Videoblog

BANDINTERVIEW: HANNAH KOEPF

15.11.2010

Musikvideo und Interview mit Hannah Köpf

 
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Interview:

Mit deinem aktuellen Album "Stories Untold" (Double Moon, 2010) und einer großen Band bist du seit September 2010 und noch bis Ende Mai 2011 auf Deutschlandtour. Wie läuft es bisher? Gibt es schon Highlights und Erinnerungen die haften bleiben werden?

HANNAH KÖPF: Es ist toll, endlich die Songs des Albums einem breiteren Publikum vorstellen zu können. Bis jetzt waren die Konzerte immer ein voller Erfolg.


Erzähl uns die wichtigsten Stationen auf dem Weg zu deinem Debütalbum?

HANNAH KÖPF: Als ich nach meinem Studium in Amsterdam nach Köln gezogen bin, habe ich mir zunächst die Musiker zusammengesucht mit denen ich meine Songs ausprobieren wollte. Nach und nach entstanden immer mehr Songs und wir sind zu einer Band zusammengewachsen. Dann ging es ab ins Studio, in dem die Songs noch mit verschiedenen Gastmusikern (z.B. einem Streichquartett) verfeinert wurden. Mit dem fertigen Produkt bin ich dann auf Labelsuche gegangen und sehr froh, dass ich bei "Jazz Thing Next Generation/Double Moon Records" gelandet bin!


Wie würdest du deine Musik jemandem beschreiben, der mit Schubladen wenig anfangen kann, aber trotzdem Orientierung braucht? Die Diversifikation der Stile ist ja mittlerweile schwer überschaubar, oder?! Pop, Jazz, Easy Listening - was machst du konkret?

HANNAH KÖPF: Meine Musik ist eine Mischung aus Jazz, Pop und klassischen Singer/Songwriter-Elementen. Die Stücke sind songmässig aufgebaut, aber es bleibt auch viel Raum für Improvisation für die fantastischen Solisten meiner Band.


Wie bist du zum Jazz gekommen? Was macht die Faszination aus?

HANNAH KÖPF: Eigentlich fing es mit einem Mixtape meiner damaligen Gesangslehrerin an. Dort lernte ich Ella Fitzgerald, Nina Simone, Chet Baker, Bobby McFerrin und Rickie Lee Jones kennen und fing Feuer für den Jazz. Im Studium wurde diese Leidenschaft gefüttert und ich fing auch an Instrumental-Jazz zu schätzen. Maria Schneider, Brad Mehldau, aber auch Bill Evans, Louis Armstrong oder John Coltrane faszinierten mich.


Der als Video ausgekoppelte Song "What Mama Said", die saubere Produktion und deine vielköpfige Band - das schaut schon alles sehr professionell aus bei dir! Wie hast du trotzdem den Weg zu c-tube gefunden, wo viele der Bands und Künstler gerne da wären, wo du schon bist?

HANNAH KÖPF: Eine Freundin und Kollegin hatte auch mal an eurem Videovoting teilgenommen und daran erinnerte ich mich, als das Video fertig war. Hier hat man die Chance seine Musik auch mal einem anderen Publikum außer dem ?Jazz-Publikum? vorzustellen.


Wie groß ist das Hannah Köpf-Team insgesamt? Management, Bookingagentur, Verlag, Webdesigner und Sozial Communities - wer macht was auf dem Weg zum großen Erfolg?

HANNAH KÖPF: Bis jetzt bin ich Manager, Künstler und Booker in einem, was sehr viel Arbeit macht. Das würde ich gerne irgendwann mal komplett abgeben. Ich bekomme Unterstützung von der Agentur Cubus Music in Sachen Promotion und Booking. Meine Webseite wurde erstellt von Liluc Design, die in Amsterdam sitzen. Auch mein Label unterstützt mich, wo es kann.


Mit welchen Netzwerken arbeitet ihr eng zusammen? Wie sieht diese Zusammenarbeit konkret aus? Was kannst du von den dort gesammelten Erfahrungen auch anderen Nachwuchsmusikern empfehlen?

HANNAH KÖPF: Eigentlich nutzen wir hauptsächlich myspace und Facebook, um auf Konzerttermine und andere Neuigkeiten hinzuweisen.


Und wie näherst du dich einem Song an? Wie entsteht eine typische Hannah Köpf-Komposition?

HANNAH KÖPF: Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal fällt mir eine Melodiephrase ein, die ich dann versuche in einen harmonischen Kontext zu betten. Ich wurde auch schon von bestimmten Lebensereignissen oder Dingen mit denen ich mich gerade beschäftigte zu einem Text inspiriert und habe die Musik drumherum gebaut. Es gibt auch Songs bei denen mir eine harmonische Abfolge oder ein Riff am Klavier eingefallen ist, aus dem ich dann ein ganzes Lied gemacht habe.


Welches Equipment kommt bei dir zum Einsatz? Bitte nimm uns mit auf einen Rundgang durch euren Probenraum/durch euer Studio?

HANNAH KÖPF: In der Regel sind mein Neumann KMS 105 und mein AER Alpha Verstärker meine wichtigsten Wegbegleiter. Für größere Auftritte benutze ich das Mischpult EFX 8 von Soundcraft und die Aktivboxen SRM450 von Mackie. Beim komponieren und arrangieren von Songs arbeite ich mit Cubase und einer Mbox2 Mini von digidesign.


Du hast seit der Gründung der Band 2007 auf zahlreichen Jassfestivals gespielt konntest mit ihr bei einigen Wettbewerben für beachtliche Erfolge erzielen. Was fehlt euch eventuell noch, um einen solchen Wettbewerb auch mal für euch entscheiden zu können?

HANNAH KÖPF: Ich glaube, dass wir eine Band sind, die stilistisch schwierig einzuordnen ist. Es ist kein reiner Jazz und auch kein Pop. Da die Wettbewerbe aber hauptsächlich auf Jazz ausgerichtet waren, schätze ich, dass wir nicht "jazzig" genug waren. Dass wir trotzdem aus so vielen Bewerbern für die Endrunden ausgewählt wurden, ist für mich aber eigentlich schon Erfolg genug!


Der aktuelle Clip "What Mama Said" hat auf c-tube ganz hervorragende Kritiken bekommen. Erzähl uns bitte alles über diesen Clip mit den vielen Kids...

HANNAH KÖPF: Die Idee zu dem Video habe ich zusammen mit einer Freundin, der hervorragenden Regisseurin und Kamerafrau Nathalie Schulten, entwickelt und ausgearbeitet. Das ganze Video sollte sich in einem Klick-Fernseher abspielen, durch das mein "Mini-Me" verschiedene Situationen beobachtet. Sie ist die Tochter einer guten Freundin von mir. Die anderen Kids habe ich quasi an meiner Musikschule, an der ich als Gesangslehrerin arbeite, gecastet. Es hat großen Spaß gemacht, mal etwas ganz anderes auszuprobieren und in diese mir bis dahin fremde Filmwelt hinein zu schnuppern. Das ganze Team um Nathalie Schulten hat dabei hervorragende Arbeit geleistet!


Zum Abschluss: Hannah Kopfs Top3-Tipps, um als Musikerin, Frau und Mutter ein glückliches Leben zu führen...

HANNAH KÖPF: 1) Immer positiv bleiben, sich an Erfolgen erfreuen und nach Rückschlägen wieder aufstehen. 2) Immer am Ball bleiben und sich neue Ziele setzen. 3) Genießen, dass man mit dem was man am liebsten macht, sein tägliches Brot verdienen kann.


LINK:
c-tube Profil von HANNAH KÖPF

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