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BANDINTERVIEW: A G TRIO

07.06.2012

Musikvideo und Interview mit A G Trio

 
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Interview:

Ich würde sagen: Clubcrash/Houseflash/Elektrosmog. Aber benennt ihr doch mal das Phänomen, das uns Menschen aus allen Wolken fallen lässt, sobald sie donnernde Sounds wittern?

A.G.TRIO: Nennt sich Musik, da wo wir herkommen :-)


Sounds, wie es die alte Elektro-Schule gelehrt hat! Nur, war das schon immer so? Man könnte sich gut vorstellen, dass bei dem einen oder anderen von Euch alles in einer Punkband anfing!

A.G.TRIO: Wir kommen musikalisch aus recht unterschiedlichen Richtungen. Eine Punk-Band war da allerdings nicht dabei. Aber man hört sicher in unserer Musik durch, dass wir viele Einflüsse darin verarbeiten und nicht vor Anleihen in anderen Genres zurückschrecken. Das zeichnet ja aber auch die Musikrichtung aus.


Da hat sich die Synergie ja wahrhaftig gelohnt: Drei Solokünstler, zwei Buchstaben und ein Trio! A.G. Trio, A.G steht übrigens für:?

A.G.TRIO: Aktiengesellschaft, Arbeitsgemeinschaft, ausgreifen, Adalbert Günther, Austrias Greatest, Arschgeigen - bitte einfach eins aussuchen.


Zwei von euch drehen an den Nippeln und der dritte im Bunde singt dazu! Konzept passt - die Leute gehen ab - der Wunsch jedes Künstlers, zu beobachten wie das eigene Werk von anderen zelebriert wird! Doch was sind das eigentlich für Nippel? Welches Equipment nutzt ihr?

A.G.TRIO: Wir verwenden live zum Teil anderes Equipment als im Studio, und auch die Aufgabenteilung beim Produzieren ist bei weitem nicht so streng wie auf der Bühne. Unser Live-Setup zielt darauf ab, die komplexen Stücke aus dem Studio so weit wie möglich live umzusetzen und dabei möglichst flexibel zu bleiben, Raum für Improvisation zu haben und trotzdem den Grundcharakter der Stücke zu erhalten. Dabei verwenden wir einen Mixer und ein Macbook mit Ableton Live als Herzstück und dazu diverse Controller und Effekte sowie noch einiges an Effekten für die Vocals.


Ganz offensichtlich waren es die richtige Nippel, die ihr gedreht habt - die richtigen Töne, die euer Midi-Keyboard gestöhnt hat. Parov Stelar und Dada Life ist vielen, zumindest in Berlin, ein Begriff. Wie kam es zur gelungenen Kooperation?

A.G.TRIO: Unser Remix für Parov Stelar war tatsächlich ein Gegen-Remix, den wir ihm schon lange geschuldet haben. Er hat nämlich einen Track unserer allererster Single "Zombies In The Disco" geremixed. Wir kennen uns schon lange, einfach weil wir aus derselben Stadt kommen. Über die Jahre hatten wir stets Kontakt und uns immer wieder ausgetauscht. Der Dada Life Remix war einfach nur ein Bootleg, den wir zunächst mal für uns selbst gemacht hatten.


Bei einer Veranstaltung des Künstlerkollektivs Backlab, hat sich das Trio zufällig bei einer Jamsession zusammengefunden. Für euch ist Backlab wohl seitdem mehr als nur ein Kollektiv. Erzählt uns mehr über Backlab!

A.G.TRIO: Backlab ist ein mittlerweile recht großes KünstlerInnenkollektiv aus Österreich. Das Ganze ist vor allem ein tolles Netzwerk und leistet jungen Menschen oft Starthilfe. Für uns ist es über die Jahre zum einen zu einer künstlerischen Heimat geworden, zum anderen versuchen wir natürlich auch etwas zurückzugeben.


"Countably Infinite featuring Mexx Zahradnicek", so heißt eure neue Release mit gleichnamigem Video. Beruhigende Kameraaufnahmen in Zeitlupe mit Rückwärtsgang. Bild und Ton passen perfekt zusammen. Wie setzt man aber so ein Storyboard um? Vor allem, wie viel musste animiert werden?

A.G.TRIO: Also zunächst müssen wir uns da bei Luzi Katamay und Christian Dietl bedanken, die mit ihrer Produktionsfirma LasGafas da ganz großartige Arbeit geleistet haben. Und genau an dieser Stelle müsste man jetzt eigentlich auch an diese beiden übergeben, wir sind recht froh dass wir neben der Musik nicht auch noch das Video machen mussten sondern dafür ein großartiges (und auch recht großes) Team hatten. Tatsächlich wurde das ganze Material On Location gedreht und dann noch weiterbearbeitet. Da das aufgrund des engen Zeitplanes noch im ausklingenden Winter passieren musste war den beiden Schauspielern, so wie dem ganzen Team, da sicher ordentlich kalt. Der Rohschnitt, den wir im Anschluss an die Aufnahmen zu sehen bekamen, hatte schon viel von der Magie des fertigen Videos, vor allem die Glasscherben sind dann rein im Computer entstanden.


Countably Infinite: zählbar unendlich. Ist das nicht eigentlich ein Paradoxon?

A.G.TRIO: Also falls es jemanden wirklich extrem interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Hilberts_Hotel


Wo gibt es mehr Blitze? Little Boots oder Justice?

A.G.TRIO: Eher Justice.


Wem würdet ihr einen eurer Hits zum Remixen anvertrauen? Soulwax oder doch lieber Jacques Lu Cont?

A.G.TRIO: Die Frage sollte eher lauten, wie viel spotify Streams man braucht, um der Sekretärin vom Management von Soulwax oder Jacques Lu Cont einen Strauß Rosen kaufen zu können, damit sie die Remixanfrage an den Praktikanten weiterleitet, der sie dann in den Mistkübel schmeißt.


Alles Klar!Wir sehen und dann beim Melt!

A.G.TRIO: Ja? Hast du noch Karten für uns?


LINK:
c-tube Profil von A. G. TRIO

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