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GuitarLab

Hinter den Kulissen des GuitarLab

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über die Entstehung des Thomann GuitarLab und dessen Hintergründe, die bis ins Jahr 2006 zurück reichen.

Die Idee

Die Idee für das GuitarLab entstand bereits im Jahr 2006 mit einer simplen Idee:

Wäre es nicht cool, wenn man auf die Gitarre seines Lieblingsgitarristen oder auf eine beliebige Gitarre aus unserem riesigen Sortiment klicken könnte und es werden automatisch ähnlich aussehenden Modelle angezeigt?

Wir waren von dieser Idee sofort begeistert und wie man es halt im Internet so macht, recherchiert man erst einmal, ob es schon fertige Lösungen gibt. Fehlanzeige! Die einzigen Websites mit ähnlichen Ansätzen arbeiteten allesamt mit manuell eingegebenen Daten und die sind halt nun mal bei Gitarren subjektiv und die Schönheit einer Gitarre kann man nun mal schlecht in Worte fassen :-)


Die ersten Schritte

Also fingen wir irgendwann an, verschiedene Bilderkennungsalgorithmen auszuprobieren, um deren Vor- und Nachteile zu finden und die meisten bestehenden Algorithmen hatten fast nur Nachteile: sie konnten zwar Farben ordentlich erkennen, aber eine Gitarre ist halt lackiert und Lack hat die Eigenschaft, dass er je nach Belichtung und Blickwinkel immer unterschiedlich aussieht.

Das bedeutet, dass die meisten Algorithmen nicht einmal die selbe Gitarre wiedererkennen können, wenn sie etwas schräger oder heller fotografiert wurde.

Dazu kommt, dass z.B. eine schwarze Gitarre mit weißem Griffbrett für jeden Gitarristen der Welt schwarz ist - für fast jeden Algorithmus aber weiß mit schwarzem Rand und z.B. viele rote Gitarren an keinem einzigen Punkt im Bild wirklich rot sind, sondern an den hellen Stellen weiß oder rosa und an den dunklen Stellen fast schwarz.

Außerdem muß ja bei einer Gitarren-Ähnlichkeitssuche auch die Form berücksichtigt werden und das konnte keiner der getesteten Algorithmen.

 
Die Analyse aller 5000 Gitarren und Bässe in unserem Sortiment benötigt auf einem Standard-PC ca. 9 Tage und Nächte.

Warum mussten es unbedingt Gitarren sein?

Bild oben:
Analyse von bis zu 5000 Farbbereichen innerhalb einer einzigen Gitarre.
 

Da es weder jemanden gab, der uns bei unserem Projekt helfen konnte, noch irgendwelche bestehende Algorithmen benutzt werden konnten, waren wir gezwungen, unsere eigenen Formeln für die Analyse von Farben, Formen und Features von Gitarren zu entwickeln.

Im Dezember 2008 fingen wir dann an, unsere Ideen umzusetzen und stießen immer wieder auf Widrigkeiten, mit denen wir nicht gerechnet hatten: schlechtes Bildmaterial, verzerrt fotografierte Bilder, Fotos mit Rot- oder Grünstich und viele viele Komprimierungsartefakte. Diese Probleme zu lösen beschäftigte vier Leute aus unserem Team ganze drei Monate, bis im Februar endlich eine Betaversion des GuitarLab stand.


Alle Gitarristen, denen wir unser Beta-Tool zeigten, waren sofort begeistert, aber wie das so ist, hatte auch jeder noch weitere Ideen und Wünsche für weitere Funktionen im GuitarLab: Künstlerdatenbank, Formauswahl und erweiterte Suchfunktionen, eine Vorschaltseite für den Schnelleinstieg ins Guitarlab etc.

So dauerte es noch einmal über einen Monat, bis die ganzen Wünsche umgesetzt wurden und das GuitarLab endlich als Betaversion online gehen konnte - fast drei Jahre nach der ersten Idee.

Übrigens: das GuitarLab verwaltet derzeit über 38 Millionen Attribute zu über 5000 Gitarren und Bässen in unserem Sortiment. Allein die Analyse dieser Attribute für alle Modelle beschäftigt vier Hochleistungsserver fast zwei komplette Tage und Nächte am Stück. Um dennoch eine Suche in Echtzeit für Sie zu ermöglichen, arbeiten pro Aufruf bis zu 8 Server parallel an Ihrer Anfrage.


Unser Dank geht an:

Das GuitarLab hätte nicht entstehen können ohne die tatkräftige Unterstützung und die grandiosen Ideen dieser Leute, bei denen wir uns recht herzlich für ihren Einsatz bedanken:

- Stefan Gewinner
- Dr. Friedhelm Ernst
- Sebastian Kuhn und Uwe Schlagenhaft von drehmomente.de
- Wolfgang Kraus von Netzmarkt




Die GuitarLab Entwickler-Crew: Manuel Ernst, Christian Lager, Sven Schoderböck, Stefan Stammler und Christopher Schirner

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