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Wie mein Titel schon aussagt: ich hatte mir weniger erwartet. Ich bin kein Profi, aber das sax ist wohl auch nicht für diese im Programm. Daher Bericht von einem normalen Soprananfänger: Aber alles einmal der Reihe nach: Das Sax kam schön verpackt in einem Hartschalenkoffer. Sternabzug: der Koffer war so verzogen, dass er nur mit Gewalt zu schliessen war. Die Inneneinteilung ist gefällig und bietet halbwegs Platz. Ist man ein Tenor gewöhnt, wird man enttäuscht sein: Da passt z.B. kein grösseres Reedcase rein. Das muss wo anders mitgenommen werden. Dafür passt alles andere ganz gut rein, was man für unterwegs benötigt. Die Verarbeitung des Sax ist gut, keine Lötreste, die Pölster schliessen sauber, lediglich die Mechanik ist nicht perfekt eingestellt (Endkontrollkleber wohl aus Spass drauf?). Aber wer einen Saxlehrer hat, der nett ist, der bekommt das schnell hin. Das Metall ist sehr hart, dellt nicht ein und ist sehr sehr kratzfest. Ich bin gespannt, wie lange es weiterhin so püerfekt aussieht. Bei mir war eine Abaloneeinlage ein wenig angebrochen, aber das stört mich nicht beim Spielen. Wer nun einwirft: warum nicht zurückgeschickt?: hätte ich ja: 2. Sax bestellt (war kein Problem) und siehe da: Sax war fehlerfrei (auch der Koffer), aber die Intonation war nicht die gleiche! Damit gleich zum Wichtigsten: als Neuanfänger in Sachen Sopran, hatte ich wenig Vergleiche und war vorgewarnt von wegen zickig und unberechenbarer im Spiel. Natürlich spielt sich auch das Silversax Soprano nicht ganz einfach, aber kein es ist kein Drama. V.a. stimmt das Sax über 2 Oktaven echt sauber. A auf 442 Hertz stimmt gut und auch alle weiteren Intervalle. Wer also im Ensemble spielen will, ist gut aufgehoben! Zum Klang: wenn man sich selbst aufnimmt, klingt man sowieso anders beim Sopran, als man sich beim Spiel wahrnimmt. Oboig, mit eher nebelig, würde ich den Klang beschreiben, wenn ich mich anhöre, oder meinen Saxlehrer. Er war erstaunt, wie gut das Instrument sich spielt im Vergleich zu seinem Yana. Mechanik läuft sauber und recht leise. Klappengeräsche halten sich in Grenzen. Okavsprünge klappen recht bald, die z.b. unangenehmen d-G- Sprünge unterstützt das Sax auch in Grenzen. Beide Bögen spielen sich sauber, der gerade scheint mir schärfer zu klingen. Das Mundstück habe ich nicht probiert, sondern spiele auf einem Vandoren Optimum Soprano Sax SL3. Damit komme ich gut zurecht. Was ich aber klar sagen muss: das 2 Sax konnte ich beim Blindbespielen dauernd als das schlechter ansprechende Sax herausfinden. Was das in der Serie bedeutet, kann ich nur erahnen: Streuung der Güte. Nackengurt: netter Gag, aber nur für Giraffen geeignet: der Gurt ist so kurz, dass er bei normaler Halslänge unbenutzbar ist. Zubehör: leider keines, Wischer, Korkfett, etc. muss man extra besorgen. Dazu am Besten gleich auch ein passendes Öl für die Mechanik und einen passenden Nackengurt. Fazit: ich vergebe 5 Sterne für den Preis, wegen des 2. Instruments, das sich ganz anders verhielt, möchte ich nicht für andere Instrumente bewerten. Aber ich habe mir sagen lassen, dass auch 6000 Euro Instrumente in der Serie unterschiedlich ansprechen. Ausserdem ist Thomann ja enorm grosszügig im Bezug zurücksenden. Da kann dann eigentlich kaum was schiefgehen. Ich würds wieder kaufen, mein Saxlehrer meinte, er wirds auch weiterempfehlen für seine Schüler.
**Hinweis: Dieser Artikel wurde mit durchschnittlich 5 von 5 Sternen bewertet. Insgesamt wurden 1 Textbewertungen abgegeben. Die hier angezeigten Kundenbewertungen geben ausschließlich die persönliche Meinung der einzelnen Kunden wieder. Jeder Kunde kann seine Bewertung jederzeit ändern oder entfernen. Alle Rechte an den Inhalten der Bewertungen verbleiben bei den Kunden.
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