauchbar aber nicht ganz toll. Da scheint mir so etwas wie der Boss RC 50 besser geeignet. Der Funktionsumfang und die Sounds sind eher nicht üppig und nach ein paar Tagen durchgespielt. Kaufempfehlung für Leute, die ein Soundspielzeug suchen und denen der Kaufpreis nicht weh tut.
Ich hab ja mit dem kleinen Kaossilator angefangen, der war dann schnell langweilig alleine. Einen Monat später besorgte ich mir den PRO, schloss den kleinen dazu, und ab ging die Post. Es dauerte zwar bis ich alles gecheckt hab (ich lese keine Bedienungsanleitungen) aber jetzt ist der Spass gross. Die Verarbeitung ist top, zwar löste sich nach einem Monat ein bisschen Lack neben dem Pad, aber das macht nichts. Der wird ja auch benutzt. Der Sound ist super, nur ein paar WIRKLICHE Beats mehr wären toll. Die 9 Plätze zum Abspeichern von ganzen Sets sind zwar ein bisschen mager, aber man speichert dann eben die einzelnen Sounds ab. Da ist genug Platz. Die abgespeicherten Sounds brauchen zwar lange zum laden, aber auch das kann man übersehen. Zum Produzieren ist er super, live braucht man mindestens einen Mixer mit 3-Band EQ. Absoluter Suchtfaktor, obwohl ich dann auch mal einen Tag gar nicht rangehe. Es verleitet total das heimische Set zu erweitern. Fazit: Beide Daumen hoch!
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