Kunden, die sich für Fender 65 Mustang Bass VW interessierten, haben danach folgende Produkte bei uns gekauft:
Thomann-Team Bewertungen...
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Hier die hilfreichsten Bewertungen unserer Kunden: **
Der unterschätzte Fender Bass
Features
Sound
Verarbeitung
Gesamtbewertung
Shortscale Bässe erleben derzeit, wenn mann der einschlägigen Fachpresse glauben darf, einen (kleinen) Boom. Wer sich den 65er Fender Mustang Bass einmal genauer ansieht, kann das leicht nachvollziehen. Nicht nur Anfänger und Anfängerinnen, sondern auch erfahrene Bassisten werden erkennen, dass ein Shortscale Bass im Allgemeinen und der Fender Mustang im Speziellen einen ganz eigenen Charm hat. Dazu trägt natürlich zunächst einmal die überragende Bespielbarkeit des Mustang bei. Der Hals ist nicht einfach nur kurz (Shortscale, 19 Bünde) sondern auch schmal (am Steg ca. 38 mm) und nicht sehr dick. Zum anderen liefert der Mustang einen nicht ganz alltäglich Sound. Wie die Position des (einzigen) Pickups vermuten lässt, ähnelt der Grundcharakter durchaus dem eines Precision Basses. Dabei ist er allerdings luftiger und filigraner. Die Frage, ob ein Shortscale denn genügend Druck machen kann, läßt sich folgendermaßen beantworten: 1. Die verwendeten Saiten (vor allem die E-Saite) sollten nicht zu dünn sein. 2. Die persönliche Spielweise passt sich dem speziellen Klangverhalten des Basses recht schnell an. Downtuning ist allerdings nicht erfolgversprechend. Der Fender Mustang Bass ist in Japan hergestellt und hervorragend verarbeitet. Ein eigenständiges Instrument mit Charakter!
Der Fender 65 Mustang Bass ist ein an die Konstruktion der Mustang-Gitarre und des 34-zölligen Precision Basses angelehnter E-Bass mit kurzer 30-Zoll-Mensur. Er kam jedoch erst sehr viel später auf den Markt. Zwischenzeitlich wurde er lange Zeit nicht mehr angeboten. Dann entschloss man sich, das später in Japan zunächst nur für das Inland in Neuauflage gefertigte Instrument auch zu exportieren. Den zugehörigen, gerade ausverkauften und einzig passenden Koffer (Art.-Nr. 167672) habe ich vorbestellt. Das hier besprochene Exemplar bringt nur ungefähr 3,6 Kilogramm auf die Waage, womit es unter den Massivholz-Bässen zu den Leichtgewichten zählen dürfte. Der Korpus besitzt von der Größe abgesehen die Grundform der gleichnamigen E-Gitarre, besteht laut Werksangabe aus Erle und ist deckend in hochglänzendem Altweiß, genannt Vintage White, lackiert. Dieses soll wohl einem gealterten Olympic White entsprechen. Der Hals ist aus einem Stück Ahorn mit aufgeleimtem Palisander-Griffbrett. Die Fräsung für den Halsstab liegt offenbar unter dem Griffbrett. Die Einstellmutter befindet sich ungünstig am unteren Halsende und ist nur nach völligem Entspannen der Saiten und Abschrauben des Halses zugänglich. Gut, dass man da nicht allzu oft ran muss - wenn man nicht gerade die Saitenstärke oder die Klimazone wechselt, höchstens alle paar Jahre. Zum Einstellen wird ein großer Querschlitz-Schraubendreher benötigt. Die Kopfplatte ist frontal ebenso hochglänzend farblos lackiert wie der gesamte Halsrücken. Für D- und G-Saite ist ein gemeinsamer Saitenniederhalter aufgeschraubt. Der Herstellername prangt in goldfarbener, schwarz eingefasster Schrift darauf, gefolgt von der Modellbezeichnung in großen Lettern. Abweichend von der aufgedruckten Aussage "Offset Body - Patented" weist der Korpus keinerlei Aussparungen auf. Solche würden auch die Kopflastigkeit weiter verstärken. Dank seiner gerundeten Kanten fühlt er sich auch ohne Auskehlungen angenehm an. Die Größe der Kopfplatte ist die gleiche wie bei den Fender-Bässen mit langer Mensur, wohl um den komfortablen, großen Stimmwirbeln genügend Platz zu bieten. Der Hals-Korpus-Übergang erstreckt sich vom 12. bis zum 14. Bund. Nachteilig ist die schon erwähnte Kopflastigkeit, die ich allerdings auf bewährte Weise mit einem Levys-Gurt MSS3 Tan (Art.-Nr. 193297) im Griff habe, ohne den Hals unterstützen zu müssen. Ich habe meinen Bass darüber hinaus mit der von Fender angebotenen Daumenstütze (Art.-Nr. 150639) ausgerüstet. Das Griffbrett mit dem recht kleinen Radius von 7,25 Zoll trägt lediglich 19 einwandfrei abgerichtete Vintage-Bünde. Der Kunststoffsattel ist sauber gekerbt. Die Bundmarkierungen auf dem Griffbrett sind als große helle Punkteinlagen ausgeführt. Die ebenfalls hellen Punkteinlagen an der bassseitigen Kante sind entlang der Leimstelle so eingesetzt, dass sie jeweils genau hälftig in Griffbrett und Hals zu liegen kommen. Die Mechaniken funktionieren tadellos. Als erstes Instrument und bis heute trägt der Mustang Bass eine Brücke, wie sie auf Music Man-Bässen verwendet wird. Die vier Einzelstege sitzen auf einer gewinkelten Grundplatte und sind einzeln für Saitenlage und Intonation verstellbar. Die Madenschrauben zur Intonationseinstellung sind in Mulden geführt. Aufgezogen werden die Saiten durch den Korpus. Beide Teile des wohl von Seymour Duncan gefertigten Tonabnehmers besitzen eine oben geschlossene schwarze Plastikkappe. Sie sind in das vierlagige Schlagbrett in Tortoise-Optik eingebaut und sowohl in der Höhe wie in der Neigung verstellbar. Der Lautstärke- und der Höhensteller besitzen je einen schwarzen Kunststoffknopf mit Strichmarkierung. Sie sind neben der Klinkenbuchse auf einer verchromten Abdeckung montiert. Die Höhenblende bedämpft im oberen Bereich feinfühlig einstellbar die ausgeprägte Resonanz des Tonabnehmers. Im unteren Bereich lässt sich der Klang sehr dumpf machen, was zwar etwas aus der Mode gekommen ist, aber durchaus nützlich sein kann. Die Verarbeitung ist tadellos. Das reicht von der passgenauen Halstasche über die Holz- und Lackoberflächen bis zur Passform von Schlagbrett und Elektro-Abdeckung zueinander. Den gelinden Bedarf des Nachziehens der ins Holz gedrehten Schrauben erachte ich wegen anfänglicher Schwindung des Lackes als normal. Von den Schwingungseigenschaften her ist der Bass ausgesprochen lebendig. Der geteilte Tonabnehmer passt ausgezeichnet zum Instrument. Registerwechsel liefern feinfühlig die entsprechende Klangfarbe. Sowohl der drahtige Ton des Anschlags in der Nähe der Brücke wie auch der satte Klang des Spiels zwischen Halsende und Tonabnehmer werden authentisch übertragen. Selbst das Klangbild der E-Saite ist trotz kurzer Mensur erstaunlich rein. Insgesamt klingt der 65 Mustang Bass eher stämmig. Dennoch hat er ein reiches Obertonspektrum zu bieten, das auch für Slapping gut geeignet ist. Das Abklingverhalten braucht keinen Vergleich zu scheuen. Auch ist das Sustain über Saiten und Lagen sehr gleichmäßig. Tote oder muffig klingende Noten sind nicht auszumachen. Der 65 Mustang-Bass ist ausgesprochen handlich zu bespielen. Der verglichen mit den langen Fender-Bässen und alten Mustangs schmälere Hals fühlt sich ausgezeichnet an und liegt dank seiner mittelschlanken C-Form gut in der Hand. Auch Holz und Bundierung des Griffbretts bereichern den Spielkomfort. Die schmalen Vintage-Bundstäbchen wirken mit den dicken Basssaiten angenehmer, als sie sich auf Gitarren anfühlen. Auch unterdrücken sie durch den höheren Flächendruck wirkungsvoll das speziell bei kurzer Mensur wegen der geringeren Saitenspannung gefürchtete Bundschnarren. Dank der Cutaways ist auch an die oberen Lagen gut heranzukommen. Insgesamt ist der Fender 65 Mustang Bass ein durchsetzungsfähiges Instrument mit einem reichen Grundklang, der mithilfe von Klangstellern am Verstärker gut an die eigenen Vorstellungen angepasst werden kann. Die kurze Mensur erleichtert das Greifen besonders in den unteren Lagen, ohne größere Kompromisse bei der Klangreinheit nach sich zu ziehen. Angesichts des hohen Nutzwertes und der hervorragenden Verarbeitung kann das Preis-/Leistungs-Verhältnis als angemessen bezeichnet werden.
Nach wie vor schätze ich den Mustang Bass als den Shortscale Bass mit dem kräftigsten und ausgewogensten Sound ein. Rock, Slap, Walking, Jazz Lines kann man ohne Abstriche mit diesem Bass rüberbringen. Für tiefste dunkle Gewitter und Low Tuning würde ich ihn nicht empfehlen. Aber wer spielt dann auch einen Bass mit solch einem Outfit :-) Wer, wie ich, kurze Finger hat, freut sich über die entspannte Bespielbarkeit dieses Instrumentes, ohne klangliche Einbußen zu erleiden. Was mir negativ auffiel: Die Klinkenbuchse hat ein zu großes Spiel, d. h. einige Kabel funktionieren einwandfrei, andere verursachen aufgrund der minimal schmaleren Stecker ein störendes Brummen. Der Regelweg bzw. die Differenzierung der Poties ist bescheiden, da sollte Fender Japan doch Qualitätsteile einsetzen. Ich habe beides gegen vernünftige Parts aus dem Fachhandel ausgetauscht und habe jetzt keine Probleme mehr. Aber trotzdem: Der Bass ist gut, der Body schwingt und lässt den Ton vielschichtig und lebhaft werden. Wer ihn gut einspielt, wird ein dankbares und wertvolles Instrument sein eigen nennen können. Falls man das Glück hat, einen Original Pick Up aus den 90ern oder früher zu bekommen, kann man den heutigen Mustang Bass von der Klangdynamik her noch eine Klasse nach oben schießen.
**Hinweis: Dieser Artikel wurde mit durchschnittlich 4.75 von 5 Sternen bewertet. Insgesamt wurden 6 Textbewertungen abgegeben. Die hier angezeigten Kundenbewertungen geben ausschließlich die persönliche Meinung der einzelnen Kunden wieder. Jeder Kunde kann seine Bewertung jederzeit ändern oder entfernen. Alle Rechte an den Inhalten der Bewertungen verbleiben bei den Kunden.
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