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BANDINTERVIEW: WIRFÜRWEN

05.05.2011

Musikvideo und Interview mit WirFürWen

 
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Interview:

Ein Rundgang durch den Probenraum von WirFürWen zeigt uns folgendes Set Up!

WirFürWen: Zunächst sieht man dort das Klassische Set, bestehend aus zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug. Hinzu kommt aber noch ein Piano, das vom Bassisten Jörg bedient wird. Er ist von Haus aus eigentlich Pianist und spielt momentan ein Kawai mp5. Ansonsten haben wir das große Glück sogenannter "Emerging Artist" von Line6 zu sein. Durch dieses Endorsement findet man bei uns im Bereich des Gitarren- und des Bassequipments viel aus dem Hause Line6.

Daniel spielt über das Line6 M13 Effektboard, Torben über das Line6 Vetta II Topteil mit dem FBV Floorboard und Jörg über den Line6 Lowdown LD400 Bass-Combo-Verstärker. Torben wird als Lead-Gitarrist demnächst mit der James Tyler Variax Gitarre ausgestattet. Darauf sind wir schon sehr gespannt. Auf der Musikmesse 2011 in Frankfurt durfte er das heiße Teil schon einmal testen und war sofort begeistert. Generell bietet Line6 viel Auswahl im Bereich des Modelling. Dort kann man verschiedene Verstärker und Gitarren simulieren. So gibt es im Proberaum unendlich viele Möglichkeiten zum Experimentieren. Wir sind gerade in einer Phase, in der wir soundtechnisch viel ausprobieren können. Das wird sich sicherlich auch auf das Nächste Album auswirken.


Wie habt ihr euren heutigen Sound gefunden?

WirFürWen: Es hat definitiv einige Jahre gedauert bis wir unseren heutigen Sound gefunden haben. Wir machen jetzt seit 10 Jahren zusammen Musik. Angefangen hat es mit einem punkrockigem Sound, der mit der Zeit immer mehr psychedelisch wurde. Davon haben wir uns vor rund 3 Jahren dann komplett gelöst. Wir wollten einfach wieder frischer und positiver klingen. Durch das neu hinzugekommene Piano haben sich für uns ganz neue Möglichkeiten ergeben. Jetzt können wir auch mal verschiedene Klavier- oder Orgelklänge einbauen. Zusätzlich bringt Torben an der Gitarre immer wieder neue Soundeffekte ein.


Wie wichtig ist euch ein eigenständiger Sound?

WirFürWen: Man fühlt sich heutzutage als Band irgendwie immer verpflichtet auf diese Frage zustimmend zu antworten. Jede Band beansprucht von sich selbst in keine Schublade zu passen und einen eigenständigen Sound zu haben. Das sind aber keine Sachen, über die wir uns wirklich Gedanken machen oder die wir für uns vorher festlegen. Wir gehen in den Proberaum und dort entsteht die Musik einfach, mit ihr auch der Sound. Da ist nichts vorher geplant oder festgelegt. Ob das Ergebnis ein eigenständiger Sound ist, das müssen andere entscheiden.


Welche Bands hört ihr selbst und was davon prägte und prägt heute noch euren Sound?

WirFürWen: Da gibt es bei uns eine große Bandbreite. Wir gehören auch zu den Bands, die untereinander ziemlich unterschiedliche Musikgeschmäcker haben. Und natürlich verändert sich auch bei jedem immer wieder ein wenig der Musikgeschmack. Als wir vor 10 Jahren begonnen haben, hörte jeder von uns sicherlich noch andere Sachen als heute. Für Daniel als Sänger und Texter, ist sicherlich Bob Dylan ein Einfluss gewesen. Da Torben im Gitarrenbereich so gern mit Sounds experimentiert, wird es auch nicht überraschen, dass er Bands wie Tool, A Perfect Circle oder Muse hört. Um die Spanne jetzt völlig auszureizen, kann man natürlich noch gut erwähnen, dass Jörg als Musikstudent auch viel Klassik hört. Generell findet zwischen uns auch immer ein Austausch statt.


Was passiert bis ein Song fertig ist? Lasst uns am Entstehungsprozess teilhaben!

WirFürWen: Der Großteil der Songs ist einfach durch eine Idee im Proberaum entstanden. Das bedeutet, dass gerade ein Gitarrenriff, eine markante Basslinie oder ein spezieller Schlagzeugbeat entsteht und schon haben wir einen Ansatz für einen neuen Song. So entstehen die einzelnen Teile des Songs. Daniel macht uns dann einen Textvorschlag, den wir gemeinsam bearbeiten bis jeder zufrieden ist. Der Großteil der Songs entstand also durch einfaches Jamen. Die andere Variante sieht so aus, dass Daniel zuhause an der Akustikgitarre einen Song schreibt und ihn uns in der Probe vorstellt. Diese Songs testen wir dann im Proberaum aus und entwickeln sie gemeinsam weiter, bis er für uns perfekt ist.


Bitte erzählt uns etwas zum wirklich sehenswerten Musikvideo von "Auf der Suche"?

WirFürWen: Hier kam uns eine gemeinsame Aktion des "Rock´n´Popmuseum" in Gronau und der "Filmwerkstatt Münster" zu Hilfe. Bands, die Lust auf einen neuen Videoclip hatten, konnten sich dort bewerben. Wir gehörten zu den glücklichen 5 Gewinnerbands. Bei einem ersten Workshop-Wochenende wurde gemeinsam das Konzept des Videos erarbeitet. Gedreht haben wir das besagte Video zum Song "Auf der Suche". Diesen findet ihr auf unserem neuen Album "Soweit alles gut", das am 29.4.2011 via Timezone Records erscheinen wird. Regisseur des Videos ist Jan-Malte Enning. Gedreht haben wir dann im Filmstudio der FH Dortmund. Was Jan-Malte und sein Team da für uns aufgefahren haben war einfach der Wahnsinn. Sie haben sämtliche Kulissen selbst gebaut und morgens bis abends durchgearbeitet. Auf jeden Fall sind wir mit dem Ergebnis mehr als zufrieden..


Wie beurteilst Du die neuen Entwicklungen in der Musikszene, von interaktiven Portalen im Web, bis hin zu digitalen Releases?

WirFürWen: Es ist natürlich schon ein Wahnsinn wie viele Musikportale es mittlerweile gibt. Da waren bei uns auch Phasen, in denen wir einfach den Überblick verloren hatten. Wir wussten gar nicht mehr wo wir schon alles angemeldet waren, und konnten auch gar nicht alle Portale aktuell halten. Man muss dann erst einmal rausfinden, welche für einen selbst die wirklich wichtigen sind. Und dann ändern sich ja auch dauernd die Bedeutungen. Wo vor ein paar Jahren Myspace noch das Non-Plus-Ultra war für eine Band, ist heute Facebook anscheinend unumgänglich. Da ist es für uns auch schwer immer mitzukommen. Aber genauso schwer muss es für die Portale selber sein sich von den anderen abzuheben. Ein Portal wie c-tube schafft dies in meinen Augen beispielsweise dadurch, dass man dort als Band ein Feedback bekommt. Eine Fachjury bewertet dein Video und und gibt ein kurzes Statement dazu ab. Es kommt ja selten vor, dass man als Band Rückmeldungen von absoluten Profis der Musikindustrie bekommt.


Entscheidend ist ja immer noch "aufm Platz", welches war das schönste "Live-Erlebnis"?

WirFürWen: Es fällt nach 10 Jahren schon schwer da den einen speziellen Moment zu nennen. Generell war es für uns einfach ein Riesenerlebnis im letzten Jahr die erste eigene Deutschlandtour zu spielen. Es verlief alles noch viel besser als wir es uns erhofft haben. Wenn du zwei bis drei Wochen unterwegs bist, jeden Abend ein Konzert spielst und dann auch noch teilweise hunderte Leute zu deinem Konzert kommen, dann ist das schon echt ein schönes Gefühl. Daher freuen wir uns schon sehr auf die bevorstehende Tour, welche wir vom 29.4. bis zum 13.5.2011 bestreiten werden. Dort wollen wir am liebsten der ganzen Republik unser neues Album präsentieren. Also kommt doch bitte alle vorbei!


LINK:
c-tube Profil von WirFürWen

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