Die meisten unserer 600 Mitarbeiter sind selbst Musiker und natürlich auch Kunden von Thomann.
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Klang, Spielbarkeit, Optik, Ausmaße und Ausstattung - dieses Traumteil setzt tatsächlich Maßstäbe. Die Xiphos XPT1400TW-GP kommt in einem Couchtisch großen Koffer (ca. 130 x 60 cm) komplett mit einem hochwertigen Ledergurt, einem einfachen Kabel und dem erforderlichem Werkzeug für Einstellungen daher. Bei dem speziellen Design ist der maßgefertigte Koffer in Standardqualität auch Pflicht. Die Xiphos ist optimal und straff eingepasst, damit sind auch deren Ausmaße umschrieben. Es bleibt außerdem Platz für das riesige Zubehörfach. Und der übliche Xiphos-Gimmik ist übrigens auch hier eingebaut (bzw. nicht): die obere Halteschraube für den Gurt liegt zum Selbsteinschrauben bei, starken Vierkantschraubendreher verwenden. Design und Optik dieser Xiphos ist ein Traum, wenn man auf Explorer-, Pfeil- und X-Formen steht. Durch Abschrägungen und Absätze an den Kanten und der Kombination mit den Bögen ist das Design einzigartig genial und übertrifft in meinen Augen die genannten Formen. Und diese Doubleneck-Version perfektioniert das Xiphos-Design: heavy, dynamisch, edel. Die Lackierung ist außergewöhnlich, nicht glänzend sondern rau und matt. Das Grau ist in Natura dunkler und wirkt eleganter, hochwertiger als auf den Produktbildern. Je nach Lichteinfall schimmert das Finish in den tollsten Schattierungen. Aussagen zu Art und Pflege dieses speziellen Lacks waren leider (noch) nicht vom Vertrieb Meinl zu bekommen. Die Doppelzack-Inlays in den Griffbrettern sind von der Form her einzigartig und von der Einarbeitung her perfekt. Insgesamt ist das in Indonesien gefertigte Instrument hervorragend verarbeitet: Lackierung perfekt ausgeführt, Mechaniken und Hardware hochwertig in elegantem Schwarz verchromt. Die Chrom-Einfassung der Tonabnehmer auf der 6-saitigen Seite sind edel, leider sind die 7-saitigen Tonabnehmer nicht eingefasst. So sind hier auch die umschließenden Klebebänder samt unschöner Überlappung zu sehen. Weiteren leichten Punktabzug ergeben die Enden der Bünde, die an allen Griffbrettkanten scharf und rau zu spüren sind, was allerdings beim Spielen nicht stört. Im Übrigen bieten beide Hälse ein erstklassiges Feeling und hervorragende Spielbarkeit. Sogar mit meinen schwitzigen Händen gleite ich locker über die wie die gesamte Gitarre lackierten Rückseiten. An den Hälsen ist auch offensichtlich, was sich bei Brücken und Klangregelung manifestiert, es handelt sich um zwei Gitarren in einer, nicht einfach um eine 6- und 7-saitige Version zusammengeleimt. Beide Hälse sind relativ flach gehalten. Der Unterschied liegt in der Dimension. Der 6-saitige Hals ist schmal mit schmaler Mensur für schnelles Spiel gehalten, während der 7-saitige Hals breit ist und eine weite Mensur aufweist. Hier spielt man eher mit flacher Hand, ähnlich wie bei einem Bass oder seinerzeit beim Stick. Damit trifft die Ibanez-Produktbeschreibung voll ins Schwarze, Riffs auf der 7-Saitigen und Solos auf der 6-Saitigen. Das unterstreicht noch die Tone-Regelung und das perfekt funktionierende und stimmstabile Tremolo der 6-Saitigen. Der Klang beider Gitarrenhälften ist oberaffenmäßig, beide sind mit entsprechenden Humbuckern für die rockige Fraktion bestens bestückt. Dreiwegeschalter für jede der beiden Hälften bieten ausreichende Klangvariationen des insgesamt frischen, klaren Sounds, der erfreuliche Presencen entwickelt, insbesondere bei der 7-String. Dafür punktet bei der 6-String der zusätzliche Klangregler. Wesentlich für den mächtigen, vollen Superklang sind die durchgehend in den Body eingeleimten Hälse. Diese Gitarre schwingt - und zwar gewaltig - insbesondere der 7-saitige Teil durch die StringTroughBody-Bridge. Das spürt man sogar am eigenen Körper. Oder stellt man den Instrumentenausgang auf 6-Saitig und greift dort einen Akkord, bringt das Durchstreichen der 7-Saitigen die 6-Saitige zum Klingen. Wie eben gehört, gibt es eine Ausgangsbuchse mit einem Umschalter zwischen den beiden Gitarren-Parts. Eine Mittelstellung, in der beide Hälften gleichzeitig, z.B. mit verschiedenen Klangeinstellungen ausgegeben werden, vermisse ich. Vermutlich soll so das Übersprechen vermieden werden, das bei so viel Schwingung natürlich eintreten könnte. Trotzdem überlege ich mir einen nachträglichen Umbau. Unerwähnt sollte nicht das Problem der Xiphos-Bauform bleiben, und meine Lösung dazu. Alle Xiphos-Modelle sind Kopf lastig, und das ist bei der Double-Neck nicht weniger, aber noch einfacher zu handhaben. Der Bogen des unteren Endes im 6-saitigen Teil lässt sich super zum Abstützen mit einem Oberschenkel nutzen, egal ob linker oder rechter. So kann man immer wieder für Entlastung sorgen, was auch beim Gewicht des Instruments nicht schlecht ist. Im Stehen sieht das insbesondere bei Solis cool aus. Besser ist aber die Nutzung einer Stütze. Außer der Monitorbox bietet sich hier eine stabile Fußstütze an, ich habe mir die MEY CHAIR SYSTEMS EFS-93 (ArtNr.: 245262 bei Thomann) besorgt, die kommt zwar preislich an eine Monitorbox heran, trägt aber locker das Gewicht; denn mit einer 10 EUR Stütze kommt man von der Stabilität her hier nicht zurecht. Damit bleibt mir nur noch zu sagen - let's rock. Ist meine erste Gitarre, die ich lediglich aufgrund Optik und Beschreibung im Internet ohne Antesten bestellt habe, und sie hat alle Erwartungen übertroffen. Wegen Money Back war das Kaufrisiko aber auch gering. Ein einzigartiges Instrument, Hingucker und Hinhörer live auf der Bühne und für Sammler.
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