Videoblog

BANDINTERVIEW: DIE FISCHER

03.05.2011

Musikvideo und Interview mit Die Fischer

 
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Interview:

Ein Rundgang durch den Probenraum von "Die Fischer" zeigt uns folgendes Set Up!

DIE FISCHER: Unsere Besetzung besteht aus Schlagzeug, Bass, Keys, 2x Gitarre, 3x Trompete, 2x Tenorposaune und einer Bassposaune/Tuba. Die Drums bestehen aus Sonor Select 22" Bass Drum, 12" Tom Tom, 14" Stand Tom, 16" Stand Tom, 13" Snare Drum, 3x Crash, Ride und HiHat. Der Bass ist ein Sandberg Bullet 5-Saiter. Die Keys kommen mit 2x M-Audio Keystation61ES, 1x M-Audio Keystation 88ES. Die Gitarre 1 wird repr?sentiert durch Fender Stratocaster, Epiphone Les Paul, Fractal Audio Systems Axe-Fx. Bei Gitarre 2 haben wir Gretsch Electromatic, Washburn HB-35 und Fender 57 Amp Die Bl?ser kommen aus dem Hause Bach, Jupiter und Yamaha.


Wie habt ihr euren heutigen Sound gefunden?

DIE FISCHER: Bei einer Band von 11 Musikern prallen sehr viele unterschiedliche Klangelemente aufeinander, insbesondere wenn klassische Blechbl?ser dazugeh?ren. Daraus hat sich bei uns automatisch unser Sound entwickelt und zuf?llig passt alles auch gut zusammen. Eigentlich hat der Sound eher uns gefunden als umgekehrt. Zudem entwickelt er sich auch immer weiter.


Wie wichtig ist euch dieser durchaus als eigenst?ndig zu bezeichnende Sound?

DIE FISCHER: Im Gegensatz zur klassischen Musik spielt der Sound in der popul?ren Musik nat¸rlich eine wichtige Rolle, allerdings stand der Sound bei uns fast nie im Vordergrund, sondern bedingte sich von alleine durch unsere Besetzung und durch die Art, Form und Interpretation des jeweiligen Songs. Wie beim Musikstil sind wir auch beim Sound f¸r alles offen, solange er uns gef?llt. Als Erkennungsmerkmal ist ein eigenst?ndiger Sound sicherlich nicht verkehrt. Unser pomp?ser Blechbl?sersatz aus 3 Trompeten und 3 Posaunen fallt mit Sicherheit in diese Kategorie. Wir stehen auf diesen martialisch epischen Klang. Wichtig war und ist f¸r uns, dass jeder einzelne mit seinem Instrument im Gesamtsound harmoniert.


Welche Bands inspirieren euch?

DIE FISCHER: Bei 11 Musikern l?sst sich das schwer an ein paar Bands fest machen. Unsere Musikgeschm?cker sind untereinander schon sehr verschieden und reichen von Pop, Rock, Punk ¸ber Ska, Metal, Jazz bis hin zu Film- und klassischer Musik. Der gemeinsame Nenner hei?t "Die Fischer". Aber um mal ein paar K¸nstler aufzuz?hlen: Ska-P, Faith No More, Mad Caddies, Oingo Boingo, The Beatles, Skunk Anansie, Die Fischer, Die ?rzte, Reel Big Fish, Duran Duran, Toy Dolls, Die Fischer, KC and the Sunshine Band, The Dickies, Ennio Morricone, John Williams, Hans Zimmer, Danny Elfman, Aram Iljitsch Chatschaturjan, Igor Fjodorowitsch Strawinski, Die Fischer und 372 weitere Bands und K¸nstler.


Was muss alles passieren bis ein Song fertig ist? Lasst uns am Entstehungsprozess teilhaben!

DIE FISCHER: Was schreibt Terry Pratchett immer so sch?n ¸ber Inspiration: Da rasen tausende von Inspirationspartikeln st?ndig kreuz und quer durch den Raum und wenn man Pech hat, dann treffen sie einen oder man stolpert auf der Stra?e dar¸ber. So ist es bei uns auch, allerdings entwickeln sich die Songs bei uns nicht im Proberaum mit allen zusammen. Zwei, drei Leute bei uns k¸mmern sich um das Songwriting. Von zehn Ideen werden ca. f¸nf fertig geschrieben, arrangiert und dem Rest pr?sentiert. Ein bis zwei davon schaffen es dann ins Repertoire. Im Lauf der Zeit ver?ndern sich aber auch diese Songs wieder. Musik ist wie jede andere Kunstform nichts Statisches. Kein fertiger Song ist wirklich fertig.


Was hat euch dazu bewegt ein solche extravagantes Musikvideo f¸r "Kiss¥n¥Schlacht" zu machen?

DIE FISCHER: Das zentrale Thema von unserem Musikvideo "Kiss¥n¥Schlacht" ist die gewaltfreie Konfliktl?sung und dem ewigen in uns wohnenden Kampf zwischen der guten und dunklen Seite. Oder reduziert gesagt: "Spa?".
Als schablonierter Protagonist dient hier ein cholerischer Pazifist, der ein Ventil zum Abreagieren seiner inneren D?monen sucht und dieses in der Kissenschlacht findet. Ein wichtiger Beweggrund f¸r uns war auch zu sehen, was man alles aus eigener Kraft schaffen kann. Das komplette Video haben wir g?nzlich in Eigenregie realisiert, von der Idee ¸ber Kameraf¸hrung bis hin zum fertigen Film, inklusive Schnitt und Nachbearbeitung. Dank der gro?artigen Unterst¸tzung vieler Freunde und Fans, die eifrig in dem Video mitgewirkt haben, hat das Video lediglich ca. 60 Euro gekostet, die in Getr?nke und Federn investiert wurden.


Wie beurteilt ihr die aktuellen Entwicklungen in der Musikszene, von interaktiven Portalen im Web, bis hin zu digitalen Selbstvermarktung?

DIE FISCHER: Ist eine gro?artige Sache, da man so einen schnellen und direkten Kontakt mit den Fans haben kann. Insbesondere die Interaktionsm?glichkeiten, die man fr¸her sonst nur von Konzerten her kannte, sind sehr vorteilhaft und machen Spa?. Digitale Releases sehen wir derzeit eher als Erg?nzung zum haptischen CD-Album, als dessen Verdr?ngung. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass zwar einzelne Songs gerne aus dem Netz geladen werden, aber ein komplettes Album zum Anfassen ist nach wie vor beliebter und man kann zudem noch darauf Autogramme geben.


Von welchem Live-Erlebnis werdet ihr noch euren Enkeln berichten?

DIE FISCHER: Ein wirklicher besonderer Moment war f¸r uns der Auftritt auf der Main Stage beim Hurricane Festival 2009. Vor einem Publikum zu spielen, welches aus tausenden von Menschen besteht und die zu den eigenen Songs mittanzen, mitklatschen, mitsingen und mitfeiern, das ist schon sehr bewegend und ein gro?artiges Gef¸hl. Auch der direkte Kontakt mit anderen gro?en K¸nstler wie z.B. Faith No More, Paolo Nutini oder Die ?rzte und diese von der B¸hne aus live mitzuerleben, ist ebenso beeindruckend.


Zum Schluss m¸sst ihr uns noch verraten was es mit Markenzeichen auf sich hat! Das Stichwort lautet "Butler".

DIE FISCHER: Die Idee des Butlers ist das ?berbleibsel aus einem fr¸heren Metalbandprojekt unseres S?ngers. Dort trat man Altherren-typisch in edlen Anz¸gen auf und so durfte der Butler auch nicht fehlen. Bei den Fischern hat der Butler mehrere Funktionen. Auf der eine Seite ist er quasi eine Art Roadie, der uns z.B. w?hrend des Gigs mit Getr?nken versorgt oder beim Gitarre wechseln hilft, falls mal eine Saite rei?t - es hat also einen praktischen Nutzen und ist bei 11 Musikern auf der B¸hne wirklich vorteilhaft. Auf der anderen Seite ist der Butler Teil der Show und fest in unserer Liveperformance integriert, also quasi ein elementarer Bestandteil des Entertainments.


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