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Online-Ratgeber: Drumset Aufbau

9. Kessel stimmen

Alle Drumkessel sind montiert. Alle Hardware ist zusammengebaut.

Prinzipielles

Spannschrauben werden immer über Kreuz angezogen um eine gleichmäßige Spannung zu gewährleisten. Alle Schrauben sollten gleichmäßig angezogen werden. Am Anfang dreht man die Schraube nicht mehr als eine Umdrehung - zum Ende hin nimmt man ¼ bis 1/8 Drehungen vor. Dann folgt die Kontrolle des Tons.

 

Der Ton wird überprüft, indem man mit dem Finger ungefähr 3 cm vom Rand entfernt auf das Fell klopft - und zwar an der Schraube, die man gerade einstellt.

So sollte es klingen, wenn die optimale Stimmung erreicht ist:

Schlagfell und Resonanzfell werden auf den gleichen Ton gestimmt. Eine Veränderung der Tonhöhe ist nach persönlichen Geschmack selbstverständlich möglich.

Snaredrum

Die Snaredrum wird komplett montiert geliefert. Bis auf ein paar geringfügige Korrekturen sollte hier die Stimmung so etwa passen. Zur Kontrolle wird wie oben beschrieben im Bereich der Stimmschrauben jeweils ein leichter Schlag abgegeben. Alle Töne sollten gleich klingen.

Hören wir, wie es klingen sollte:

Das gleiche wiederholen wir mit dem Resonanzfell. Zur Kontrolle der Stimmung sollte der Snareteppich nicht anliegen. Dazu entspannen wir den Teppich vollständig und klemmen einen Drumstick dazwischen. Spannringkante und Teppich (der Stick sollte nicht das Drumfell berühren).

So klingt ein ordentlich gestimmtes Resonanzfell bei der Snare:

Nach dem Stimmen muss der Snareteppich wieder gespannt werden. Übrigens hat die Spannung des Snareteppichs einen erheblichen Einfluss auf das Schwingverhalten des Resonanzfells und dem typischen Snaresound. Hier muss man einfach ausprobieren, was gefällt.

Bei uns klingt die fertig gestimmte Snare dann so:

Bassdrum

Alle Schrauben liegen gleichmässig leicht handfest an. Wir beginnen mit der Schlagseite. Zunächst drücken wir mit beiden Händen mittelfest auf das Fell um es gleichmäßig an den Kessel anzudrücken. Das Fell macht dabei Geräusche, das ist aber in Ordnung.

Die Spannschrauben werden jetzt kreuzweise mit jeweils einer Umdrehung angelegt, bis das Fell einen klingenden Ton von sich gibt. Eine gute Kontrolle ist dabei auch die Reflexion auf dem Fell - es sollen keine Falten mehr sichtbar sein. Achtung Das Bassdrumfell ist meist gar nicht so fest gespannt, wie man als Unerfahrener oft glaubt.

Hören wir uns das Beispiel an:

Die Resonanzseite der Bassdrum wird genauso gestimmt.

Hängetoms und Standtom

Die Vorgehensweise ist bei Hängetoms und Standtom die gleiche. Das Fell wird langsam und gleichmäßig angezogen. Am Anfang drückt man das Fell mit den Händen herunter um ihm einen guten Sitz zu geben. Der Finger klopft zur Kontrolle am Rand entlang und man sollte einen klingenden Ton hören können. Falten dürfen nicht mehr sichtbar sein.

So sollte die kleine Tom klingen:

Die drei Toms müssen auch klanglich zueinander passen. Bereits beim Stimmen des Schlagfells muss der Ton zueinander passen. Spielen Sie während des Stimmens ruhig immer wieder mal auch die beiden anderen Toms an, damit die drei Töne auch zueinander passen. Erst wenn bei allen drei Toms die Schlagfelle gestimmt wurden, kommen die Resonanzfelle an die Reihe. Schlag- und Resonanzfell werden auf den gleichen Ton gestimmt. Das verstärkt den Sound der Trommel deutlich. Während man beim Stimmen des Resonanzfells dem Ton des Schlagfells näher kommt, wird der Drumkessel lauter, durchsetzungsfähiger und klarer.

So klingt die Tom mit Resonanzfell. Schlagen sie zum Vergleich Schlagfell und Resonanzfell an. Dann merkt man schnell, ob auch wirklich der gleiche Ton auf beiden Fellen produziert wird: 

Wird das Fell zu sehr gespannt, geht der klare Sound der Kessel wieder verloren. Dann ist es am leichtesten, wieder alle Stimmschrauben gleichmäßig zu lösen (Umdrehungen zählen) und von vorn beginnen. Stückchenweise rückwärts stimmen ist bei Drumfellen nicht möglich.

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