Die meisten unserer 600 Mitarbeiter sind selbst Musiker und natürlich auch Kunden von Thomann.
Aus diesem Grund haben wir unsere Mitarbeiter eingeladen, Equipment zu bewerten, das sie sich selbst privat gekauft haben oder in ihrer eigenen Abteilung oft Kunden empfehlen bzw. verkaufen.
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Guild Gitarren sind nicht erst seit dem Woodstock Eröffnungssong durch Richie Havens weltbekannt. Seit der Firmengründung 1952 und der Übernahme durch Fender 1995 wurde die Produktion in USA immer wieder an andere Standorte verlegt. Seit dem Jahre 2008 produziert Guild in New Hartford, Connecticut. Die F-512 wurde in den späten 60ern als Guilds erste 12-saitige Jumbo entwickelt und gilt als eine der populärsten Guild Gitarren. Grund genug, auch meine Sammlung um eine Guild F-512 zu erweitern. Der Fairness halber sie angemerkt, dass ich zuvor schon andere 12-saitige Gitarren von Guild getestet habe, die mich aber allesamt nicht überzeugen konnten; weder akustisch, noch am Amp. Die F-512 befindet sich in punkto Material, Ausstattung und Preis am Ende der oberen Skala und gilt als Referenz im eigenen Hause. Nur feinstes Material kommt zum Einsatz: neben einer ausgesuchten Sitkafichtendecke, indischem Palisander für Boden und Zargen, Ebenholzgriffbrett und einem massiven 3-lagigen Mahagoni-Nuss Hals, verfügt die 12-saitige über ein aktuelles D-Tar Pickup System. Mit goldenen Gotoh Mechaniken, aufwendigen Perlmutt und Abalone Inlays und einer Gloss Lackierung in Antique Burst ist die Guild auch optisch ein echtes Highlight. Verarbeitung und Bespielbarkeit sind tadellos und eine bemerkenswert niedrige Saitenlage lässt müheloses Spielen auch auf den höheren Bünden zu. Allerdings ist der Koffer von eher durchschnittlicher Qualität und reagiert aufgrund der dünnen Kunstlederbeschichtung sprichwörtlich dünnhäutig auf Berührungen, wie sie beim Transport einfach unvermeidlich sind. Beim anschließenden Soundcheck habe ich die Guild F-512 gegen Martins Schlachtschiff, einer J12-40E, getestet. Die Guild klingt exzellent, produziert seidige Höhen, durchsetzungsstarke Mitten ohne aufdringlich zu sein und hat einen konzentrierten, straffen Bass - unverkennbarer Klang einer Guild. Im rein akustischen Vergleich und solo ohne Bandbegleitung, hatte dennoch die Martin für mich die Nase leicht vorn, da sie vor allem im Bassbereich noch etwas wärmer und insgesamt in Nuancen runder klingt. Dann folgte der "elektrische" Test an einem Fishman Solo Amp. Analog zur Martin können am D-Tar Wave Length Multi Source System der Guild sowohl Volumen als auch der Anteil des aktiven Piezo Tonabnehmers zum eingebauten Mikro eingestellt werden. Am Amp gespielt geht bei der F-512 buchstäblich die Sonne auf. Hierbei klingt die Guild fantastisch und einfach konkurrenzlos - Roger Hodgson und David Gilmour lassen grüßen. Im Vergleich zu Martins J12-40E ist die Guild am Amp gespielt einfach präsenter und kann sich letztlich auch im Klangbild besser durchsetzen. Auch eine später folgende Bandprobe bestätigte diese unschlagbaren Klangeigenschaften. Die Guild F-512 ist nicht nur bezogen auf ihre Ausmaße eine der ganz Großen. Wer seine 12-saitige auch auf der Bühne spielen möchte und den typischen Guild Sound der 80-er mag, findet mit der F-512 eine Gitarre fürs Leben. 100 Punkte - absolut empfehlenswert! Qualität hat natürlich wie immer seinen Preis - und der geht, angesichts dieser traumhaften 12-saitigen, durchaus in Ordnung. Danke wieder mal an die Gitarrenabteilung für die Unterstützung vor während der "Testphase"! Teser
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