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Ich wollte die BOSS RC 300 Loopstation nutzen, um im Studio via MIDI-Sync. die Möglichkeiten des Geräts "als MIDI SLAVE" zu meinem restlichen Equipment zu nutzen und war durch die Vorankündigungen natürlich auch auf die Audioqualitäten und die Bedienungsmöglichkeiten des RC 300 gespannt. Das Paket wurde (wie eigentlich immer) superschnell geliefert und es ging damit auf direktem Weg ab ins Studio. Dort sollte es beim A/B Test mit "eher recht subtilen" Songs von Paul Simon's GRACELAND und Pat Metheny Group's STILL LIFE TALKING auf seine Audioqualitäten abgeklopft werden. An dieser Stelle mal kurz vorab der Hinweis, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt in der Sparte HARDWARE LOOPER ein absolutes "Greenhorn" war und mich im Vorfeld bereits auf die übelsten Komplikationen und Frustrationen eingestellt hatte. Aber mit dem grundsätzlich doch sehr übersichtlich aufgebautem (deutschen) Handbuch konnte ich direkt in die Menus und die erste Aufnahme einstarten. Mir war es grundsätzlich erst mal wichtig, zu erfahren, ob die von BOSS für den RC 300 angegebenen 44,1 Khz bei 16 bit (also grundsätzlich CD Qualität) in der Praxis auch einem A/B Hörtest Stand halten. By the way: bei vorangegangenen Recherchen bin ich im Internet auf ein Review bzgl. der RC 300 gestoßen, in der ein Musik- und Tonstudioschaffender die Meinung vertritt, dass die Audioqualität der RC 300 gem. den eben genannten technischen Angaben nicht "dem Studiostandard" entsprechen würde. Oh boy! Da ist also meine ganze schöne CD-Sammlung, die sich ebenfalls "nur" mit 44,1 Khz und 16 Bit rühmt, in Wahrheit "kein Studiostandard"? Und die Masteraufnahmen, die ich hier aus dem Studio an Kunden weitergegeben habe, waren natürlich auch keine Studioqualität, oder was? Natürlich gibt es heutzutage zum Glück ganz fantastische hochwertige Möglichkeiten, eine Studioaufnahme mit traumhaftem Equipment in einer irrsinning guten Qualität aufzuzeichnen. Aber solche Aussagen sind für mich, gerade in Bezug auf die Geräte, auf denen heutzutage teilweise Aufnahmen im Endeffekt abgespielt werden dann doch "blankes Soundvoodoo" Gebabbel ... es soll genügend Kollegen geben, die vorsichtshalber das Stereomaster auf einem Handy abhören, um einen Eindruck zu bekommen, wie der Track beim Handy Konsumenten ankommt. Doch endlich zurück zum Text: ich nehme einen Song von der GRACELAND auf, und es läuft alles so ab, wie ich mir das theoretisch vorgestellt hatte ... gut so! Und tatsächlich: das klingt selbst bei besagtem "ruhigem subtilem" Klangmaterial (wenigstens in meinen Ohren) erst mal sehr identisch. Nun von STILL LIFE TALKING den letzten Titel aufgenommen und da will mir beim genauen Hinhören auf Dauer die Feinauflösung bei den Hallräumen gar nicht so recht gefallen. Aber Vorsicht: natürlich weiß ich, dass ich mich hier ganz gewaltig aufs Eis begebe ... die RC 300 soll als Loopstation in erster Linie die Bedürfnisse bei Live Performances zufriedenstellend abdecken ... und dafür langt die gebotene Qualität ohne wenn und aber. Ich war aber nun doch neugierig, was da los sein könnte und habe mittels MONO-Check herausgefunden, dass diese für mich hörbaren Unterschiede daraus resultierten, dass mein vom RC 300 aufs Pult zurück geleitete Stereosignal in Wirklichkeit in Mono anlag. Na klar, dachte ich im ersten Moment: da habe ich wohl in "vorfreudiger Erregung" irgendwo selbst falsch verkabelt. Nachfolgend wurden dann sämtliche Verkabelungen und die Einstellungen in den betr. Menus grundsätzlich überprüft, aber es stimmte eigentlich alles. Also was ist hier los, was ist passiert? Um an dieser Stelle die selbstverständlich gebotene Neutralität so gut wie möglich zu wahren: ich habe später mit Jonas von der THOMANN Gitarren Abteilung einen sehr netten E-Mail Kontakt gehabt und er ist der Überzeugung, dass das Signal eines einzelnen Tracks auf dem Stereo Master Out auch in Stereo wiedergegeben wird. Dies kann ich allerdings so nicht bestätigen. Nun könnte ich ja durchaus absolut zu dämlich sein, eine ordentliche Menu Einstellung und eine ordentliche Verkabelung für solch einen Test hinzubekommen. Doch Moment: nach erneutem Studium des Manuals fällt mir auf, dass dort die Aufnahmezeit eines Tracks (egal ob in MONO oder STEREO) immer die gleiche Speicherkapazität/Zeit in Anspruch nimmt. Da habe ich mich allerdings schon mal gefragt, wie das Kunststück funktionieren soll. Mag sein, dass ich da nun doch zu sehr "old school" bin, aber ich kenne es halt nur mit einer im Verhältnis zur MONO Aufnahme halbiert zur Verfügung stehenden Zeit im STEREO Mode. Anyway: bei den Abspielparametern die pro Trackbereich an den Stereo Master Out weitergeleitet werden, habe ich im entsprechenden Menu die Möglichkeit, das PANORAMA stufenweise nach LINKS, RECHTS oder CENTER zu regeln. Laut Jonas erfolgt in der CENTER Position die Audiowiedergabe in STEREO. Sorry, ich kann dies, so sehr ich dies auch bedauere, nicht bestätigen. Aber ich habe dieses Problem dann auch hinten angestellt, weil für meine Zwecke die Ausgabe von drei Tracks in Mono samt den ganzen dazugehörigen opulenten Möglichkeiten des RC 300 auch durchaus akzeptabel gewesen wären (ich habe leider auch nach wie vor das Gefühl, dass man bei BOSS bzgl. des RC 300 die Bezeichnung STEREO auf die Positionierung aller drei vorhandenen Track-Bereiche im Stereopanorama des Stereo-Out bezieht, aber keinesfalls auf die Wiedergabe des einzelnen Tracks). Nun musste ich aber an ein eigentlich für mich noch viel wichtigeres Thema heran, und ich beglückwünsche alle LeserInnen, die es bis hierher "geschafft" haben ... evtl. wird es hier für Euch noch sehr interessant. "The secret word" für die nächsten Versuche am RC 300 nannte sich dann "MIDI SYNC.", und an dieser Stelle sollte es mir doch leider noch ganz bitter aufstoßen. Das von mir so gelobte Manual ließ mich plötzlich diesebezüglich gänzlich im Stich und ich fragte mich erneut, ob ich nun zu blöd war, zu kapieren, was für eine Konstellation notwendig war, um die RC 300 als MIDI SLAVE zum Laufen zu bewegen. Diesmal sollte die telefonische Auskunft vom deutschen Vertrieb und von Jonas per E-Mail die gleiche erschütternde Wahrheit zu Tage fördern: die RC 300 lässt sich zwar durchaus von einer anderen RC 300 als MIDI SLAVE synchronisieren ... aber ein externer MDI SYNC. ist darüber hinaus definitiv nicht möglich, weil die RC 300 zusätzliche Daten benötigt, die es auf diesem Wege einfach nicht bekommt. Da habe ich dann schon mal heftig geschluckt: wir schreiben das Jahr 2012 und ROLAND/BOSS bringen ein ansonsten nach meinem Dafürhalten tolles Gerät auf den Markt ... aber es lässt sich nun mal nicht als MIDI SLAVE "in sync" bringen. Also wurde nachfolgend das Gerät wieder schön verpackt und als MONEY BACK zurück an THOMANN gesendet. Sorry, aber das ging leider für mich gar nicht und so richtig einsehen mag ich es trotz sicherlich vorhandenem Kostendruck auf dem Markt nicht: da wäre ich ganz persönlich sicherlich bereit gewesenen, ein paar Euro mehr auf den Tisch zu blättern, damit die Midi Funktionen im SLAVE Bereich alle denkbaren Anwendungsbereiche abdecken ... sogar gerne als optionalen Einschub, wie bei anderen (ROLAND) Geräten auch. Schade, schade, schade ... meine Bewertung der RC 300 spiegelt daher sicherlich auch meine Zerrissenheit bzgl. des Geräts wieder: so wirklich schlecht kann und will ich sie nicht bewerten. Die STEREO/MONO Geschichte möchte ich letztendlich auch wegen den Aussagen von THOMANNs Jonas hier nicht wirklich in Abzug stellen. Aber die fehlende Möglichkeit der externen Steuerung der RC 300 als MIDI SLAVE sowie das für meine Begriffe unzureichend gestaltete Manual bzgl. MIDI und gerade in Bezug auf die MIDI SYNC. Möglichkeiten im SLAVE Modus waren für mich persönlich dann das "No go!!!". Sooooo ... und wenn es nur eine(n) einzige(n) Leser(in) unter Euch gibt, die mit "diesem meinem ganz persönlichem Erfahrungsbericht" etwas anfangen konnte ... dann hat sich die ganze elendige Tipperei am PC für mich gelohnt ... und für Euch das Lesen ... :o)
Bin sehr zufrieden, was mich allerdings stört ist, dass man bei Studioaufnahmen die Tast-drück-geräusche zu sehr hört. Man kann die Tasten kaum geräuschlos auslösen. Ansonsten kann das Gerät das, was es soll. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Würde ich wieder kaufen.
Gegendarstellund zur letzten Kundenbewertung vom 19.2.12: Darin hieß es,der RC-300 leite das aufgenommene Stereo-Signal nicht in Stereo zum Pult zurück,das ist bei mir nicht zutreffend.Man muss natürlich im REC-Mode auf Stereo schalten.Desweiteren funktioniert bei mir auch die MIDI-Synchronisation bestens,ich nutze das Gerät allerdings nur als Master,um einen DR-880 zu steuern.Die Bedienung ist intuitiv und die internen Effekte sind teilweise sehr gut zu gebrauchen.Ein tolles Gerät für Musiker,die kreativ arbeiten oder einfach nur Spaß haben wollen.
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