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Erstmal die 2 Punkte, die mich wirklich positiv überrascht haben: 1. Akustik-Sound Akustik-Gitarren klingen richtig gut. Wenn die Akustik-Gitarre von Haus aus schon eine gute Klangbalance hat, kommt die "Pure Amp"-Stellung zum Einsatz. Ansonsten kan man mit den Voicing-Features auch noch einiges hinbiegen. Und mit dem "String Dynamics"-Regler, der für meine Ohren so etwas wie ein Kompressor für hohe Frequenzen ist (vermutlich mit ein bisschen digitaler Modelling-Alchemie dabei), kann man den Piezo-typischen harten, zirpigen Anschlagssound etwas mindern. Man hört viele Details - plötzlich fällt einem z.B. auf, dass man die alten Saiten auf der Gitarre schon längst hätte wechseln sollen. Und die neuen Saiten klingen dann auch entsprechend brilliant. Dabei klingt der Verstärker aber nicht grell, sondern ausgewogen. 2. Gewicht Das Teil ist wirklich unglaublich leicht. Ich hatte fest damit gerechnet, dass diese Leichtbauweise sich negativ auf den Bass-Klang auswirken würde, aber mir ist nichts Negatives aufgefallen. Negativ ist mir aufgefallen, dass sich die Knöpfe sehr leicht verdrehen lassen. Man muss nur aus Versehen an einem Knopf vorbeistreichen, und schon hat er sich verstellt. Deshalb der Punktabzug bei Verarbeitung und Bedienung. Benutzung im Alltag Die Feedback-Unterdrückung funktioniert, beeinflusst aber auch den Klang/Frequenzgang (geht ja auch gar nicht anders). Im Bühneneinsatz habe ich die Feedback-Unterdrückung aber noch nie gebraucht. Die Effekte sind zwar nett, aber auch ein bisschen unflexibel. Das war mir aber vor dem Kauf schon klar. Es ist ja schließlich ein Verstärker, kein Effektgerät. In der Praxis nutze ich den Hall, und alle anderen Effekte kommen vom externen Effektgerät. Die Phantomspeisung im zweiten Kanal ist zwar vermutlich hauptsächlich für den Anschluss eines Mikrofons gedacht, lässt sich aber auch prima nutzen, um damit Tonabnehmer-Vorverstärker (z.B. von L.R. Baggs) mit Strom zu versorgen. Auch so kann man zwei Gitarren gleichzeitig anschließen. Röhrenverstärer-Sounds Noch ein Wort zu den Röhrenverstärker-Sounds für E-Gitarren: Aus meiner Sicht erstaunlich gut gelungen. Man hat 3 verschiedene Grund-Sounds gleich mit dabei. Kleine Anekdote dazu: Ich ließ bei der Probe meinen Marshall JTM 30 2x10 Röhrenverstärker zu Hause und nahm den Acoustasonic, und die Kollegen meinten, wieso die E-Gitarre plötzlich so frisch klänge. Achtung: Der String Dynamics-Regler wandelt sich in einen Kompressor, wenn man einen E-Gitarren-Sound auswählt. Das führte bei mir schon öfter zu kurzzeitiger Verwirrung - bis ich merkte, wer da an meinem Sound rumpfuschte, und den Regler wieder auf Linksanschlag zurückstellte. Auf der Bühne 2 verschiedene Gitarren am linken Kanal zu betreiben, vermeide ich, weil man einfach zu viele Knöpfe verstellen muss, um von einem Sound zum nächsten zu kommen. In der Praxis nutze ich die 3 E-Gitarren-Sounds daher nicht. Ich erzeuge die E-Gitarren-Sounds mit einem Boden-Multieffektgerät inkl. Amp-Modelling und gehe damit direkt in den rechten Kanal des Acoustasonic. Das ist für mich auf der Bühne super, weil ich nur noch einen Verstärker für 2 Gitarren brauche. Durch einen kleinen Fuss auf der Rückseite des Verstärkers kann man den Verstärker Richtung Ohren kippen. Das sollte man auch unbedingt tun, denn das Horn strahlt halt Horn-typisch gerichtet ab. Durch den Fuss spart man sich das Mitschleppen eines Verstärker-Ständers. Fazit: Ich würde ihn wieder kaufen.
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