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Auf welche technischen Daten sollte ich achten? 
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1. Übertragungsbereich |
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Herstellerangaben zum Übertragungsbereich sind generell nicht besonders verlässlich. Über den Klang eines Mikrofons sagt diese Angabe ohnehin wenig aus. Vertrauen Sie lieber auf ihren subjektiven Klangeindruck oder fragen Sie Kollegen, ob sie Erfahrungen mit dem Mikrofon haben, für das Sie sich interessieren. Mit einem Diagramm zeigt der Hersteller, mit welchem Pegel die jeweilige Frequenz übertragen wird. Meistens wird im Studio eine lineare d.h. neutrale Übertragung aller Frequenzen gefordert, der Frequenzgang eines Mikrofons muß aber nicht zwingend linear verlaufen. So könnte die menschliche Stimme z.B. noch besser klingen, wenn ein bestimmter Frequenzbereich stärker angehoben oder abgesenkt würde als ein anderer. Bezüglich des Übertragungsverhaltens im oberen und unteren Frequenzbereich ist das Kondensatormikrofon dem dynamischen Mikrofon weit überlegen. Der Frequenzgang eines Mikrofons ist außerdem von mindesten 2 externen Faktoren abhängig. Er hängt bei den meisten Mikrofonen von der Richtwirkung (Charakteristik) und von der Entfernung ab. Richtmikrofone besitzen z.B. einen sog. Nahbesprechungseffekt, der sich in einer Bassanhebung bei geringen Entfernungen zwischen Mikrofon und Schallsignal äußert. Das universale Mikrofon existiert noch nicht. Der Anwender sollte genau wissen, für welchen Zweck das Mikrofons häufiger eingesetzt werden soll. 
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2. Eigenrauschen |
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Eigenrauschen (engl. „self-noise“), manchmal auch Ersatzgeräusch oder Äquivalenzschalldruckpegel genannt, ist der Fachausdruck für das Grundrauschen eines Mikrofons. Kondensatormikrofone unterscheiden sich in diesem Punkt recht deutlich voneinander. Das Eigenrauschen gehört zu den wenigen technischen Werten, denen man schon bei der Vorauswahl größere Beachtung schenken sollte. Je niedriger das Eigenrauschen, desto besser der Rauschabstand der Aufnahme, insbesondere bei leisen Sängern oder Instrumenten. Die rauschärmsten Großmembran-Kondensatormikrofonen liefern Werte im einstelligen Bereich. Werte bis etwa 14 dB-A sind immer noch sehr gut. Ab etwa 20 dB-A ist ein leises Grundrauschen zu bemerken. Bei einem Wert von 23 dB-A ist das Rauschen schon deutlich vernehmlicher. Bei noch höheren Werten wird’s langsam kritisch. Das „A“ hinter der Dezibelangabe bedeutet übrigens, dass die Messung entsprechend der Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs gewichtet wurde, d.h. Rauschen in den mittleren Frequenzbereichen geht stärker in die Berechnung ein als Rauschen in den Grenzbereichen der menschlichen Wahrnehmung. Ungewichtete Werte sind in aller Regel höher als A-gewichtete. Gute Röhrenmikrofone rauschen übrigens gar nicht mal so viel mehr als Transistormikros. Ein Spitzen-Röhrenmikro kann ein mittelmäßiges Transistormikrofon durchaus in Sachen Rauscharmut übertreffen. 
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3. Grenzschalldruck |
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Bei Mikrofonen gibt man nicht den Klirrfaktor an, sondern den Schalldruck, der zu einem bestimmten Klirrfaktor führt. Mit der Angabe des Grenzschalldruck kann man beschreiben, ab welchem Schalldruck bei einem Mikrofon mit einer bestimmten Verzerrung zu rechnen ist. Als Grenze nimmt man meistens einen Klirrgrad von 0,5%, manchmal aber auch 1%, was dann zu (scheinbar) höheren Werten führt. Ab und an liest man, dass das Überschreiten des Grenzschalldruckpegels zur Zerstörung des Mikrofons führt – keine Angst, das ist ein Ammenmärchen. Der Grenzschallduckpegel ist nur von Bedeutung, wenn man sehr laute Signale aufnimmt. Im Heimstudio ist das selten der Fall. Die wenigsten Sänger können so laut schreien, dass ein Kondensatormikro anfängt zu zerren. Wenn doch, aktivieren Sie – wenn vorhanden – die Pegelabsenkung (Pad) des Mikrofons. Viele moderne Großmembran-Kondensatormikros können Pegel von über 130 dB-SPL wegstecken. Das ist laut genug, um auch entfernt wohnende Nachbarn zur Schrotflinte greifen zu lassen. Auf der Bühne ist die Angabe des Grenzschalldruck eine durchaus wichtig Information - wird ein Mikrofon z.B. direkt vor einer Box aufgestellt, können Werte von 130 dB schnell überschritten werden. Aber wer benutzt schon ein Großmembranmikrofon bei solchen Pegeln live auf der Bühne. Dynamische Mikrofone sind in dieser Hinsicht robuster, weil sie eine schwerere Membran haben. 
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4. Empfindlichkeit (Sensitivity) |
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Mit Empfindlichkeit meint man nicht etwa die Robustheit des Mikrofons, sondern, grob gesprochen, wie „laut“ es ist. Genauer gesagt, wie hoch der Ausgangspegel ist, wenn es einem bestimmten Schalldruck ausgesetzt ist. Die Maßeinheit lautet daher mV/Pa – Ausgangsspannung pro Schalldruckeinheit. Großmembran-Kondensatormikrofone haben üblicherweise eine sehr hohe Empfindlichkeit, oft im zweistelligen Bereich. Die große Membran zusammen mit der internen Verstärkerelektronik drückt ein sattes Pfund durch die Ausgangsbuchse. Das entlastet den nachgeschalteten Mikrofonvorverstärker, den man dann nicht so weit aufdrehen muss. Wichtiger für das Rauschverhalten ist aber der Wert für das Eigenrauschen. 
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5. Nennimpedanz |
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Man unterscheidet zwischen nieder- und hochohmigen Mikrofonen. Letzere haben im prof. Bereich praktisch keine Bedeutung, weil sie nur mit sehr kurzen Anschlußkabeln betrieben werden können. Die meisten niederohmigen Mikrofone haben eine Impedanz mit Werten zwischen 50 und 600 Ohm. Dieser Wert ist in der Regel frequenzabhängig und in der Praxis von geringerer Bedeutung. Nennabschlussimpedanz ist übrigens was Anderes, nämlich die Eingangsimpedanz, die das Mikro vom Preamp mindestens erwartet. Auch dieser Wert spielt für die Praxis keine große Rolle. 
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6. Richtcharakteristik |
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Die Richtung aus der der Schall eintrifft, ist eine weitere wichtige Komponente. Mikrofone mit Kugelcharakteristik nehmen den Schall aus allen Richtungen gleichmäßig auf. Andere Mikrofone zeigen eine ausgeprägte Richtwirkung. Die empfindlichste Einfallsrichtung ist in der Regel senkrecht von vorn. Für andere Winkel ergibt sich eine geringere Empfindlichkeit, d.h. der Schall wird weniger laut aufgenommen. Durch besondere konstruktive Maßnahmen lassen sich ganz unterschiedliche Richtcharakteristiken (z.B. Niere, Superniere, Hyperniere) realisieren. Die Richtwirkung eines Mikrofons läßt sich gut mit einem sog. Polardiagramm darstellen. Dieses hat eine kreisförmige Gestalt und zeigt die Eingangsempfindlichkeit bei verschiedenen Winkeln. Die 0 Grad Achse wird meistens als 0 dB definiert. Da die Richtcharakteristik zusätzlich von der Frequenz abhängig ist, werden oft mehrere Kurven für verschiedene Frequenzen im gleichen Polardiagramm überlagert. Richtmikrofone nehmen außerdem weniger Raumschall und mehr Direktschall auf. Die Richtwirkung von Mikrofonen läßt sich insbesonders auf der Bühne sinnvoll nutzen. Um Rückkopplungen zu vermeiden, sollte man die Richtmikrofone so plazieren, daß P.A. und Monitorlautsprecher an den Punkten der geringsten Empfindlichkeit stehen. Mikrofone mit umschaltbarer Richtcharakteristik sind mit zwei Mikrofonkapseln ausgestattet. Sie werden auch als Doppelmembranmikrofone bezeichnet. 
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7. Impulsverhalten |
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Das Impulsverhalten kennzeichnet seine Fähigkeit auch sehr steile Flanken (z.B. Snare, Toms, auch Stimme) einer Schwingung exakt übertragen zu können. Das Impulsverhalten eines Mikrofons kann jedoch nicht objektiv bestimmt werden. Deshalb fehlen häufig auch in den Datenblättern entsprechende Angaben. Dennoch ist das Impulsverhalten ein entscheidender Faktor für die gute Aufnahmequalität. Das Impulsverhalten wird vor allem von der Masse der Mikrofonmembran bestimmt. Weil die Membranmasse eines Kondensatormikrofons erheblich geringer ist als die eines dynamischen Mikrofons, können Impulse mit einem Kondensatormikrofon besser übertragen werden.
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