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BANDINTERVIEW: MARTIN KILGER

11.11.2009

Musikvideo und Interview mit Martin Kilger

 
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Interview:

Wie setzt sich dein Equipment zusammen, was verhilft dir zu deinem Sound?

Martin Kilger: Am wichtigsten ist für mich ein anständiger Piano- und E-Piano-Sound. Im Studio konnte ich mit einem Flügel, einem Fender Rhodes und Wurlitzer arbeiten, teilweise auch mit dem Korg M388. Dieses E-Piano ist mein Favourit für anständige Sounds und verfügt über eine wirklich gute Tastatur. Die übrige Arbeit erarbeite ich mir dann mit dem Programm Logic auf einem Macbook Pro.


Bitte führ uns einmal verbal in deinen Sound ein.

Martin Kilger: Es ist ein markanter Vocalsound, ergänzt durch Piano und Rhythmus. Darum geht es bei mir musikalisch. Der Text nimmt rund 50% des Ganzen ein, der Sound ist durch Beat & Keys bestimmt. Natürlich kommt man bei einer Produktion nicht um fette Gitarren und Basssounds herum. All das ergibt das runde Gesamtwerk und schließlich meinen eigenen Sound.


Umreiße bitte deinen bisherigen Werdegang als Musiker...

Martin Kilger: Ich habe zunächst das Schlagzeugspielen gelernt. Später bin ich auf Keys und Vocals umgestiegen. Als Jugendlicher habe ich in so manchen Bands gespielt. Ich habe auch schon eigene Songs geschrieben, damals noch in englischer Sprache. Später wurde es ernst. Ich habe mich irgendwann entschieden, nur noch Musik zu machen. Daran habe ich alles andere ausgerichtet. Mit der Zeit kam die Spielfreude und Musik heraus, wie ich sie mir letztlich vorgestellt habe.


Du hast schon einige Veröffentlichungen realisieren können. Welche Schwierigkeiten hattest Du dabei zu meistern?

Kilger: Ich kann sie nicht alle aufzählen. Das Schwierigste ist, immer die Fahnen hochzuhalten. Auch bei Rückschlägen muss das so sein. Bei unserer letzten Albumveröffentlichung "Leicht", haben wir nur Absagen der Majorlabels bekommen. Also mussten wir selbst ein Label gründen, uns das Know How aneignen. Wir haben unseren Titelsong in die Charts gestemmt und sind so dann doch an einen Majordeal gekommen. Damit haben sich allerdings auch gleich die nächsten Schwierigkeiten aufgetan. Ein Major ist starr und zäh. Viele Musiker scheitern an den bürokratischen und unverständlichen Umständen auf dem Musikmarkt.


Planst Du deine Zukunft als Berufsmusiker?

Kilger: Ja, es geht immer weiter.


Wie realistisch ist es heutzutage das zu bewerkstelligen?

Kilger: Es ist nicht sehr realistisch, aber auch nicht unmöglich. Man muss viel üben, sollte sich nicht von seinen Ideen abbringen lassen und hoffen, dass man auch verstanden wird. Dann kann man es schaffen. Man darf nicht aufgeben!


Mittlerweile hast Du schon für einige namenhaften Künstler auf Tour eröffnet. Wie kam es dazu?

Kilger: Die Söhne Mannheims haben mir viele Wege eröffnet. Ich war früher Techniker und später Subkeyboarder bei Ihnen. Deshalb hatte ich auf der vergangenen Tour die Möglichkeit zu supporten. Bei Joe Cocker war es der Erfolg mit dem Song "Leicht". Allerdings musste ihm dazu auch das Album gefallen. Das hat es auch. :-)


Erzähl uns von deinen schönsten Tourerlebnissen, da dürfte sich einiges angehäuft haben?

Kilger: Ich werde die Söhne Mannheims Supporttour nie vergessen. Wir sind im Ford Transit durch ganz Deutschland getourt. Beim ersten Konzert hatte ich Brechreiz vor Aufregung. Beim Dritten Konzert habe ich gemerkt: hier geht was. Und ab diesem Moment habe ich es einfach nur genossen. Das war das schönste Tourerlebnis, zu merken, dass meine Musik funktionieren kann. Klischeeerlebnisse wie Hotelzimmer verwüsten und im Backstage mit mehreren Frauen gleichzeitig schlafen habe ich leider nicht in petto. Aber das Tourleben kann auch so aufregend sein.


Siehst Du die vielen Toursupport Einsätze eher als Chance oder als Fluch? Schnell wird die Schublade vom ewigen Support geöffnet.

Kilger: Es war genau das Richtige für das vergangene Album. In der nächsten Runde soll es auch ohne große Supports funktionieren. Deshalb haben wir diesmal zur Album Veröffentlichung eine kleine, aber feine eigene Tour geplant.


Wie bist Du auf c-tube aufmerksam geworden?

Kilger: Ich bin über Franky Ziegler von Panik auf c-tube aufmerksam geworden. Mit ihm habe ich auch musikalisch schon ein paar Tracks, und auch eine Tour gemacht. Er sitzt ja auch in der c-tube jury.


Was versprichst Du dir von der Präsenz auf c-tube?

Kilger: Die Plattform ist immer up to date. Sie ist ein gutes Tool für die Präsentation von Videos. Ich stelle meine Clips nicht auf vielen Plattformen zu Verfügung, aber hier lohnt es sich. Alles ist gut sortiert Ein rundum schöne Sache.


Du hast bereits bei den c-tube Contests mitgemacht, den letzten sogar gewonnen. Wie hat dich das auf deinem Weg voran gebracht?

Kilger: Die gewonnen Studioaufnahmen haben mein Album um einen mir sehr wichtigen Song reicher gemacht. Das war echt ein Riesending. Und die Hörer bekommen jetzt einen Song mehr. So hat sich das Voten also gelohnt :-). Die Aufnahmen in den Hansastudios waren eine richtig gute Erfahrung. Dort findet sich ein tolles Team um René Renefeld, und ein großartiges Studio mit einem guten Studiogeist.


Zu deinem Sieg haben dir die vielen Fans verholfen die Du mobilisieren konntest. Wie wichtig ist ein Online-Streetteam heutzutage?

Kilger: Ich halte die Online-Community für extrem wichtig. Über die Jahre hat sich das bei uns immer weiter entwickelt. Dadurch sind die Fans immer am Start wenn es um Votings geht. Oft sind das die Türöffner zu einigen Plays in den Radiostationen. Und wenn ich schon darüber schreibe, sage ich an dieser Stelle: DANKE!


LINK:
c-tube Profil von MARTIN KILGER

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