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Vor einigen Jahren machte ich den Fehler, meinen Korg MS-10 zu verkaufen, was in meinem Setup eine Lücke hinterließ, die ich jetzt mit dem Dark Energy wieder schließen kann. Ein auf den ersten Blick spartanisch ausgestattetes Instrument, welches jedoch ab der ersten Minute durchgehend Spaß macht, was sowohl die Bedienung als auch den Sound betrifft. Durch die Patchmöglichkeiten werden die Anwendungen noch vielseitiger, besonders wenn man noch ältere Synthies mit CV/Gate-Steuerung hat. Mit der Zeit werde ich mir wohl ein kleines Modular-System um den Dark Energy herum aufbauen... Nachtrag: Eine der Anwendungen ist die Steuerung der Modulation des EHX Memory Boy Analog Delay durch eine Steuerspannung des Dark Energy, z.B. Mod.Speed durch die Envelope kontrolliert oder tonhöhenabhängig durch CV. Da der Memory Boy an seinem Expression-Pedal-Input Spannungen von 0-5V verarbeitet, ist das kein Problem. Der Experimentierlust steht kaum etwas im Weg; wie wär's mit anschlagsgesteuerter Delay-Depth oder der LFO des Dark Energy kontrolliert den LFO der Chorus-Modulation des Delays oder...?
Dieser Synth ist genial. Habe ihn erhalten und gleich einmal ausprobiert- für mich als Virtuell-Analog-Synth-Benutzer war der Sound richtig erschreckend ;) Analoge Wucht³ und das aus nur 1 Oszillator. Die Sound-Shaping-Möglichkeiten sind allerdings weit mehr, als es zuerst scheint. Mit dem Oszillator-Grundsound kann man nämlich so einiges machen, von einfacher Pulsbreitenveränderung (und Modulation) bishin zu Frequenzmodulation ist alles möglich. Auch der 24db-Lowpass Filter klingt sehr gut, der Resonanzregler lässt den Filter voll aufgedreht eigenschwingen, durch Aktivierung der Track-Funktion auf "Full" lässt sich der Filter damit als Sinus-Oszillator annähernd tonal spielen. Das Ding besitzt 2 LFOs, die identisch aufgebaut sind. LFO1 lässt sich per Patchkabel (mitgeliefert) verschalten, dadurch erreicht man echt abgedrehte Sounds! Soweit zu den Funktionen. Klingen tut der DarkEnergy wie erwähnt gewaltig, vorallem für die geringe Größe. Den Grundsound würde ich als eher "rau" und "unberechenbar" beschreiben, daher eignet sich der Synth eher als Lead, Bass und FX-Sound-Lieferant als für Pads oder Sphärische Klänge, obwohl auch das möglich ist- das Resultat ist dann in gewisser Weise wieder recht eigentümlich, weswegen es sich sicherlich lohnt, ihn mal für Pads oder Soundscapes einzusetzen. Die Verarbeitung ist top, es ist mein erstes Doepfer-Produkt, die versprochene Qualität wurde zu 99,9% eingehalten. Die 0,01% gehen an die Holzseitenwände, die leicht schief sind, daher wackelt er ein bisschen. Papier 3 mal gefaltet, untergelegt und gut is, also nicht wirklich dramatisch. Die Potis und Schalter sind top, die Bedienungsanleitung leicht verständlich und dennoch ausführlich. Der Packungsinhalt wirklich fett- alles was man braucht, um sofort loszulegen: USB-Kabel, Stromkabel, Miniklinke auf Große Klinke- Kabel und 2 Patchkabel! Ich war wirklich positiv überrascht, den meisten Geräten liegt heutzutage nichtmal mehr ein USB-Kabel bei. Fazit: Für alle, die roughen Analog-Sound wollen und dabei auf ihr Budget achten müssen, ist dieser Synth genial! Kann ihn nur weiterempfehlen. =)
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