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Online-Ratgeber Drum-Computer
Glossar

 
Nachstehend eine kleine Auswahl von Begriffen, die ihnen immer wieder beim Lesen dieses Onlineratgebers über den Weg laufen können:

 
Groove

Polyphonie

Preset

Quantisierung

Sample

SysEx (System Exclusive)

Trigger Eingang

 
Frage: Groove
Antwort: Groove ist in der Sequencingsprache eine Sonderform der Quantisierung. Hierbei werden die Noten nicht wie bei der Quantisierung auf ein festes Raster (16tel-Noten, 8tel-Noten oder Triolen) gelegt, sondern leicht nach vorne oder hinten verschoben. Die Referenz für einen guten Groove ist das Schlagzeug-Pattern von „Rosanna“ (Toto).

Die Belegung der einzelnen Drum Pads wird normalerweise in einem sogenannten Drumkit oder Drumset gespeichert. Die meisten Drum Machines bieten hierfür ausreichend Speicherplätze an und liefern bereits ab Werk unterschiedliche Einstellungen für Drumsets mit (Standard-Sets, Percussion-Sets, E-Drumsets, Hiphop-Sets, Effekte usw.).


Frage: Polyphonie
Antwort: Die Polyphonie gibt an, wie viele Stimmen an einem elektronischen Instrument (Synthesizer, Keyboard, Drum Machine) gleichzeitig gespielt werden können. Wenn z.B. von einer 32-stimmigen Polyphonie die Rede ist, dann bedeutet das im Prinzip, daß 32 Tasten gleichzeitig gespielt werden könnten - wird eine weitere Taste angeschlagen, verstummt die zuerst angespielte Taste.

Frage: Preset
Antwort: Hier spricht man i.d.R. von Werkseinstellungen des Herstellers. Diese Einstellungen (Preset-Sounds, Preset-Patterns usw.) befinden sich im ROM-Speicher (Read only Memory) des Gerätes und können weder gelöscht noch überschrieben werden.

Frage: Quantisierung
Antwort: Unter Quantisierung versteht man das Fixieren von Noten in einem bestimmten Raster, z.B. im 1/8tel-Raster oder 1/16tel-Raster. Hierbei werden die einzelnen Noten jeweils auf den nächstliegenden 1/8tel oder 16tel-Schritt nach vorne bzw. hinten verschoben, um bei der Wiedergabe sauber im Takt abgespielt zu werden. Der Nachteil ist, dass die Aufnahme durch übermäßige Quantisierung an Lebendigkeit verliert, deshalb bieten moderne Sequencer und Drum Machines eine Sonderfunktion der Quantisierung, die sogenannte „Groove Quantize“ Funktion an, um der Aufnahme mehr Leben einzuhauchen.

Frage: Sample
Antwort: Das Wort „Sample“ hat zwei Bedeutungen:

Bei elektronischen Musikinstrumenten (Synthesizern, Drum Computer usw.) beschreibt das Wort ein digital aufgenommenes Stück Audio-Material. Hierbei wird das Audio-Signal über eine Wandlereinheit (der sogenannte Analog-Digital-Wandler oder kurz A/D-Wandler) in ein digitales Signal umgewandelt, indem der Wandler die Amplitudenspannung des Signals in fest definierten Abständen (hier spricht man von Sample Rate) abtastet und in digitale Informationen wandelt. Eine Samplerate von 44.1kHz bedeutet z.B., dass der Wandler das Signal 44.100 mal pro Sekunde abtastet und aus dem jeweils aktuellen Zustand einen digitalen Wert generiert. Dieser digitale Wert repräsentiert den Amplitudenzustand durch eine bestimmte Anzahl digitaler Bits (Nullen und Einsen) - je mehr digitale Bits pro Abtastung gespeichert werden, umso höher ist die Sample-Auflösung (Resolution) bzw. der Dynamikumfang und letztendlich die Qualität. Die Angabe 24/96 bei modernem Digitalequipment bedeutet z.B. eine Samplefrequenz von 96kHz und eine Auflösung von 24bit pro Abtastschritt.

Obwohl diese hohe Auflösung vom menschlichen Ohr gar nicht wahrgenommen werden kann (normale Audio-CDs arbeiten mit 44.1kHz nahe am maximal hörbaren), ist dies kein Marketinggag der Hersteller, sondern macht Sinn, da ja fast jedes elektronische Gerät (ob Synthesizer, Sampler oder Effektgerät) das Signal verarbeitet und verändert. Während dieses Prozesses werden Signale auch verlängert oder multipliziert, um das Ausgangssignal zu berechnen. Damit dieses immer noch eine bestmögliche Qualität hat, benötigt man die „Overhead“ genannten Zusatzinformationen im digitalen Signal. Das ist auch der Grund, warum die meisten professionellen Effektprozessoren intern mit einer höheren Auflösung arbeiten, als die eingebauten Wandler.

Während Synthesizer, Keyboards und Drum Computer eine Feste (ggf. erweiterbare) Anzahl von Samples bereits ab Werk fest im Speicher abgelegt haben, kann man mit sogenannten Samplern auch selbst Klänge aufnehmen - oder zu Deutsch: sampeln.

Im neudeutschen Sprachgebrauch bedeutet das Wort auch „Muster“ oder „Kostprobe“.


Frage: SysEx (System Exclusive)
Antwort: MIDI-Befehle zur Steuerung spezieller Klangparameter an einem MIDI-Gerät. SysEx-Befehle enthalten z.B. Klanginformationen, die speziell für ein bestimmtes Gerät vorbereitet sind und auch nur von diesem Gerät verarbeitet werden können. Auch ein Bulk Dump, bei dem alle Klangparameter in einen Sequencer bzw. an ein Editorprogramm übertragen werden, erfolgt über SysEx-Befehle.

Frage: Trigger Eingang
Antwort: Trigger-Eingänge findet man hauptsächlich in Drum Modulen - hier werden sogenannte Trigger-Mikrofone angeschlossen, die z.B. an den Kesseln befestigt sind und die Klänge des Drum Moduls ansteuern (triggern).

 
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Inhaltsverzeichnis:

[Inhalt] [Definition & Funktionsweise] [Geschichte und Klangerzeugung] [Und heute?] [Steuerung, Triggern und Pattern] [Anschlüsse & Erweiterungen] [Anwendungen] [Glossar] [Fazit und Feedback]