Seit fast 30 Jahren spielt der große Meister der unerwarteten Klänge praktisch ausschließlich auf Strats, und so war es nur konsequent, dass Fender ihm ein Signature-Modell gewidmet hat. Dieses scheußlich-schöne grüne Teil hat Beck dann auch tatsächlich bei allen Gelegenheiten gespielt, bis es buchstäblich auseinander fiel.
Ein zweites Model wurde gebaut und nach einigen neuen Wünschen des Meisters verändert. So ist der Hals nun nicht mehr ganz so bedrohlich klobig wie beim grünen Vorgänger (man erinnert sich noch an Attribute wie ”baseballschlägermäßiges feeling”), die neuen Fender special design dual-coil ceramic NoiselessTM Pickups fanden Gehör, die neue Lackierung ist das wirklich schöne Olympic White.
Geblieben sind das Beck-typische Palisander-Griffbrett, das American Standard Tremolo und der Rollensattel, ohne den viele von Jeffs unglaublichen Vibrato-Tricks gar nicht möglich wären.
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Ich habe heute meine Jeff Beck Gitarre von Thomann erhalten. Tja, für mich als alten Gibson Les Paul Fan und Spieler sicher eine Umstellung, aber wenn man sich schon eine Stratocaster anschafft, dann soll es doch eine echte sein, oder? Und wie echt dieses Ding ist, Leute! Schon beim Auspacken sticht einem das urige Fender Tweed Case ins Auge, das unweigerlich an die goldenen 60er-70er Jahre erinnert. Dieses geöffnet und dann...! Das Werkzeug des Meisters der unerwarteten Klänge macht auf den ersten Blick einen ganz normalen, unspektakulären Standard-Stratocaster Eindruck. Aber der Schein trügt. Daß es sich hier um etwas ganz Besonderes handelt, beweist schon allein die Unterschrift des großen Gitarristen der alten Schule auf der Vorderseite der Kopfplatte. So, zuerst die Saiten gewechselt auf meinen 10-46 D`Addario Satz, bei der Gelegenheit gleich die Folien von den Pickguards vorne und hinten runter. Dann natürlich die Schrauben des Tremolos etwas anziehen. Also dieser Rollensattel in Verbindung mit den Locking Mechaniken ist einfach fantastisch. Kurz die Saite in Spannung ziehen, hinten zudrehen, etwas aufziehen und fertig. Nachdem ich das mit allen sechs Saiten gemacht hatte, staunte ich nicht schlecht, wie schnell die Saiten die Stimmung hielten. Zwei, dreimal nachgestimmt und die 440Hz waren nicht mehr kleinzukriegen. Auch lassen sich die Saiten so leicht ziehen, wie ich es bei einer Strat noch nie erlebt habe. Dann ging`s ab zum Amp. Mit meinem Engl Richie Blackmore unterzieht sich die Gitarre einem harten Test: Der Clean Sound muß bei einer Stratocaster einfach zuallererst stimmen. Die Noiseless Tonabnehmer nehmen nichts von dem urtypischen glasklaren Glockenklang weg, den wir von der Stratocaster gewohnt sind und immer erwarten. Dann der leicht angezerrte Kanal läßt die "Schöne Weisse" schon mal warm werden, und der Lead Sound versetzt einen zurück mitten in die Endphase von Woodstock hinein. Die Gitarre ist mit Abstand die geilste Stratocaster, die ich je in Händen halten durfte, und jetzt gehört sie mir!!! Es lohnt sich immer, ein Signature Modell zu kaufen, weil die großen Gitarristen niemals ihrn Namen für etwas mittelmässiges hergeben würden. Und was das Preis-Leistungsverhältnis betrifft: Mein allerhöchstes Kompliment an das Thomann-Team. Ich habe mir in den letzten Monaten schon einige Gitarren bei Euch gekauft, und immer das Beste vom Besten bekommen. Alles Gute für die Zukunft! Ach ja, schönen Gruß auch an meinen alten Freund Patrick Cox von Harry "ZZ Top" aus Innsbruck. Rock On! Harry ZZ
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