Über neun Zugriegel werden die Klangfarben - unabhängig voneinander - für den oberen und unteren Tastaturbereich sowie für ein separates MIDI Bass-Pedal eingestellt
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Über ein halbes Jahr mußte ich auf die Numa-Organ warten. Jetzt ist sie endlich gekommen. Wie ist sie nun, die Numa? Kurz und bündig: sie klingt unglaublich gut! Der Grundklang ist sehr warm und analog. Die Lesliesimulation kommt ganz nahe an den Ventilator (den ich ebenfalls besitze)und damit auch ans Original (Leslie 122/147) ran. Der Chorus ist der beste aller Clones (ich hatte sie schon alle, die Nord C1, die XK-3C, die Korg CX3, die Roland VK8 und ich habe auch das Original - die A100 mit Leslie 147). Die eingebauten Effekte wie Hall, Zerre, Leakage, Keyclick sind denen, der anderen Clones in jedem Falle ebenbürtig - teilweise hoch überlegen! Die Tastatur könnte einen Tick leichgängiger sein - es ist die Fatar TP80, die auch in den Nord-C1/2-Modellen zum Einsatz kommt - aber man kommt gut damit zurecht! Gut gelöst ist Verwendung als Masterkeyboard. Den Fatar Dynamic Touch-Button einmal gedrückt, erklingt der angeschlossene Midiexpander (anschlagdynamisch) - ein zweites mal gedrückt, erklingen die Orgel und Expander und ein weiteres mal gedrückt, kommt die Orgel wieder solo. Mit gerade mal 10 Kilo ist die Numa sehr transportfreundlich und als Bühneninstrument geradezu prädestiniert! Die Verarbeitung ist soweit ok, ohne jedoch das Niveau der Hammond XK-3C zu erreichen (der Vibrato-Drehknopf wirkt schon ein bisschen billig). Aber alle Knöpfe funktionieren sauber, und sind im Aktivzustand beleuchtet, was man auf dunklen Bühnen sehr zu schätzen weiß! Gemessen an ihrem moderaten Preis ist die Numa-Organ ein echtes Schnäppchen. Klanglich rangiert sie unter den Hammond-Clones ganz oben !
Ich habe mich lange informiert, bevor ich die Numa Organ als Nachfolger für meine alte XB-1 gekauft habe, nachdem diese leider den Geist aufgegeben hat. Obwohl ich immer der Meinung war, dass ich mit der mittlerweile in die Jahre gekommenen XB1 und einem Korg G4 einen ganz amtlichen Hammond Sound fabriziere, hat mich die Numa eines Besseren belehrt. Das ist wirklich eine andere Liga. Der Grundsound ist sehr amtlich, Chorus/Vibrato und Percussion zählen zum Besten, was ich je gehört habe und auch der interne Leslieeffekt schlägt mein altes G4 um Längen. Mit der Numa merke ich erst, was ich bei der XB1 vermisst habe: das hammondtypische satte Schmatzen, der stufenlos regelbare Keyclick und die ebenfalls per Drehregler justierbare Leakage, mit der man seine Clonewheel-Orgel altern lassen kann. Mit der Verarbeitung bin ich sehr zufrieden. Optisch gefällt mir die Numa auch, sie sieht wirklich edel aus. Die Anordung von Drawbars, Vibrato, Percussion etc. ist sinnvoll und überzeugend gelöst und auch die Tastatur (Fatar) weiss zu gefallen. Ich kann das im Netz kursierende Gerücht, dass die Drehregler nicht stabil verarbeitet sein, nicht nachvollziehen. Manche werden evtl. das fehlende Display bemängeln. Mir reichen die Presettasen und ich freue mich im Midi-Einsatz über die zusätzliche Oktave. Da kann die SK1 nicht mithalten. Midi-over-USB ist sogar für einen VST-Neuling wie mich kinderleicht und die Umschaltung zwischen interner Tonerzeugung und Midibetrieb erfolgt per Knopfdruck. So soll das sein. Obwohl der Grundsound der Numa einschließlich Lesliesim wirklich sehr gut sind, gefällt mir der Ventilator subjektiv einen Tick besser (in diversen Foren findet man einen schönen Vergleich zwischen Numa und internem Leslie und Numa am Ventilator). Hier rächt es sich, dass einzelne Parameter bei der Numa nicht editierbar sind, denn dann stünde es vermutlich wirklich unentschieden. Das wäre mal was für das nächste Softwareupdate. Ob Laien den Unterschied allerdings im Bandmix heraushören sei mal dahin gestellt. Deutlich aufgewertet wird der Sound aber durch den Organ Drive der Firma Tubeamp. Mit dem Overdrive und dem Brachialgezerre die dieses Teil produziert kann auch der Ventilator nicht mithalten und die beiden Röhren tun ihr Übriges, um den Sound noch einmal ordentlich Wärme einzuhauchen (Danke an das Thomann Team für diesen super Tipp, den Organ Drive hatte ich vorher überhaupt nicht auf dem Radar). Fazit: die Numa ist ein tolles Produkt zu einem sehr fairen Preis und muss sich vor der Konkurrenz überhaupt nicht verstecken, ganz im Gegenteil. Wer einen großartig klingenden einmanualigen Tonewheelclone sucht ist mit der Numa bestens bedient. Nachtrag: 1. Die Splitfunktion ist wirklich sehr sinvoll. Wenn man diese Option zusammen mit "Pedal to Lower" aktiviert, ist es möglich, "Child in Time" auf einem Manual zu spielen, weil durch diese Einstellung die Percussion nicht durch den Bass in der linken Hand behindert wird. Großes Kompliment, da hat offensichtlich jemand mitgedacht! Selbstverständlich, kann man dann den Bass auch mit den ersten beiden Zugriegeln seinem individuellen Geschmack anpassen. 2. Ich habe mich heute überwunden (ich habe einen Wahnsinnsrespekt vor Bios- und Systemupdates und wollte meine Numa ich zerschießen) und die Rockorgel geladen. Abgesehen davon, dass man die USB-Treiber manuell installieren muss (das könnte wirklich besser gelöst sein), verlief das Laden der neuen Sounds incl. Leakage und Leveldateien reibungslos und hat ungefähr 5 Minuten gedauert. Die Orgel klingt jetzt tatsächlich "rockiger", hat mehr Biss und Durchsetzungskraft, was man vor allem in den höheren Oktaven deutlich hört. Im Netz habe ich außerdem erfahren, dass man auch auf die Level und Leakage Dateien der KeyB zurückgreifen kann und damit eröffnen sich ganz neue Klangwelten. So gehört sich das. Wenn Studiologic jetzt auch noch verschiedene Lesliemodelle oder Einstellungen (wie beispielsweise beim Ventilator, den man eigentlich ja auch nur einmal so einstellt, wie man sein Leslie haben will) per Update bzw. Softwaretool anbieten würde, wäre auch bei bestem Willen und unterm Mikroskop kein Haar mehr in der Numasuppe zu finden und dann gibts den 5. Featurestern von mir.
Je mehr ich auf der Numa Orgel spiele, desto mehr gefällt sie mir. Der Klang ist sehr fett, durchsetzungsfähig und warm. Ebenso gefällt mir der Hall von Mal zu Mal mehr. Ich hab allerdings die Rock-Orgel in Verbindung mit den A100 Clone-Dateien von KeyB geladen, vorher war mir der Klang zu dunkel. Die Leslie Sim ist bis auf die schnelle Rotationsgeschwindigkeit sehr gut gelungen, da würde ich mir mehr Amplitudenmodulation (näherer virtueller Mic-Abstand) wünschen. Die Brake/Choral Stellung ist richtig oberfett in Kombination mit ordentlich Verzerrung, etwas Leakage, Keyclick und Chorus. Die Tastatur ist phänomenal spielbar, die Tasten lösen nach 2mm schon aus, was ein sehr rythmisches Spiel möglich macht. Erfreut hat mich ausserdem, dass die Numa laut Karton in Italien hergestellt wird. Das einzige, was mich wirklich stört, ist das nicht so ästhetische Weiss der Abdeckung mit dem STUDIOLOGIC Schriftzug drauf. Sieht aus wie ein medizinisches Gerät - da muss ich entweder drüberlackieren oder kleben. Insgesamt ist der Klang schön rauchig mit einer wirklich guten Percussion. Bleibt zu hoffen, dass Studiologic ab und zu ihre Kunden mit einem schönen Update erfreut. Empfehlenswert (unter Vorbehalt, denn es kommt noch ein Nachtrag)! Nachtrag: Mir fiel auf, dass die Numa zwar solo super klingt, aber im Mix mit anderen Instrumenten nicht so richtig hervortreten will. Sprich, da ist die Klinge etwas stumpf. Die XK-1 tat sich in dieser Hinsicht leichter. Was auf Dauer auch bemerkbar ist, ist der etwas angeklebte Sound des Keyclicks. Er passt irgendwie nicht so richtig an den Orgelton. Besonders, wenn man am Treble dreht, ist das hörbar. Es hört sich so an wie Fingernägel auf einer Tischplatte - Sorry für diesen Vergleich, aber es trifft´s. Zusammenfassend: Der Sound ist wirklich ein "Brett", sehr bassig und voll. Chorus/Vibrato superior, Tastatur ebenfalls. Hall ist auch gut. Die Leakage verleiht dem Ton sogar einen gewissen Charakter. Die LeslieSim ist in den beiden langsamen Rotationsstufen sehr abgefahren. Aber letztlich fehlt dem Numaklang der Biss - auch der Driveregler kann ihn da nicht wirklich unterstützen. Auf Dauer fehlt der Orgel die Bereitschaft, mal richtig Gas zu geben. Selbst 888888888 will nicht wirklich strahlen. Wie gesagt, mal abwarten, was Studiologic noch in die Waagschale wirft! Ein Gruss an alle Orgelfreunde, macht´s gut.
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