Stellt uns euer Equipment vor! Was verhilft Orphan Hate zum typischen Sound?
ORPHAN HATE: Sina singt über ein Shure Funke SM 58. Das Mikrofon kann ihrem Druck in der Stimme definitiv standhalten, was viel wert ist. Jan spielt einen Hughes und Kettner Bass Base 600. Alternativ setzt er auch schon mal einen Yamaha Bass TRB 2 ein. Unterstützt wird er dabei durch das SWR Goliath 3 / 4x10. Sein Traum wäre es künftig den Hartke-HA 5500 zu spielen. Bei Marcus an der Gitarre kommt die LABOGA Mr. Hector mit der LABOGA "Premium" Box 4x12 zum Einsatz. Hinzu kommt ein MAYONES Setius GTM-7 "Rooky" Custom GI VGS Screech Pro und das Digitech GSP 1101. Unser zweiter Gitarrist Alex spielt eine LANEY VH 100 R und verwendet IBANEZ RG Z-STRINGs. Für den Sound verantwortlich zeigt sich hier die MARSHALL JCM 900BOX, unterstützt vom BOSS GT 8. Kommen wir nun zu Schlagzeuger Mathias: Er spielt über ein PEARL MRX Double Bass Set. Er verwendet EVANS Felle und ein IRON COBRA PEDAL. Das ganze wird ergänzt durch 2002 PAISTE CYMBALS "Medium" und SABIAN HI-HAT CYMBALS.
Eine Band kann ihren euren Sound am besten selbst beschreiben - tut das doch mal bitte für uns!
ORPHAN HATE: Wir versuchen unseren Sound sehr modern und fett klingen zu lassen. Das wird uns vor allem bei den Live-Auftritten immer wieder bestätigt. Wir orientieren uns dabei natürlich etwas an dem Sound unserer musikalischen Helden, jedoch haben wir in den letzten Jahren auch einen eigenen charakteristischen Klang entwickeln können. Das verdanken wir auch dem Umstand, dass mit Marcus auch ein sehr fähiger Menschen an den Studio- Knöpfen sitzt.
Die Metal-Szene gilt als recht eingeschworen - Fans sind meist sehr treu und kaufen auch in musikwirtschaftlich schweren Zeiten mehr Platten als andere. Wie schwierig ist es Als Band in der Szene anerkannt zu werden, sich Zugang zu verschaffen?
ORPHAN HATE: Es ist nicht sehr leicht als Band mit einer etwas anderen "Variante" des Metal auf Anhieb anerkannt zu werden. Da es auch im Metal das so oft zitierte Schubladendenken gibt, hat man es schwer sich zwischen den Stilen zu bewegen, so wie wir es tun. Wir wollen uns nicht vorschreiben lassen, was wir für Musik machen sollen, um Anerkennung zu bekommen. Wir machen das, was uns eben gefällt, und das findet auch gerade bei jungen Fans mehr Anerkennung als früher. Unser Durchhaltevermögen macht sich diesbezüglich bezahlt. Da sind dann Fans, die uns seit Jahren treu sind und unsere CDs und Shirts kaufen. Darauf sind wir sehr stolz und den Jungs und Mädels wirklich dankbar.
Entdeckt ihr dann und wann erstaunte Blicke, wenn Zuschauer euch zum ersten Mal sehen und erkennen, dass da eine Frau am Mikrofon ist?
ORPHAN HATE: Oh ja, es gibt immer noch irritierte und bewundernde Blicke. Erst letztes Wochenende hatten wir so einen Fall. Das ist immer ganz witzig, gerade beim Soundcheck, wenn die männlichen Sängerkollegen noch nicht ahnen was da auf sie zukommt. Es wird aber schon seltener, da sich inzwischen immer mehr Frauen am Mikro etablieren und den Männern diesbezüglich in nichts nachstehen.
Wie kam es dazu, dass Orphan Hate female fronted ist? War das von Anfang an beabsichtigt?
ORPHAN HATE: Dass bei ORPHAN HATE eine Frau am Mikro steht war eigentlich reiner Zufall. Als wir nach der Trennung von unserem alten Sänger jemand neuen suchten, schalteten wir mehrere Anzeigen und schauten uns einige Sänger an. Aber es war niemand dabei, der uns richtig überzeugte. Jan meinte, er hätte vor Jahren mal eine Band mit einer Sängerin gesehen, die Ihn umgehauen hat und diese suchte er dann im Internet. Wenig später sang Sina bei uns vor und wir waren einfach nur platt. Da war eigentlich alles klar!!
Erzählt uns mal von eurer aktuellen Platte!
ORPHAN HATE: Die aktuelle Platte "BLINDED BY ILLUSIONS" ist quasi in der Zeit des Kennenlernens von uns Bandmitgliedern entstanden. Wir haben uns für die Platte sehr viel Zeit gelassen, da wir uns auch erst mit den neuen Musikern einspielen mussten. Jeder hat dann seine Vorstellungen von Sound und Songs eingebracht und so ist unser von der Presse doch sehr positiv bewertetes Debütalbum entstanden. Textlich sind wir jedoch relativ weit entfernt von den blutrünstigen Horrorszenarien anderer Metal Bands. Wir bewegen uns eher in den alltäglichen, realen Abgründen des menschlichen Lebens. Das kann manchmal noch viel gruseliger sein.
Ihr habt ein kleines Berliner Label im Rücken, wie kam es zu der Zusammenarbeit?
ORPHAN HATE: Wir haben eine Vielzahl von Bewerbungen an die etablierten und weniger etablierten Labels geschickt, aber niemand zeigte großartiges Interesse an uns. Es waren gute Rückmeldungen dabei, doch keines wollte das "heiße Eisen" schmieden. Über drei Ecken wurden dann die Jungs von Plainsong Records auf uns aufmerksam. Sie haben uns keine Luftschlösser gebaut, jedoch zugesichert uns bei unserer ersten Platte finanziell und fachlich zu unterstützen. So wurde die Platte dann in Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Läden gestellt. Allein, und selbstfinanziert, wäre das unmöglich gewesen.
Was bringt ein Label heutzutage noch für eine Band, außer dass sie die Vertriebswege nutzen kann?
ORPHAN HATE: Ein kleines Label hat natürlich nicht die finanziellen Möglichkeiten, die die ganz großen Labels haben. Aber Plainsong Records haben uns mit einem guten Netzwerk und einer nötigen Portion Know-How unter die Arme gegriffen. Das betrifft die CD- Pressung, Werbung und den Vertrieb. Das ist ja für eine Band schon sehr viel wert. Nicht zu unterschätzen ist auch die personelle Unterstützung, denn so kümmern sich im besten Falle mehrere Leute um die notwendigen Aufgaben. Ohne dies hätten wir es mit dem Album nicht in die Läden geschafft. Wichtig ist auch noch ein Musikverlag, den wir uns extra gesucht haben, um die Fragen der GEMA und GVL Einnahmen zu klären. Unserer Ansicht nach sind viele verschiedene, engagierte Instanzen, wie Label, Verlag, Bookingagentur, Management und Promotionteam wichtig, um auch bei einem kleinen Budget maximale Ergebnisse zu erzielen. Aus der Sicht der kleinen Labels wird es sicher immer schwieriger werden, sich auf lange Sicht zu finanzieren, wenn sie sich nur auf die Einnahmen aus CD-Verkäufen stützen. So setzt sich immer weiter durch, dass Labels auch an Merchandise-, Tantiemen- oder Live-Einnahmen beteiligt werden wollen. Dies sollte man jedoch mit Vorsicht genießen und genau hinschauen, für wen man seine Haut zu Markte trägt.
Bei c-tube seid ihr bereits in aller Munde und habt euch einige Aufmerksamkeit erspielt. Wie seht ihr die Entwicklung von Musik im Web 2.0?
ORPHAN HATE: Erstmal waren wir sehr überrascht über den Anklang, den wir bei c-tube erhalten haben. Zumal sich immer mehr gute Videoproduktionen und Bands dort tummeln. Die Entwicklung des Web 2.0 ist von zwei Seiten zu betrachten. Zum einen war es bisher nie so einfach auf sich aufmerksam zu machen und Musikfans billig und schnell in der ganzen Welt zu erreichen auch ohne große Labels oder Vertriebe. Zum anderen ist es noch nie so schwer gewesen mit der Musik Geld zu verdienen. Durch die stetig wachsende Zahl an jungen Bands und den damit verbundenen unterschiedlichen Genres und eben auch der Möglichkeit für jede dieser Bands sich im Internet zu präsentieren, kommt es hier wieder darauf an nicht mit der Musik, sondern mit einer ausgeklügelten Marketingstrategie und neuen Ideen zu punkten. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Etablierte Labels oder Musikagenturen mit genügend finanziellen und personellen Mitteln werden sich auch hier durchsetzen, auch wenn die Majors aufgrund Ihrer Strukturen nur sehr langsam auf den sich ändernden Musikmarkt reagieren können.
Für uns ist es wichtig die Metal Fans zu erreichen und das schaffen wir dank c-tube, MySpace etc.! Wohin diese Entwicklung führen wird, und ob wir unsere nächsten Alben immer noch in Form von CDs verkaufen, oder nur noch zusammen mit T-Shirts und darin eingenähtem Download-Code, bleibt abzuwarten. Wir hoffen jedoch auch diese Hürde zu nehmen und bedanken uns bei c-tube für die bisherige Unterstützung!
Stellt uns euer Equipment vor! Was verhilft Orphan Hate zum typischen Sound?
ORPHAN HATE: Sina singt über ein Shure Funke SM 58. Das Mikrofon kann ihrem Druck in der Stimme definitiv standhalten, was viel wert ist. Jan spielt einen Hughes und Kettner Bass Base 600. Alternativ setzt er auch schon mal einen Yamaha Bass TRB 2 ein. Unterstützt wird er dabei durch das SWR Goliath 3 / 4x10. Sein Traum wäre es künftig den Hartke-HA 5500 zu spielen. Bei Marcus an der Gitarre kommt die LABOGA Mr. Hector mit der LABOGA "Premium" Box 4x12 zum Einsatz. Hinzu kommt ein MAYONES Setius GTM-7 "Rooky" Custom GI VGS Screech Pro und das Digitech GSP 1101. Unser zweiter Gitarrist Alex spielt eine LANEY VH 100 R und verwendet IBANEZ RG Z-STRINGs. Für den Sound verantwortlich zeigt sich hier die MARSHALL JCM 900BOX, unterstützt vom BOSS GT 8. Kommen wir nun zu Schlagzeuger Mathias: Er spielt über ein PEARL MRX Double Bass Set. Er verwendet EVANS Felle und ein IRON COBRA PEDAL. Das ganze wird ergänzt durch 2002 PAISTE CYMBALS "Medium" und SABIAN HI-HAT CYMBALS.
Eine Band kann ihren euren Sound am besten selbst beschreiben - tut das doch mal bitte für uns!
ORPHAN HATE: Wir versuchen unseren Sound sehr modern und fett klingen zu lassen. Das wird uns vor allem bei den Live-Auftritten immer wieder bestätigt. Wir orientieren uns dabei natürlich etwas an dem Sound unserer musikalischen Helden, jedoch haben wir in den letzten Jahren auch einen eigenen charakteristischen Klang entwickeln können. Das verdanken wir auch dem Umstand, dass mit Marcus auch ein sehr fähiger Menschen an den Studio- Knöpfen sitzt.
Die Metal-Szene gilt als recht eingeschworen - Fans sind meist sehr treu und kaufen auch in musikwirtschaftlich schweren Zeiten mehr Platten als andere. Wie schwierig ist es Als Band in der Szene anerkannt zu werden, sich Zugang zu verschaffen?
ORPHAN HATE: Es ist nicht sehr leicht als Band mit einer etwas anderen "Variante" des Metal auf Anhieb anerkannt zu werden. Da es auch im Metal das so oft zitierte Schubladendenken gibt, hat man es schwer sich zwischen den Stilen zu bewegen, so wie wir es tun. Wir wollen uns nicht vorschreiben lassen, was wir für Musik machen sollen, um Anerkennung zu bekommen. Wir machen das, was uns eben gefällt, und das findet auch gerade bei jungen Fans mehr Anerkennung als früher. Unser Durchhaltevermögen macht sich diesbezüglich bezahlt. Da sind dann Fans, die uns seit Jahren treu sind und unsere CDs und Shirts kaufen. Darauf sind wir sehr stolz und den Jungs und Mädels wirklich dankbar.
Entdeckt ihr dann und wann erstaunte Blicke, wenn Zuschauer euch zum ersten Mal sehen und erkennen, dass da eine Frau am Mikrofon ist?
ORPHAN HATE: Oh ja, es gibt immer noch irritierte und bewundernde Blicke. Erst letztes Wochenende hatten wir so einen Fall. Das ist immer ganz witzig, gerade beim Soundcheck, wenn die männlichen Sängerkollegen noch nicht ahnen was da auf sie zukommt. Es wird aber schon seltener, da sich inzwischen immer mehr Frauen am Mikro etablieren und den Männern diesbezüglich in nichts nachstehen.
Wie kam es dazu, dass Orphan Hate female fronted ist? War das von Anfang an beabsichtigt?
ORPHAN HATE: Dass bei ORPHAN HATE eine Frau am Mikro steht war eigentlich reiner Zufall. Als wir nach der Trennung von unserem alten Sänger jemand neuen suchten, schalteten wir mehrere Anzeigen und schauten uns einige Sänger an. Aber es war niemand dabei, der uns richtig überzeugte. Jan meinte, er hätte vor Jahren mal eine Band mit einer Sängerin gesehen, die Ihn umgehauen hat und diese suchte er dann im Internet. Wenig später sang Sina bei uns vor und wir waren einfach nur platt. Da war eigentlich alles klar!!
Erzählt uns mal von eurer aktuellen Platte!
ORPHAN HATE: Die aktuelle Platte "BLINDED BY ILLUSIONS" ist quasi in der Zeit des Kennenlernens von uns Bandmitgliedern entstanden. Wir haben uns für die Platte sehr viel Zeit gelassen, da wir uns auch erst mit den neuen Musikern einspielen mussten. Jeder hat dann seine Vorstellungen von Sound und Songs eingebracht und so ist unser von der Presse doch sehr positiv bewertetes Debütalbum entstanden. Textlich sind wir jedoch relativ weit entfernt von den blutrünstigen Horrorszenarien anderer Metal Bands. Wir bewegen uns eher in den alltäglichen, realen Abgründen des menschlichen Lebens. Das kann manchmal noch viel gruseliger sein.
Ihr habt ein kleines Berliner Label im Rücken, wie kam es zu der Zusammenarbeit?
ORPHAN HATE: Wir haben eine Vielzahl von Bewerbungen an die etablierten und weniger etablierten Labels geschickt, aber niemand zeigte großartiges Interesse an uns. Es waren gute Rückmeldungen dabei, doch keines wollte das "heiße Eisen" schmieden. Über drei Ecken wurden dann die Jungs von Plainsong Records auf uns aufmerksam. Sie haben uns keine Luftschlösser gebaut, jedoch zugesichert uns bei unserer ersten Platte finanziell und fachlich zu unterstützen. So wurde die Platte dann in Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Läden gestellt. Allein, und selbstfinanziert, wäre das unmöglich gewesen.
Was bringt ein Label heutzutage noch für eine Band, außer dass sie die Vertriebswege nutzen kann?
ORPHAN HATE: Ein kleines Label hat natürlich nicht die finanziellen Möglichkeiten, die die ganz großen Labels haben. Aber Plainsong Records haben uns mit einem guten Netzwerk und einer nötigen Portion Know-How unter die Arme gegriffen. Das betrifft die CD- Pressung, Werbung und den Vertrieb. Das ist ja für eine Band schon sehr viel wert. Nicht zu unterschätzen ist auch die personelle Unterstützung, denn so kümmern sich im besten Falle mehrere Leute um die notwendigen Aufgaben. Ohne dies hätten wir es mit dem Album nicht in die Läden geschafft. Wichtig ist auch noch ein Musikverlag, den wir uns extra gesucht haben, um die Fragen der GEMA und GVL Einnahmen zu klären. Unserer Ansicht nach sind viele verschiedene, engagierte Instanzen, wie Label, Verlag, Bookingagentur, Management und Promotionteam wichtig, um auch bei einem kleinen Budget maximale Ergebnisse zu erzielen. Aus der Sicht der kleinen Labels wird es sicher immer schwieriger werden, sich auf lange Sicht zu finanzieren, wenn sie sich nur auf die Einnahmen aus CD-Verkäufen stützen. So setzt sich immer weiter durch, dass Labels auch an Merchandise-, Tantiemen- oder Live-Einnahmen beteiligt werden wollen. Dies sollte man jedoch mit Vorsicht genießen und genau hinschauen, für wen man seine Haut zu Markte trägt.
Bei c-tube seid ihr bereits in aller Munde und habt euch einige Aufmerksamkeit erspielt. Wie seht ihr die Entwicklung von Musik im Web 2.0?
ORPHAN HATE: Erstmal waren wir sehr überrascht über den Anklang, den wir bei c-tube erhalten haben. Zumal sich immer mehr gute Videoproduktionen und Bands dort tummeln. Die Entwicklung des Web 2.0 ist von zwei Seiten zu betrachten. Zum einen war es bisher nie so einfach auf sich aufmerksam zu machen und Musikfans billig und schnell in der ganzen Welt zu erreichen auch ohne große Labels oder Vertriebe. Zum anderen ist es noch nie so schwer gewesen mit der Musik Geld zu verdienen. Durch die stetig wachsende Zahl an jungen Bands und den damit verbundenen unterschiedlichen Genres und eben auch der Möglichkeit für jede dieser Bands sich im Internet zu präsentieren, kommt es hier wieder darauf an nicht mit der Musik, sondern mit einer ausgeklügelten Marketingstrategie und neuen Ideen zu punkten. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Etablierte Labels oder Musikagenturen mit genügend finanziellen und personellen Mitteln werden sich auch hier durchsetzen, auch wenn die Majors aufgrund Ihrer Strukturen nur sehr langsam auf den sich ändernden Musikmarkt reagieren können.
Für uns ist es wichtig die Metal Fans zu erreichen und das schaffen wir dank c-tube, MySpace etc.! Wohin diese Entwicklung führen wird, und ob wir unsere nächsten Alben immer noch in Form von CDs verkaufen, oder nur noch zusammen mit T-Shirts und darin eingenähtem Download-Code, bleibt abzuwarten. Wir hoffen jedoch auch diese Hürde zu nehmen und bedanken uns bei c-tube für die bisherige Unterstützung!
Stellt uns euer Equipment vor! Was verhilft Orphan Hate zum typischen Sound?
ORPHAN HATE: Sina singt über ein Shure Funke SM 58. Das Mikrofon kann ihrem Druck in der Stimme definitiv standhalten, was viel wert ist. Jan spielt einen Hughes und Kettner Bass Base 600. Alternativ setzt er auch schon mal einen Yamaha Bass TRB 2 ein. Unterstützt wird er dabei durch das SWR Goliath 3 / 4x10. Sein Traum wäre es künftig den Hartke-HA 5500 zu spielen. Bei Marcus an der Gitarre kommt die LABOGA Mr. Hector mit der LABOGA "Premium" Box 4x12 zum Einsatz. Hinzu kommt ein MAYONES Setius GTM-7 "Rooky" Custom GI VGS Screech Pro und das Digitech GSP 1101. Unser zweiter Gitarrist Alex spielt eine LANEY VH 100 R und verwendet IBANEZ RG Z-STRINGs. Für den Sound verantwortlich zeigt sich hier die MARSHALL JCM 900BOX, unterstützt vom BOSS GT 8. Kommen wir nun zu Schlagzeuger Mathias: Er spielt über ein PEARL MRX Double Bass Set. Er verwendet EVANS Felle und ein IRON COBRA PEDAL. Das ganze wird ergänzt durch 2002 PAISTE CYMBALS "Medium" und SABIAN HI-HAT CYMBALS.
Eine Band kann ihren euren Sound am besten selbst beschreiben - tut das doch mal bitte für uns!
ORPHAN HATE: Wir versuchen unseren Sound sehr modern und fett klingen zu lassen. Das wird uns vor allem bei den Live-Auftritten immer wieder bestätigt. Wir orientieren uns dabei natürlich etwas an dem Sound unserer musikalischen Helden, jedoch haben wir in den letzten Jahren auch einen eigenen charakteristischen Klang entwickeln können. Das verdanken wir auch dem Umstand, dass mit Marcus auch ein sehr fähiger Menschen an den Studio- Knöpfen sitzt.
Die Metal-Szene gilt als recht eingeschworen - Fans sind meist sehr treu und kaufen auch in musikwirtschaftlich schweren Zeiten mehr Platten als andere. Wie schwierig ist es Als Band in der Szene anerkannt zu werden, sich Zugang zu verschaffen?
ORPHAN HATE: Es ist nicht sehr leicht als Band mit einer etwas anderen "Variante" des Metal auf Anhieb anerkannt zu werden. Da es auch im Metal das so oft zitierte Schubladendenken gibt, hat man es schwer sich zwischen den Stilen zu bewegen, so wie wir es tun. Wir wollen uns nicht vorschreiben lassen, was wir für Musik machen sollen, um Anerkennung zu bekommen. Wir machen das, was uns eben gefällt, und das findet auch gerade bei jungen Fans mehr Anerkennung als früher. Unser Durchhaltevermögen macht sich diesbezüglich bezahlt. Da sind dann Fans, die uns seit Jahren treu sind und unsere CDs und Shirts kaufen. Darauf sind wir sehr stolz und den Jungs und Mädels wirklich dankbar.
Entdeckt ihr dann und wann erstaunte Blicke, wenn Zuschauer euch zum ersten Mal sehen und erkennen, dass da eine Frau am Mikrofon ist?
ORPHAN HATE: Oh ja, es gibt immer noch irritierte und bewundernde Blicke. Erst letztes Wochenende hatten wir so einen Fall. Das ist immer ganz witzig, gerade beim Soundcheck, wenn die männlichen Sängerkollegen noch nicht ahnen was da auf sie zukommt. Es wird aber schon seltener, da sich inzwischen immer mehr Frauen am Mikro etablieren und den Männern diesbezüglich in nichts nachstehen.
Wie kam es dazu, dass Orphan Hate female fronted ist? War das von Anfang an beabsichtigt?
ORPHAN HATE: Dass bei ORPHAN HATE eine Frau am Mikro steht war eigentlich reiner Zufall. Als wir nach der Trennung von unserem alten Sänger jemand neuen suchten, schalteten wir mehrere Anzeigen und schauten uns einige Sänger an. Aber es war niemand dabei, der uns richtig überzeugte. Jan meinte, er hätte vor Jahren mal eine Band mit einer Sängerin gesehen, die Ihn umgehauen hat und diese suchte er dann im Internet. Wenig später sang Sina bei uns vor und wir waren einfach nur platt. Da war eigentlich alles klar!!
Erzählt uns mal von eurer aktuellen Platte!
ORPHAN HATE: Die aktuelle Platte "BLINDED BY ILLUSIONS" ist quasi in der Zeit des Kennenlernens von uns Bandmitgliedern entstanden. Wir haben uns für die Platte sehr viel Zeit gelassen, da wir uns auch erst mit den neuen Musikern einspielen mussten. Jeder hat dann seine Vorstellungen von Sound und Songs eingebracht und so ist unser von der Presse doch sehr positiv bewertetes Debütalbum entstanden. Textlich sind wir jedoch relativ weit entfernt von den blutrünstigen Horrorszenarien anderer Metal Bands. Wir bewegen uns eher in den alltäglichen, realen Abgründen des menschlichen Lebens. Das kann manchmal noch viel gruseliger sein.
Ihr habt ein kleines Berliner Label im Rücken, wie kam es zu der Zusammenarbeit?
ORPHAN HATE: Wir haben eine Vielzahl von Bewerbungen an die etablierten und weniger etablierten Labels geschickt, aber niemand zeigte großartiges Interesse an uns. Es waren gute Rückmeldungen dabei, doch keines wollte das "heiße Eisen" schmieden. Über drei Ecken wurden dann die Jungs von Plainsong Records auf uns aufmerksam. Sie haben uns keine Luftschlösser gebaut, jedoch zugesichert uns bei unserer ersten Platte finanziell und fachlich zu unterstützen. So wurde die Platte dann in Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Läden gestellt. Allein, und selbstfinanziert, wäre das unmöglich gewesen.
Was bringt ein Label heutzutage noch für eine Band, außer dass sie die Vertriebswege nutzen kann?
ORPHAN HATE: Ein kleines Label hat natürlich nicht die finanziellen Möglichkeiten, die die ganz großen Labels haben. Aber Plainsong Records haben uns mit einem guten Netzwerk und einer nötigen Portion Know-How unter die Arme gegriffen. Das betrifft die CD- Pressung, Werbung und den Vertrieb. Das ist ja für eine Band schon sehr viel wert. Nicht zu unterschätzen ist auch die personelle Unterstützung, denn so kümmern sich im besten Falle mehrere Leute um die notwendigen Aufgaben. Ohne dies hätten wir es mit dem Album nicht in die Läden geschafft. Wichtig ist auch noch ein Musikverlag, den wir uns extra gesucht haben, um die Fragen der GEMA und GVL Einnahmen zu klären. Unserer Ansicht nach sind viele verschiedene, engagierte Instanzen, wie Label, Verlag, Bookingagentur, Management und Promotionteam wichtig, um auch bei einem kleinen Budget maximale Ergebnisse zu erzielen. Aus der Sicht der kleinen Labels wird es sicher immer schwieriger werden, sich auf lange Sicht zu finanzieren, wenn sie sich nur auf die Einnahmen aus CD-Verkäufen stützen. So setzt sich immer weiter durch, dass Labels auch an Merchandise-, Tantiemen- oder Live-Einnahmen beteiligt werden wollen. Dies sollte man jedoch mit Vorsicht genießen und genau hinschauen, für wen man seine Haut zu Markte trägt.
Bei c-tube seid ihr bereits in aller Munde und habt euch einige Aufmerksamkeit erspielt. Wie seht ihr die Entwicklung von Musik im Web 2.0?
ORPHAN HATE: Erstmal waren wir sehr überrascht über den Anklang, den wir bei c-tube erhalten haben. Zumal sich immer mehr gute Videoproduktionen und Bands dort tummeln. Die Entwicklung des Web 2.0 ist von zwei Seiten zu betrachten. Zum einen war es bisher nie so einfach auf sich aufmerksam zu machen und Musikfans billig und schnell in der ganzen Welt zu erreichen auch ohne große Labels oder Vertriebe. Zum anderen ist es noch nie so schwer gewesen mit der Musik Geld zu verdienen. Durch die stetig wachsende Zahl an jungen Bands und den damit verbundenen unterschiedlichen Genres und eben auch der Möglichkeit für jede dieser Bands sich im Internet zu präsentieren, kommt es hier wieder darauf an nicht mit der Musik, sondern mit einer ausgeklügelten Marketingstrategie und neuen Ideen zu punkten. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Etablierte Labels oder Musikagenturen mit genügend finanziellen und personellen Mitteln werden sich auch hier durchsetzen, auch wenn die Majors aufgrund Ihrer Strukturen nur sehr langsam auf den sich ändernden Musikmarkt reagieren können.
Für uns ist es wichtig die Metal Fans zu erreichen und das schaffen wir dank c-tube, MySpace etc.! Wohin diese Entwicklung führen wird, und ob wir unsere nächsten Alben immer noch in Form von CDs verkaufen, oder nur noch zusammen mit T-Shirts und darin eingenähtem Download-Code, bleibt abzuwarten. Wir hoffen jedoch auch diese Hürde zu nehmen und bedanken uns bei c-tube für die bisherige Unterstützung!
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