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Hier die hilfreichsten Bewertungen unserer Kunden: **
Preiswert muß nicht schlecht sein - wieder ein Beweis!
Gesamtbewertung
Schon länger wollte ich mir vor allem für Übungszwecke einen EUB zulegen und hatte schon verschiedene Modelle (alle jenseits der 2000EUR Preisgrenze) angetestet, ohne daß mich eines dieser Instrumente klanglich wie auch hinsichtlich des Preis-Leistungsverhältnisses überzeugt hat. Dann bekam ich Wind davon, daß seit einigen Monaten bei Thomann ein EUB mit der Bezeichnung "Harley Benton EUB 500" erhältlich ist, der schon seit Jahren von anderen Händlern unter einem anderen Label vertrieben wurde. Da ich neulich ohnehin bei Thomann vorbeifahren würde, habe ich die Gelegenheit genutzt und den Bass vor 2 Monaten dort angetestet und auch gleich gekauft. Nun zur Beurteilung: Die Verarbeitung macht durchweg einen ordentlichen Eindruck. Über die Holzqualität läßt sich, da das Instrument komplett (gut!) lackiert ist, nicht viel sagen - das gleichmäßig geformte (Ebenholz-!) Griffbrett jedenfalls weist keine auffälligen Poren auf, geschweige den Dellen oder sonstige Mängel. Es war allerdings nicht ordentlich vom Schleifstaub gereinigt - das gab dann für´s erste schwarze Fingerkuppen und den Verdacht, ob da nicht mit schwarzer Farbe "nachgeholfen" worden ist. Nein, es ist tatsächlich nicht gebeizt! Mit feuchtem Lappen ordentlich abgewischt und das war´s! Für meinen Geschmack ist es allerdings etwas zu sehr "durchgebogen" - das daraus resultierende Spielgefühl liegt m. E. jedoch noch im grünen Bereich. Hier könnte vielleicht manch einer auf die Idee kommen, einen Baßbauer mit einem Abrichtauftrag zu beglücken... das Griffbrett ist wirklich dick und bietet dafür genügend "Fleisch"! Der vorhandene Halseinstellstab ist zumindest bei meinem Exemplar wirkungslos - nicht verwunderlich, da der Hals Kontrabaßformat besitzt und eben deutlich dicker ist, als bei E-Bässen. Da macht es allerdings auch nichts, daß ein zölliger Innensechskantschlüssel (3/16") zur Verstellung benötigt wird, da er ohnehin nicht im Lieferumfang enthalten ist. Mitgeliefert wird jedoch ein Gigbag, das jedoch sehr mager gepolstert ist. Die Mensur beträgt übrigens 103,5cm. Die Mechaniken wirken etwas filigran, arbeiten bisher aber leichtgängig und präzise. Die Saiten sind sicherlich nicht das Nonplusultra, aber für´s erste brauchbar. Der Steg ist zu wenig gewölbt - Arco Spiel ist daher kaum möglich - und er ist m. E. zu schmal. Der vertikale Saitenabstand (aktuell ca. 23mm) könnte zwar noch einige Millimeter vergrößert werden, allerdings wäre dann zu befürchten, daß die Stegflügel abbrechen, da nur wenig "Fleisch" unter der E- und der G-Saite vorhanden wäre. Die Höhenverstellung ist sehr kniffelig, da die Rändelscheiben kaum überstehen und somit schlecht greifbar sind - da man ja nicht dauernd daran rumschrauben muß, ist das verschmerzbar. Oder man entspannt vorher alle Saiten... Der Saitenhalter ist eine etwas eigenartige Stahldraht-/Holzkonstruktion - die in Internetbeiträgen oft bemängelte "Klingelneigung" konnte ich aber nicht feststellen. Nur das Halteblech, mit dem er am Korpus befestigt ist, sitzt nicht ganz in der Mitte - da wurde wohl etwas gepfuscht, jedoch tut das der Funkton keinen Abbruch. Schöner und "passender" fänd ich einen Saitenhalter aus einem Stück Holz.... Der Stachel besteht aus einem Stahlrohr, das stufenlos verstellbar in zwei sehr soliden Klemmhaltern aus Aluminum gehalten wird. Man sollte die Klemmschrauben gut anziehen, sonst rutscht das Instrument bei lebhafter Bedienung peu à peu nach unten. An seinem oberen Ende ist er mit einer spitz zulaufenden Kunstoffkappe und unten mit einem Gummifuß versehen. Da die Rohrenden scharfkantig sind, dürfte der Gummifuß nach einigen festeren "Aufsetzern" durchgestanzt sein - hier empfieht es sich, eine Blechscheibe mit 19-20mm Duchmesser (U-Scheibe aus´m Baumarkt) in die Gummikappe einzulegen, dann können sich die Ränder dank der Scheibe nicht mehr in´s Gummi eingraben. Der Stachel ist übrigens nicht sehr lang - für Spieler bis zu einer Größe von ca. 1,85m mag seine Länge ausreichend sein. Und versucht mal, Stahlrohr mit 19mm Außendurchmesser aufzutreiben, wenn Ihr einen längeren Stachel braucht...! Die Klemmhalter besitzen Aufnahmebohrungen mit ca. 19,5mm Durchmesser! Mit 18mm Durchmesser gibt´s Rohre (auch aus VA!) in Baumärkten, die sich nach meiner Erfahrung eignen. Nur die spitze Kappe paßt dann ohne Zurechtfeilen nicht rein. Fein sind die vier kleinen Gummifüßchen am unteren Korpusende - darauf kann man das Instrument rutschsicher in eine Ecke stellen, wenn der Stachel eingeschoben ist. Der Bass besitzt einen Bügel, um darüber das Instrument am Körper abstützen zu können. In meinen Augen ist das Teil unbrauchbar, da das dünne Stahlrohr praktisch keine Auflagefläche bietet und deshalb das Instrument sehr leicht zum Wegdrehen neigt. Hier wäre eine breite Stütze à la Warwick Triumph wünschenswert! Ich hab mir sowas (am Rohr anklemm- & verstellbar) selbst geschreinert.... Abschließend möchte ich zum Tonabnehmersystem und zum Klang kommen. Unter den Stegfüßen befindet sich ein Piezotonabnehmer, dessen Signal in einer Aktivelektronik bassmäßig bearbeitet und verstärkt wird. Der Kopfhöreranschluß ist hierbei ein wirklich brauchbares Feature! Die Elektronik rauscht kaum und benötigt trotz LED nur einen Strom von ca. 7,5mA, allerdings ist die Tonregelung "für den Popo". Achtung lauter Einschaltknacks! Daher erst einschalten, dann Kopfhörer anschließen / aufsetzen bzw. Amp aufdrehen. Benutzt man einen grafischen EQ (Bodenpedal), dann läßt sich ein netter "holziger" Klang mit dem Bass erzielen, der sich von dem eines fretless E-Bass absetzt, natürlich mit den prinzipbedingten Eigenarten (Griffgeräusche). Anscheinend wirken sich die Korpushohlräume tatsächlich positiv aus, wie ein echter Kontrabass klingt er aber (natürlich) nicht. Letztlich ist das subjektive Klangempfinden eine individuelle Angelegenheit... mir gefällt der Grundsound jedenfalls sehr gut! So gut, daß ich sogar schon den Bühneneinsatz in Betracht ziehe... Mein persönliches Fazit: Für diesen konkurrenzlosen (?) Preis erhält man mit dem "Harley Benton EUB 500" ein solides und prinzipiell brauchbares Instrument, das aber noch einiges Verbesserungspotential aufweist. Wer die oben genannten Mankos ggf. in Kauf nehmen würde oder bereit ist, etwas zu basteln oder noch einige Euros reinzustecken (Steg, ggf. Griffbrettabrichtung, Stachel), der sollte den Bass auf alle Fälle antesten! Übrigens wurde ich bei Thomann im Laden sehr freundlich beraten, der Bass innerhalb von 45 Minuten aus dem Lager geholt, gecheckt und spielbar einjustiert! Und noch was: zu Anfang roch das Instrument sehr intensiv nach wer weiß was und das machte mir Sorgen. Ein mir bekannter Chemiker gab aber "Entwarnung" - das Griffbrett wurde offensichtlich mit Leinöl behandelt, dem umweltfreundlichsten und Urvater aller Holzschutzmittel. Der Geruch ist mittlerweile auch verschwunden.
Der Bass wird per Spedition versendet. Das kann ein paar Tage dauern. Tipp: Überlegt schon mal, was ihr mit einer Holzpalette macht, denn die gehört euch jetzt, der Speditionsmann nimmt sie auch mit freundlichem Zureden nicht mehr wieder mit. Voller Spannung und Freude packe ich den Bass aus. Tipp: Der Steg des Basses wird extra geliefert, es ist leider keine Beschreibung dabei, er wird nämlich auf dem Tonabnehmer befestigt, da wäre ich nie drauf gekommen, aber es gibt ja eine Service Hotline, die den Namen verdient, die Leute dort sind freundlich und kompetent. Also den Steg auf dem Tonabnehmer aufsetzen und dann die Saiten auf Spannung ziehen. Tipp: Kauft euch eine Kurbel für Kontrabass, denn wenn ihr die Saiten wechselt, spart das eine Menge Zeit. Fazit: Dieser Bass hat ein unglaublich gutes Preis-Leistungsverhältnis, klingt fantastisch und ich finde er sieht einfach geil aus. Meine Wünsche an Herrn Thomann: Dieser Bass verdient eine bessere Tasche, damit ich den Bass auch sicher transportieren kann. Ich zahle gerne als Option einen Aufpreis für eine Lusustasche, die stark gepolstert ist. 2. Die Mechanik knarrt schon heute ein wenig, wenn ich neue Saiten aufziehe, gut dass ich 3 Jahre Garantie habe, hoffentlich muss ich sie deshalb nicht nutzen, ich behalte die Verpackung sicherheitshalber auf. 3. Es sollte eine Bedienungsanleitung beiliegen, denn wie ich den Steg aufstellen soll, darauf komme ich ohne nicht so schnell. 4. Ich wünsche mir einen Ständer, speziell für diesen Bass, der K & M ständer mit 75,- EUR ist mir zu teuer. Fazit: Danke, der Bass ist ein Hammer. Bald werdet ihr auf meiner Homepage: [LINK] eine Video eines Livekonzertes damit sehen.
Alles in allem bin ich mit dem EUB 500 recht zufrieden, ich habe ihn nun schon ein knappes jahr. Er ist gut bespielbar und bringt auch einen recht ordentlichen sound sowohl im pizzicato als auch im arco rüber. nachteile hat er leider auch: denn ich habe ihn bereits in den ersten 2 monaten dreimal zur reparatur schicken müssen, da jedes mal die tonabnehmer kaputt gegangen waren (ohne dass ich ihn aus dem haus gebracht oder stark beansprucht hatte) ich denke aber, da ich seitdem keine probleme hatte, dass ich da nicht der regelfall bin. schade ist allerdings, dass die tonabnehmer, wenn man nicht spielt relativ viele nebengeräusche aufnehmen, so wie bewegungen der hand am korpus oder dem griffbrett, auch ist der sound manchmal matschig (wenn der tone regler über ca. 3/4 gestellt wird), was das finden eines guten sounds zur gradwanderung werden lässt, ist er aber gefunden, dann daumen hoch! Alles in allem ist das instrument sehr gut verarbeitet (wenn uach das griffbrett in den ersten wochen sehr abgefärbt hat und ich es darauf hin mit einen trockenen tuch gründlich abgerieben habe ;) Für einsteiger oder musiker, die sich, wie ich, als zweitinstrument solch einen upright bass zulegen wollen, durchaus eine gute wahl, für professionelle kontrabasisten oder jemanden mit recht hohen ansprüchen ist er nichts, dazu hat er zu viele mankos und man sollte dann doch eher zu einem teureren markenprodukt greifen, deren nachbau der EUB 500 ja ist, oder gleich einen richtigen Kontrabass anschaffen. anmerkung nach einem weiteren jahr spielzeit: hab den gutsten zu einigen unplugged-gigs gespielt. mit einem fäigen techniker am mischer kann man durchaus einen amtlichen, kontrabass-nahen sound erzeugen. doch nun wollte ich ihn heute mal wieder zu hause spielen und der abnehmer ist offensichtlich schon wieder hinüber... das nervt echt! also, wenn ihr nicht ständig ärger mit dem instrument haben wollt, dann kauft euch wohl doch besser was anderes!
Habe diesen Electric Upright Bass seit einigen Monaten und bin sehr zufrieden damit. Zunächst ist mal die Optik wirklich gelungen. Das Teil sieht elegant und wertig aus. Die Verarbeitung, insbesondere auch die Sunburst Lackierung, ist rundum gut. Einziger Wermutstropfen, die G-Stimmschraube ist bei mir schwergängig, im Gegensatz zu den anderen Stimmern, die butterweich arbeiten. Nun zum Sound: Trocken, also ohne Amp, klingt der Bass an sich schon recht gut, besonders das lange Sustain beeindruckt. Da macht sich wohl der schon verhältnismäßig große Korpus bemerkbar. Man kann also bereits unverstärkt bestens üben. Ursprünglich wollte ich entsprechend den Bauanleitungen im Internet den eingebauten Pre-Amp Sound verändern/verbessern und probierte alles mögliche aus, Korkplättchen etc. Am Ende bin ich bei der ursprünglichen Fassung geblieben also Verwendung des eingebauten Tonabnehmers ohne Veränderungen. Das klingt - jedenfalls bei mir - einfach am besten. Allerdings habe ich dafür eine ziemlich hohe Seitenlage eingestellt, so dass nichts scheppert und dröhnt. Der Sound ist eigenständig und bei Einsatz eines EQ im Sequenzer (und dafür nutze ich den E-Upright) oder Amp wirklich brauchbar. Mein "echter" Kontrabass klingt völlig anders. Aber mir gefällt auch der Sound dieses E-Basses, insbesondere lang angehaltene Töne. Angesichts des Preises lässt sich unterm Strich sagen: Gelungenes, schickes Gerät mit sehr guten Preisleistungsverhältnis.
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