Passend zur nächsten Jahreszeit: Lenz ist auch ein anderes Wort für Frühling, fresh und aufwärmend - oder gibt?s noch weitere Attribute zu erahnen?
LENZ: Sich `nen Lenz machen zum Beispiel, oder auch Lenze, die Lebensjahre, suggerieren vielleicht eine gewisse Erfahrung?! Wir fanden aber auch den literarischen Bezug inspirierend, als wir uns den Namen ausgesucht haben - vor allem durch Georg Büchners Erzählung. All die Assoziationen zusammen ergeben eine bunte Mischung im Kopf.
Und solange es noch Winter ist macht Ihr euch bestimmt ?nen lauen Lenz, richtig?
LENZ: Genau. Was die Sonne nicht bringt muss die Heizung leisten.
Was stehen denn so für elektronische oder akustische Elemente im Proberaum, die regelmäßig aufgewärmt werden müssen, wenn die Thermometerskala im Winter sinkt?
LENZ: Tatsache ist, dass wir keinen eigenen Proberaum mehr haben. An dieser Stelle muss ich wohl mal aufklären: LENZ ist ja inzwischen keine Band mehr, sondern ein Ein-Mann-Projekt und dafür brauche ich z.Zt. auch keinen Proberaum. Ich arbeite am MacBook mit Logic, hab das Apogee One und ein Neumann TLM103, als Abhöre Fostex PM05, das reicht völlig. Instrumente: ein Kawai-Piano CN32, eine Westerngitarre Yamaha CPX 700 II BL und von Fender ein Precision-Bass von `78 und eine Tele Deluxe von `73.
Wenn wir schon bei den Jahreszeit hängen geblieben sind: Als Band warst du/ihr bekannt für die Suche nach dem perfekten Popsong. Klingt ein im Berliner Winter geschriebener Popsong melancholischer als einer, der im Sommer geschrieben wurde?
LENZ: Gute Frage, wahrscheinlich schon. Melancholie kommt zwar auch im Sommer auf, aber es stimmt sicher, dass die Jahreszeit die Lieder beeinflusst. Man schreibt vielleicht auch anders am Morgen als am Abend und auch das Wetter spielt eine Rolle. Für mich sind die Songs immer ein Spiegel der aktuellen Lebenssituation, aber es sind so viele Faktoren die einen beeinflussen. Der Song "Kaum zu glauben" vom neuen Video zum Beispiel ist in der Zeit zwischen den Jahren entstanden und hat für mich ganz wunderbar diese spezielle Stimmung im Vakuum zwischen Ende und Anfang eingefangen.
Pop: Michael Jackson oder Beatles?
LENZ: Beide - und noch viel mehr! Pop ist ja nicht nur ein Musik-Begriff. Es ist Kultur, Kunst, Lebenseinstellung? aber was die Musik angeht, hat jeder seine eigene Definition. Letztens habe ich mitbekommen wie Peter Fox seine Musik auch als Pop bezeichnet, und Rosenstolz tun es auch. Für mich ist es Reggae oder Hip Hop auf der einen und immer noch Schlager auf der anderen Seite.
Und welche Bands haben dich tatsächlich am meißten geprägt?
LENZ: Die Beatles. Letztlich waren die vier Typen die Wegbereiter zu fast allem was es heute gibt im Bereich der sogenannten Unterhaltungsmusik.
Wie kamt ihr zu c-tube und wie findet Ihr die Plattform?
LENZ: Wir hatten gerade unser erstes Video "Weiterziehn" in Eigenkreation fertiggestellt und haben uns umgeschaut wo man das Werk so platzieren könnte. c-tube war neu und hatte den gewissen Reiz, dass man sich den Kommentaren einer Jury stellen musste.
"Kaum zu glauben" heißt das neueste Video auf c-tube. Was kannst du zu dem Video sagen? The Message is:...
LENZ: In dem Song geht es im weitesten Sinne um Verlorenheit, die Angst vor der Zukunft und das Ausgeliefertsein, und um die fatalistische Neigung sich dem hinzugeben. Das Video ist ein Schnellschuss mit dem Smartphone, kein Storyboard, kein Schnitt. Es war spontan im Hotelzimmer, fast aus Langeweile, ich hab den Song angemacht und mit dem Telefon mich selbst gefilmt. Quasi ein Kontrapunkt zu der Durchgestylten-fette-Budget-Nummer. Das ist von mir aus auch gerne die Massage: es muss nicht immer Hochglanz und teuer sein, man kann auch mit den einfachsten Mitteln was machen was berührt.
Jetzt, wo du nun ohne Band im Riesenrad des Rock`n`Roll weiter reisen möchtest: wie sehen die nächsten Schritte aus? Hast du einen Plan?
LENZ: Jetzt kommt erstmal das langweilige Standard-Statement zu so einer Frage, nämlich:ich arbeite gerade an neuem Material :-) Aber es ist toll! Normalerweise lassen Soloprojekte von Bandmitgliedern ja eher nach was Kreativität und Vielfalt angeht, aber ich erfahre gerade das genaue Gegenteil. LENZ, die Band, war ja eigentlich schon mein Soloprojekt weil alles musikalische immer in meiner Verantwortung lag - nicht, weil ich jeden kreativen Input diktatorisch unterdrückt hätte - es gab ihn einfach nicht. Jetzt arbeite ich schon seit ein paar Monaten mit dem Produzenten Andreas Dzuik zusammen, und die Erfahrung, die ich dabei mache, ist genau die, die man sonst in einer Band hat: die Songs profitieren viel von seinen Ideen, seinem musikalischen Durchblick und seinem Geschmack. Es ist neu für mich dass jemand anderes außer mir eine Vision zu meinen Songs entwickelt, und ich merke wie wichtig es ist auch mal vor meinen eigenen Verfehlungen bewahrt zu werden. Wie das Ganze verpackt werden wird ist noch nicht ganz klar, aber egal unter welchen Namen die neuen Songs dann erscheinen: es wird mit LENZ, der Band nicht mehr viel zu tun haben.
Passend zur nächsten Jahreszeit: Lenz ist auch ein anderes Wort für Frühling, fresh und aufwärmend - oder gibt?s noch weitere Attribute zu erahnen?
LENZ: Sich `nen Lenz machen zum Beispiel, oder auch Lenze, die Lebensjahre, suggerieren vielleicht eine gewisse Erfahrung?! Wir fanden aber auch den literarischen Bezug inspirierend, als wir uns den Namen ausgesucht haben - vor allem durch Georg Büchners Erzählung. All die Assoziationen zusammen ergeben eine bunte Mischung im Kopf.
Und solange es noch Winter ist macht Ihr euch bestimmt ?nen lauen Lenz, richtig?
LENZ: Genau. Was die Sonne nicht bringt muss die Heizung leisten.
Was stehen denn so für elektronische oder akustische Elemente im Proberaum, die regelmäßig aufgewärmt werden müssen, wenn die Thermometerskala im Winter sinkt?
LENZ: Tatsache ist, dass wir keinen eigenen Proberaum mehr haben. An dieser Stelle muss ich wohl mal aufklären: LENZ ist ja inzwischen keine Band mehr, sondern ein Ein-Mann-Projekt und dafür brauche ich z.Zt. auch keinen Proberaum. Ich arbeite am MacBook mit Logic, hab das Apogee One und ein Neumann TLM103, als Abhöre Fostex PM05, das reicht völlig. Instrumente: ein Kawai-Piano CN32, eine Westerngitarre Yamaha CPX 700 II BL und von Fender ein Precision-Bass von `78 und eine Tele Deluxe von `73.
Wenn wir schon bei den Jahreszeit hängen geblieben sind: Als Band warst du/ihr bekannt für die Suche nach dem perfekten Popsong. Klingt ein im Berliner Winter geschriebener Popsong melancholischer als einer, der im Sommer geschrieben wurde?
LENZ: Gute Frage, wahrscheinlich schon. Melancholie kommt zwar auch im Sommer auf, aber es stimmt sicher, dass die Jahreszeit die Lieder beeinflusst. Man schreibt vielleicht auch anders am Morgen als am Abend und auch das Wetter spielt eine Rolle. Für mich sind die Songs immer ein Spiegel der aktuellen Lebenssituation, aber es sind so viele Faktoren die einen beeinflussen. Der Song "Kaum zu glauben" vom neuen Video zum Beispiel ist in der Zeit zwischen den Jahren entstanden und hat für mich ganz wunderbar diese spezielle Stimmung im Vakuum zwischen Ende und Anfang eingefangen.
Pop: Michael Jackson oder Beatles?
LENZ: Beide - und noch viel mehr! Pop ist ja nicht nur ein Musik-Begriff. Es ist Kultur, Kunst, Lebenseinstellung? aber was die Musik angeht, hat jeder seine eigene Definition. Letztens habe ich mitbekommen wie Peter Fox seine Musik auch als Pop bezeichnet, und Rosenstolz tun es auch. Für mich ist es Reggae oder Hip Hop auf der einen und immer noch Schlager auf der anderen Seite.
Und welche Bands haben dich tatsächlich am meißten geprägt?
LENZ: Die Beatles. Letztlich waren die vier Typen die Wegbereiter zu fast allem was es heute gibt im Bereich der sogenannten Unterhaltungsmusik.
Wie kamt ihr zu c-tube und wie findet Ihr die Plattform?
LENZ: Wir hatten gerade unser erstes Video "Weiterziehn" in Eigenkreation fertiggestellt und haben uns umgeschaut wo man das Werk so platzieren könnte. c-tube war neu und hatte den gewissen Reiz, dass man sich den Kommentaren einer Jury stellen musste.
"Kaum zu glauben" heißt das neueste Video auf c-tube. Was kannst du zu dem Video sagen? The Message is:...
LENZ: In dem Song geht es im weitesten Sinne um Verlorenheit, die Angst vor der Zukunft und das Ausgeliefertsein, und um die fatalistische Neigung sich dem hinzugeben. Das Video ist ein Schnellschuss mit dem Smartphone, kein Storyboard, kein Schnitt. Es war spontan im Hotelzimmer, fast aus Langeweile, ich hab den Song angemacht und mit dem Telefon mich selbst gefilmt. Quasi ein Kontrapunkt zu der Durchgestylten-fette-Budget-Nummer. Das ist von mir aus auch gerne die Massage: es muss nicht immer Hochglanz und teuer sein, man kann auch mit den einfachsten Mitteln was machen was berührt.
Jetzt, wo du nun ohne Band im Riesenrad des Rock`n`Roll weiter reisen möchtest: wie sehen die nächsten Schritte aus? Hast du einen Plan?
LENZ: Jetzt kommt erstmal das langweilige Standard-Statement zu so einer Frage, nämlich:ich arbeite gerade an neuem Material :-) Aber es ist toll! Normalerweise lassen Soloprojekte von Bandmitgliedern ja eher nach was Kreativität und Vielfalt angeht, aber ich erfahre gerade das genaue Gegenteil. LENZ, die Band, war ja eigentlich schon mein Soloprojekt weil alles musikalische immer in meiner Verantwortung lag - nicht, weil ich jeden kreativen Input diktatorisch unterdrückt hätte - es gab ihn einfach nicht. Jetzt arbeite ich schon seit ein paar Monaten mit dem Produzenten Andreas Dzuik zusammen, und die Erfahrung, die ich dabei mache, ist genau die, die man sonst in einer Band hat: die Songs profitieren viel von seinen Ideen, seinem musikalischen Durchblick und seinem Geschmack. Es ist neu für mich dass jemand anderes außer mir eine Vision zu meinen Songs entwickelt, und ich merke wie wichtig es ist auch mal vor meinen eigenen Verfehlungen bewahrt zu werden. Wie das Ganze verpackt werden wird ist noch nicht ganz klar, aber egal unter welchen Namen die neuen Songs dann erscheinen: es wird mit LENZ, der Band nicht mehr viel zu tun haben.
Passend zur nächsten Jahreszeit: Lenz ist auch ein anderes Wort für Frühling, fresh und aufwärmend - oder gibt?s noch weitere Attribute zu erahnen?
LENZ: Sich `nen Lenz machen zum Beispiel, oder auch Lenze, die Lebensjahre, suggerieren vielleicht eine gewisse Erfahrung?! Wir fanden aber auch den literarischen Bezug inspirierend, als wir uns den Namen ausgesucht haben - vor allem durch Georg Büchners Erzählung. All die Assoziationen zusammen ergeben eine bunte Mischung im Kopf.
Und solange es noch Winter ist macht Ihr euch bestimmt ?nen lauen Lenz, richtig?
LENZ: Genau. Was die Sonne nicht bringt muss die Heizung leisten.
Was stehen denn so für elektronische oder akustische Elemente im Proberaum, die regelmäßig aufgewärmt werden müssen, wenn die Thermometerskala im Winter sinkt?
LENZ: Tatsache ist, dass wir keinen eigenen Proberaum mehr haben. An dieser Stelle muss ich wohl mal aufklären: LENZ ist ja inzwischen keine Band mehr, sondern ein Ein-Mann-Projekt und dafür brauche ich z.Zt. auch keinen Proberaum. Ich arbeite am MacBook mit Logic, hab das Apogee One und ein Neumann TLM103, als Abhöre Fostex PM05, das reicht völlig. Instrumente: ein Kawai-Piano CN32, eine Westerngitarre Yamaha CPX 700 II BL und von Fender ein Precision-Bass von `78 und eine Tele Deluxe von `73.
Wenn wir schon bei den Jahreszeit hängen geblieben sind: Als Band warst du/ihr bekannt für die Suche nach dem perfekten Popsong. Klingt ein im Berliner Winter geschriebener Popsong melancholischer als einer, der im Sommer geschrieben wurde?
LENZ: Gute Frage, wahrscheinlich schon. Melancholie kommt zwar auch im Sommer auf, aber es stimmt sicher, dass die Jahreszeit die Lieder beeinflusst. Man schreibt vielleicht auch anders am Morgen als am Abend und auch das Wetter spielt eine Rolle. Für mich sind die Songs immer ein Spiegel der aktuellen Lebenssituation, aber es sind so viele Faktoren die einen beeinflussen. Der Song "Kaum zu glauben" vom neuen Video zum Beispiel ist in der Zeit zwischen den Jahren entstanden und hat für mich ganz wunderbar diese spezielle Stimmung im Vakuum zwischen Ende und Anfang eingefangen.
Pop: Michael Jackson oder Beatles?
LENZ: Beide - und noch viel mehr! Pop ist ja nicht nur ein Musik-Begriff. Es ist Kultur, Kunst, Lebenseinstellung? aber was die Musik angeht, hat jeder seine eigene Definition. Letztens habe ich mitbekommen wie Peter Fox seine Musik auch als Pop bezeichnet, und Rosenstolz tun es auch. Für mich ist es Reggae oder Hip Hop auf der einen und immer noch Schlager auf der anderen Seite.
Und welche Bands haben dich tatsächlich am meißten geprägt?
LENZ: Die Beatles. Letztlich waren die vier Typen die Wegbereiter zu fast allem was es heute gibt im Bereich der sogenannten Unterhaltungsmusik.
Wie kamt ihr zu c-tube und wie findet Ihr die Plattform?
LENZ: Wir hatten gerade unser erstes Video "Weiterziehn" in Eigenkreation fertiggestellt und haben uns umgeschaut wo man das Werk so platzieren könnte. c-tube war neu und hatte den gewissen Reiz, dass man sich den Kommentaren einer Jury stellen musste.
"Kaum zu glauben" heißt das neueste Video auf c-tube. Was kannst du zu dem Video sagen? The Message is:...
LENZ: In dem Song geht es im weitesten Sinne um Verlorenheit, die Angst vor der Zukunft und das Ausgeliefertsein, und um die fatalistische Neigung sich dem hinzugeben. Das Video ist ein Schnellschuss mit dem Smartphone, kein Storyboard, kein Schnitt. Es war spontan im Hotelzimmer, fast aus Langeweile, ich hab den Song angemacht und mit dem Telefon mich selbst gefilmt. Quasi ein Kontrapunkt zu der Durchgestylten-fette-Budget-Nummer. Das ist von mir aus auch gerne die Massage: es muss nicht immer Hochglanz und teuer sein, man kann auch mit den einfachsten Mitteln was machen was berührt.
Jetzt, wo du nun ohne Band im Riesenrad des Rock`n`Roll weiter reisen möchtest: wie sehen die nächsten Schritte aus? Hast du einen Plan?
LENZ: Jetzt kommt erstmal das langweilige Standard-Statement zu so einer Frage, nämlich:ich arbeite gerade an neuem Material :-) Aber es ist toll! Normalerweise lassen Soloprojekte von Bandmitgliedern ja eher nach was Kreativität und Vielfalt angeht, aber ich erfahre gerade das genaue Gegenteil. LENZ, die Band, war ja eigentlich schon mein Soloprojekt weil alles musikalische immer in meiner Verantwortung lag - nicht, weil ich jeden kreativen Input diktatorisch unterdrückt hätte - es gab ihn einfach nicht. Jetzt arbeite ich schon seit ein paar Monaten mit dem Produzenten Andreas Dzuik zusammen, und die Erfahrung, die ich dabei mache, ist genau die, die man sonst in einer Band hat: die Songs profitieren viel von seinen Ideen, seinem musikalischen Durchblick und seinem Geschmack. Es ist neu für mich dass jemand anderes außer mir eine Vision zu meinen Songs entwickelt, und ich merke wie wichtig es ist auch mal vor meinen eigenen Verfehlungen bewahrt zu werden. Wie das Ganze verpackt werden wird ist noch nicht ganz klar, aber egal unter welchen Namen die neuen Songs dann erscheinen: es wird mit LENZ, der Band nicht mehr viel zu tun haben.
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